Geheimnisvolle Dom-Funde. Restauratoren über die Schulter schauen

Öffentliche Schauwerkstatt im Museum vom 23. Januar bis 2. Februar

Matthias Rüenauver von der Firma ars colendi bei der Restaurierung im Diözesanmuseum.NoltenhansPaderborn, 8. Januar 2018. Wer die aktuelle Ausstellung besucht, wird sich vielleicht über die „seltsamen Steine“ im Diözesanmuseum wundern. Es sind Grabungsfunde aus dem Paderborner Dom. Sie werden wie in einem Depot präsentiert: ungeordnet, teilweise in Kisten verpackt, auf Arbeitstische verteilt.

Demnächst sind sie Teil der neuen Sonderausstellung: GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa. (21. September 2018 bis 13. Januar 2019) Doch noch stellen sich einige Fragen: Wohin gehörten einst diese steinernen Fragmente? Aus welcher Zeit stammen sie? Aus welchem Material bestehen die farbigen Fassungen? Und lassen sich die einzelnen Teile einander zuordnen?

Nicht nur die Betrachter wollen das wissen, auch Restauratoren stellen sich diese Fragen. Im Auftrag des Diözesanmuseums arbeiten Spezialisten der Firma ars colendi vom 23. Januar bis zum 2. Februar direkt und öffentlich im Museum. Während der zweiwöchigen Schaurestaurierung haben die Besucher die einmalige Gelegenheit einer Diplom-Restauratorin bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, mit ihr durch ein besonderes Mikroskop zu blicken und sie bei der professionellen Reinigung und Konservierung jahrhundertealter Relikte zu beobachten. Fragen stellen erwünscht. Schulklassen willkommen.

Die Schauwerkstatt ist werktags (außer montags) von 10 – 13 Uhr geöffnet. Dieses Angebot richtet sich auch an Schulklassen und Kurse weiterführender Schulen (Klasse 5 -13).