Sternsinger und Messdiener zu Gast im Gelsenkirchener Weihnachtscircus

Pontifikalamt mit Weihbischof Matthias König in der Manege

Weihbischof Matthias König (M.) feierte mit 560 Sternsingern und Messdienern ein Pontifikalamt im Gelsenkirchener Weihnachtszirkus .Foto: Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge – Pfr. Sascha EllinghausPaderborn/Gelsenkirchen, 8. Januar 2018. 560 Sternsinger und Messdiener aus dem Erzbistum Paderborn und dem Bistum Essen kamen am 4. Januar 2018 im 21. Gelsenkirchener Weihnachtscircus unter dem neuen Zirkuszelt der Zirkusfamilie Probst zusammen, um mit Weihbischof Matthias König aus Paderborn ein festliches Pontifikalamt in der Manege zu feiern.  

In diesem Jahr nahmen Sternsinger und Messdiener aus den Städten Herne, Werl, Herzebrock, Drolshagen, Gelsenkirchen, Erwitte, Hagen, Castrop-Rauxel, Brakel, Essen, Balve, Witten, Bochum, Dortmund und Fröndenberg teil. Zehn Priester begleiteten die Sternsinger und Messdiener, so dass eine große Schar von Mitfeiernden unter den Klängen des Zirkusorchesters aus der Ukraine einzogen, die festlich das „Adeste fideles – Nun freut euch ihr Christen“ intonierten.

Zehn Priester konzelebrierten im Pontifikalamt, darunter Pfarrer Sascha Ellinghaus (hinten M.) als nationaler Leiter der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz.Foto: Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge – Pfr. Sascha EllinghausWeihbischof Matthias König erinnerte in seiner Predigt an die Aufgaben der Sternsinger, den Menschen den Segen des neugeborenen Christus zu bringen, indem sie den traditionellen Gruß „20 C+M+B 18“ (Christus segne dieses Haus) mit Kreide über die Türen schreiben würden. Der Weihbischof in Paderborn zeigte anhand eingängiger Beispiele auf, wie es gelingen kann, gemäß des diesjährigen Mottos der deutschlandweiten Aktion Dreikönigssingen „Segen bringen, Segen sein“ für seine Mitmenschen selber ein „Segen“ zu werden.  

Während des Gottesdienstes wurde das neue Zirkuszelt der Familie Probst gesegnet. Das Zelt ist eigens für den Weihnachtzirkus in Gelsenkirchen angeschafft worden und misst im Durchmesser 41 Meter. Es gehört damit zu den größten reisenden Zirkuszelten in Deutschland. Die Notwendigkeit dieser Neuanschaffung zeigt, wie sehr der jährlich stattfindende Gelsenkirchener Weihnachtszirkus von den Menschen der Ruhrgebietsregion geschätzt und besucht wird. Ebenso feierte das Artisten- und Tierlehrerpaar Andreas und Carmen Leyseck am Tag des Gottesdienstes seine Silberne Hochzeit. Mit Freude empfingen sie in der Manege durch Weihbischof Matthias König die Erneuerung ihres Ehesegens.  

Weihbischof Matthias König segnete das neue Zirkuszelt der Zirkusfamilie Probst.Foto: Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge – Pfr. Sascha EllinghausAm Ende des Gottesdienstes steigerte zum Auszug der Zelebranten das von der Zirkuskapelle intonierte „Feliz Navidad“ die Vorfreude auf die Zirkusvorstellung am Nachmittag, die alle Teilnehmer unter dem Motto „Die Magie der Farben“ erleben durften. Die Darsteller um die Zirkusfamilie Probst nahmen das staunende Publikum mit auf eine phantasievolle Reise. Die Künstler ließen die Magie der Farben in den Herzen der Menschen erstrahlen. Die ausgefallenen und liebevollen Tierdressuren begeisterten ebenso wie die waghalsigen Artisten und Akrobaten. Zum Publikumsliebling avancierte der Clown Antonio, der mit mehreren Auftritten den humorvollen „roten Faden“ durch das weihnachtliche Zirkusprogramm bildete. So vielfältig, verrückt und vor allem bunt das Leben ist, so ist auch die neue Produktion des Circus Probst gewesen.  

Der Schlussapplaus während des Finales mit „standig ovations“ war Ausdruck dafür, wie sehr die Inszenierung des diesjährigen Programms des 21. Gelsenkirchener Weihnachtszirkus die 560 jungen Sternsinger und Messdiener begeistern konnte. Zum neunten Mal nahmen in diesem Jahr Kinder, Jugendliche und Erwachsene an diesem Event teil, das im Zweijahresrhythmus nun schon seit 18 Jahren durch Pfarrer Sascha Ellinghaus, der als nationaler Leiter der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz tätig ist, gemeinsam mit der Zirkusfamilie Probst, organisiert wird. Der diesjährige Erfolg lässt schon auf die Fahrt zum 10-jährigen Jubiläum im Januar 2020 hoffen.      

Text: Pfarrer Sascha Ellinghaus