„Den Sonntag heiligen“

Erzbistum bietet Interessierten Studientag zu Wort-Gottes-Feiern an

Charakteristisch für die \"Warburger Form\": Ein Kommunionhelfer bringt die konsekrierten Hostien aus einer Eucharistiefeier in die Kirche, in der die Wort-Gottes-Feier begangen wird.pdpPaderborn /Warburg, 23. Januar 2018. Seit dem 1. Advent 2017 gibt es im Erzbistum Paderborn ein Diözesangesetz, dass es den Gemeinden erleichtert, Wort-Gottes-Feiern am Sonntag einzuführen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es dann auch möglich, in diesen Gottesdiensten die Kommunion auszuteilen. Erprobt wurde die neue Regelung ein gutes Jahr lang im Pastoralen Raum Warburg. Dort findet am Sonntag, 18. März 2018, ein Studientag Liturgie statt (Einladung zum Download), bei dem alle Interessierten die „Warburger Form“ der Wortgottesfeier kennenlernen können.  

Der Titel der Veranstaltung lautet „Den Sonntag heiligen“ und beginnt um 10:30 Uhr in der Pfarrkirche St. Elisabeth Rimbeck. Dort nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst an einer Wort-Gottes-Feier teil. Im Anschluss besteht im Pfarrheim die Gelegenheit, das Erlebte gemeinsam mit ausgebildeten Leiterinnen und Leitern von Wort-Gottes-Feiern zu reflektieren und zu diskutieren. Anmeldungen sind bis zum 5. März 2018 möglich.

Dass ein Kommunionhelfer die konsekrierten Hostien aus einer zeitgleich gefeierten Eucharistiefeier in die Wortgottesfeier bringt, ist charakteristisch für das in Warburg erprobte Modell, das nun auch an anderen Orten des Erzbistums möglich ist. Mit dieser Form soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Kommunion immer Teil der Eucharistiefeier ist und ohne das Hochgebet mit der Wandlung von Brot und Wein nicht denkbar ist. „Wir verlängern, bildlich gesprochen, die Kommunionbank von der Kirche, in der Eucharistie gefeiert wird, in die Kirche, in der die Wortgottesfeier begangen wird“, so Pfarrer Gerhard Pieper, Leiter des Pastoralen Raums Warburg.

Die Entscheidung über die Einführung von Wort-Gottes-Feiern an Sonn- und Feiertagen trifft der Pfarrer in Absprache mit seinem Team und den Gremien. Ein Antrag an das Erzbistum Paderborn ist nicht mehr nötig, es sollen jedoch Erzbischof Hans-Josef Becker sowie der zuständige Dechant über die Einführung informiert werden.

Die Neuregelung wurde geschaffen, um Gläubigen einen häufigeren Gottesdienstbesuch in ihrer Kirche am Ort zu ermöglichen. Die sinkende Zahl der Priester führt vor allem in ländlichen Teilen des Erzbistums dazu, dass nicht mehr in jeder Gemeinde an jedem Sonntag eine heilige Messe gefeiert werden kann. „Wenn sich die Gläubigen sonntags nur noch ein- oder zweimal im Monat in ihrer Gemeinde zum Gottesdienst versammeln können und sich an den anderen Sonntagen auf Nachbargemeinden verteilen müssen, steht zu befürchten, dass die kleineren Gemeinden nicht am Leben bleiben werden“, so Stephan Lange von der Hauptabteilung Pastorale Dienste, der das Modellprojekt von Seiten des Erzbischöflichen Generalvikariates begleitet hat. „Die Neuregelung ist daher als ein Beitrag zum Erhalt und zur Verlebendigung der kleineren Gemeinden gedacht.“

Infos und Anmeldung zum Studientag: Fachstelle Liturgie im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, Tel. (0 52 51) 1 25 16 78, E-Mail: 

Einladung zum Studientag zum Download

Weitere Informationen zum neuen Diözesangesetz im Dossier "Wort-Gottes-Feiern" auf der Zukunftsbildseite