Mit Gottes Begleitung gut unterwegs im Jahr 2018

Rückblick auf 2017 und Ausblick auf wichtige Ereignisse im Erzbistum Paderborn im Jahr 2018

Generalvikar Alfons Hardt, Erzbischof Hans-Josef Becker und Dechant Benedikt Fischer beim traditionellen Empfang des Klerus aus dem Dekanat Paderborn zu Beginn eines neuen Jahres im Bischofshaus.pdp / Thomas ThroenlePaderborn, 13. Januar 2018. Wenn Erzbischof Hans-Josef Becker den Klerus des Dekanates Paderborn im Bischofshaus empfängt, dann ist das neue Jahr noch wenige Tage jung: Traditionell empfängt der Paderborner Oberhirte zu Beginn eines neuen Jahres die Priester des Dekanates Paderborn. „Wir sind als Kirche von Paderborn in einem konstruktiven Klima gut unterwegs. Es kommt darauf an, ‚glaubwürdige Zeugen‘ zu sein“, sagte Erzbischof Becker. Er danke seinen Mitarbeitern in der Diözesanleitung, dem Presbyterium im Dekanat Paderborn und in der ganzen Erzdiözese für den vielfältigen und konstruktiven Dienst. Traditionell erinnerte Generalvikar Alfons Hardt in seiner Rede an wichtige kirchliche Begebenheiten des Jahres 2017 und gab einen Ausblick auf wichtige Ereignisse im Erzbistum Paderborn im Jahr 2018. Der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs informierte auch über Zahlen und Daten aus dem Erzbistum Paderborn.      

Für die Gegenwart mit all ihren Realitäten und Herausforderungen sei es bedeutsam, nicht mit einem verklärten Blick in die Vergangenheit zu schauen, vielmehr die gegebenen Veränderungen wahrzunehmen, sie anzunehmen und mit ihnen aktiv umzugehen, führte Erzbischof Becker in seiner Ansprache aus. Er sei dankbar, dass nicht im Bisherigen verharrt, vielmehr die Realität als beständige Aufgabe angenommen werde, um unkompliziert neue Regelungen zu finden. „Wir können nicht im Bisherigen verharren, sondern müssen uns immer wieder angesichts der geschehenden Veränderungen neu aufstellen.“ Er sei auch aufgrund der Erfahrungen des „Diözesanen Forums“ im September 2017 in Unna zuversichtlich, „dass wir im Prozess weiter lernend unterwegs sind und ermutigende weitere Schritte gehen“. „Ich schaue mit Zuversicht auf die vor uns liegende Wegstrecke. Ich danke allen für die Unterstützung, für die geistlich-spirituelle, aber auch für das handfeste Mitarbeiten.“ Zum Abschluss wünschte der Paderborner Erzbischof „Freude in der Weggemeinschaft mit den Menschen und Freude in der Weggemeinschaft mit dem Herrn, mit Jesus Christus“.  

Generalvikar Alfons Hardt blickte in seiner Rede zurück auf das Diözesane Forum, das im September 2017 rund 500 Frauen und Männer aus dem Erzbistum Paderborn unter dem Leitwort „Erfahrung. Begegnung. Wachstum.“ in Unna zusammengeführt hatte, um den Weg des Zukunftsbildes für das Erzbistum Paderborn zu überprüfen und in die Zukunft weiter zu denken. Bei der Veranstaltung sei deutlich geworden, dass es auf dem bisherigen Weg viele Erfahrungen gab, manchmal schwierige und schmerzhafte, oft jedoch auch gute und ermutigende. Generalvikar Hardt verwies auf das Zusammenwachsen der neuen Pastoralen Räume, neue Projekte zur Umsetzung des Zukunftsbildes aber auch das Engagement zahlreicher Menschen. „Unser Erzbistum darf auf einen reichen Schatz an Wachstum blicken. Damit meine ich sowohl traditionell Gewachsenes, das unser Gesicht prägt, als auch Dinge, die im Wachsen sind und unser Erscheinungsbild bereichern.“  

Der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs erinnerte rückblickend zudem daran, dass im Jahr 2017 im Erzbistum Paderborn drei Gotteshäuser geweiht werden konnten: Im Februar die neu gestaltete Kirche des Jugendhauses und der Landvolkshochschule in Hardehausen als „Kirche der Annäherung“, im Mai die neue Kapelle des Diözesanzentrums der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Rüthen, die neue Kirche des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn im Juni, die er als „Herzstück“ des umgestalteten Gebäudekomplexes bezeichnete.  

„Zum 1. Advent 2017 hat es Erzbischof Becker den Gemeinden des Erzbistums Paderborn erleichtert, Wortgottesfeiern am Sonntag einzuführen“, führte Generalvikar Hardt weiter aus. Unter bestimmten Voraussetzungen sei es nun zudem möglich, in diesen Gottesdiensten die Kommunion auszuteilen. Neu sie darüber hinaus, dass die Entscheidung über die Einführung künftig beim zuständigen Pfarrer liege. „Sicherlich ein zukunftsorientierter Schritt, der der größer werdenden Verantwortung aller Getaufter für die von Gott gestiftete Kirche Rechnung trägt“, so Generalvikar Hardt.  

In einem Ausblick auf das Jahr 2018 verwies Generalvikar Hardt auf das 950-jährige Weihejubiläum des Imad-Domes, das am 22. Juli 2018 mit einem Festgottesdienst begangen werde, zu dem erstmals das neue Geläute des Paderborner Domes zu hören sei. Er machte zudem aufmerksam auf die im September 2018 beginnende Ausstellung „GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“. Paderborn sei auch vom 25. bis 29. September 2018 Gastgeber für die Europäische Dombaumeistertagung.  

Dechant Benedikt Fischer sprach im Namen des Dekanatsklerus Worte des Dankes an Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt: „Danke für die Freiräume, sie Sie uns für die Entwicklung der pastoralen Strukturen vor Ort geben. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie die Kirche der Zukunft mit uns gemeinsam gestalten wollen. Als Erzbischof möchten Sie uns in der Entwicklung der Kirche von Paderborn als Partner sehen, nicht als Befehlsempfänger. Wenn es auch mühsam für uns ist, Pastoralvereinbarungen zu entwickeln, so ist Ihre Grundentscheidung doch deutlich zielführender, weil viele beteiligt sind und das Erzbistum groß und bunt ist.“      

Traditionell informierte Generalvikar Hardt auch über Zahlen und Daten aus dem Erzbistum Paderborn.      

Statistik der Geistlichen (Stand 1.12.2017):  

Gesamtzahl der Priester: 927 (Vorjahr: 947)  
davon im Ruhestand: 354 (Vorjahr: 360)  
Priester im aktiven Dienst: 573 (Vorjahr: 587), davon 418 in der Pfarrseelsorge  
Durchschnittsalter der Priester im aktiven Dienst: 54 Jahre      

Ständige Diakone: 177 (Vorjahr: 181)  
davon im aktiven Dienst: 136 (Vorjahr: 134)  
Durchschnittsalter der ständigen Diakone: 62 Jahre      

5 Priesterweihen im Jahr 2017 (Vorjahr: 3)  
Eintritt in den Ruhestand: 28 Priester (Vorjahr: 26)  
Eintritt in den Ruhestand: 1 ständiger Diakon (Vorjahr: 6)      

Statistik der Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten:  
Gemeindereferenten/-innen: 265 (Vorjahr: 279),  
Gemeindeassistenten/-innen: 15 (Vorjahr: 14)  
Durchschnittsalter von Gemeindereferenten und –assistenten: 47,7 Jahre