Kirchenmusiktagung zu Gounod, Rossini und Bernstein

55 Frauen und Männer nahmen an der inzwischen traditionellen kirchenmusikalischen Tagung zu Beginn des Jahres teil.pdpPaderborn, 10. Januar 2018. Rund 55 Personen konnte Professor Dr. Paul Thissen, Leiter des Referates Kirchenmusik im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, zur diesjährigen Kirchenmusiktagung begrüßen, die traditionell in der ersten Januarwoche stattfindet. Bei der Veranstaltung im Bildungs- und Gästehaus Liborianum kamen haupt- und nebenberufliche Kirchenmusikerinnen und -musiker, Chorsängerinnen und -sänger sowie C-Kurs-Teilnehmer zusammen. Im Mittelpunkt standen drei Komponisten, deren Geburts- bzw. Todestag in diesem Jahr gedacht wird: Charles Gounod (geb. 1818), Gioachino Rossini (gest. 1868) und Leonard Bernstein (geb. 1918).

Vorträge von Professor Dr. Thissen und Chorproben, geleitet von den Dekanatskirchenmusikern Ralf Borghoff (Erwitte) und Sebastain Freitag (Paderborn), ermöglichten den Teilnehmern ein Zugang zum Schaffen der drei Künstler. Bei den Proben war jeder mit seiner individuellen Stimme willkommen. Peu à peu entstand im Verlauf der Veranstaltung ein positiv stimmender Gesamtklang.

Ein besonderes Moment war für viele die Vorstellung der Orgel des Paderborner Doms durch Dekanatskirchenmusiker Sebastian Freitag, der mit seinem virtuosen Spiel begeisterte. Anschließend besaß jeder die Möglichkeit, das Instrument selbst zu spielen und sich einen Eindruck von der Orgelanlage zu machen.

Das Konzert in der Kaiserpfalz, das die Tagung ergänzte, war mit Liedern von Schumann und Mendelssohn sowie Ausschnitten aus Bühnenwerken von Gounod, Rossini und Bernstein ein weiterer Höhepunkt. Anna-Sophie Brosig (Sopran), Lea Martensmeier (Alt) sowie Sandra Urba (Klavier) präsentierten eine überragende Interpretation der ausgewählten Vokalkompositionen. In der Heiligen Messe, mit der die Veranstaltung endete, erklangen die in den Chorproben erarbeiteten Werke. Zelebrant Monsignore Bernhard Schröder, Präses des Diözesancäcilienverbandes, setzte in seiner Predigt das Herbeibringen der Gaben der Heiligen Drei Könige in Beziehung zu den verschiedenen kirchenmusikalischen Diensten und dankte den Teilnehmenden für ihr Engagement.

Die Bildungstage ließen deutlich werden, dass Kirchenmusik immer wieder junge Menschen im Schul- und Studienalter bewegt und anspricht. Junge Musikfreunde nutzten die Gelegenheit zur Diskussion und zum Austausch mit erfahrenen Musikern. Für viele ist die Tagung Anfang Januar inzwischen zu einem festen Termin im Kalender geworden.