„Nehmt die Menschen mit!“

Generalvikar Alfons Hardt installiert drei neue Pfarrer im Erzbistum Paderborn

V.l.: Pfarrer Christian Conrad, Pfarrer Dietmar Röttger, Generalvikar Alfons Hardt und Dechant Pfarrer Johannes Hammer.Foto: pdp/Maria Aßhauer Paderborn, 4. Januar 2018. Generalvikar Alfons Hardt installierte am Donnerstag in der Krypta des Hohen Doms zu Paderborn drei neue Pfarrer im Erzbistum Paderborn. Durch das Aufsetzen seines Biretts übertrug er Dechant Pfarrer Johannes Hammer die Leitung der zum 1. Januar 2018 neu errichteten Pfarrei St. Pankratius in Iserlohn. Pfarrer Dietmar Röttger wurde als Propst und Leiter der Propsteipfarrei St. Patrokli in Soest sowie als Leiter des Pastoralverbundes Soest eingesetzt. Pastor Christian Conrad wurde die Leitung der Pfarrei St. Clemens Dortmund-Hombruch übertragen. Die Geistlichen legten einen Eid ab und versprachen damit, in den übertragenen Pfarrgemeinden den Gottesdienst zu feiern und die Sakramente zu spenden.      

Durch das Aufsetzen seines Biretts übertrug Generalvikar Alfons Hardt die Pfarrstellen an die drei neu installierten Pfarrer, hier die Pfarrstelle St. Clemens Dortmund-Hombruch an Pfarrer Christian Conrad.Foto: pdp/Maria Aßhauer Dechant Johannes Hammer war bisher Pfarrer der Pfarrei St. Aloysius Iserlohn, die zum 31. Dezember 2017 aufgehoben wurde. In seinem neuen Amt wird er Leiter des Pastoralverbundes Iserlohn bleiben – ein Funktion, die er seit 2008 innehat. Seit Juli 2016 ist er zudem Dechant des Dekanates Märkisches Sauerland.

Pfarrer Dietmar Röttger war zuletzt Pfarrer der Pfarrei St. Petri Hüsten, bevor er im Rahmen eines Kundschafterjahres in den USA und in Frankreich tätig war.

Pastor Christian Conrad kennt seine neue Pfarrei bereits seit Oktober 2014 als Pfarradministrator und ist zudem Leiter des Pastoralen Raumes Pastoralverbund Im Dortmunder Süden.   

Die drei neu installierten Pfarrer legten einen Eid ab, hier Dechant Pfarrer Johannes Hammer, dem die Pfarrstelle St. Pankratius in Iserlohn übertragen wurde.Foto: pdp/Maria Aßhauer „Wir stellen uns hier am Grab des heiligen Liborius in die lange Tradition der Glaubensverkündung im Erzbistum Paderborn“, sagte Generalvikar Hardt in seiner Begrüßung bei der Installation der drei Pfarrer, zu der auch Gläubige aus den Gemeinden der drei Geistlichen gekommen waren. „In dieser über 1.200-jährigen Geschichte unseres Erzbistums übernehmen wir für einen kurzen Moment der Zeit unsere besondere Aufgabe“, beschrieb Generalvikar Alfons Hardt den priesterlichen Dienst.  

In seiner anschließenden Ansprache machte er auf den Veränderungsprozess im Erzbistum Paderborn aufmerksam, der mit dem Zukunftsbild als Orientierungsrahmen gestaltet wird. „Gerade in den großen Pastoralen Räumen entsteht oft das Empfinden, dass die Seelsorge wie vom Schnee zugeschüttet ist und erst wieder freigeräumt werden muss“, griff Generalvikar Hardt eine winterliche Metapher auf.

Pfarrer Dietmar Röttger, dem die Propsteipfarrstelle St. Patrokli in Soest übertragen wurde, beim Ablegen seines Eides.Foto: pdp/Maria Aßhauer Die Rolle eines Priesters werde sich vor diesem Hintergrund ändern: „Ein Priester soll helfen, dass Gläubige ihren Glauben leben können. Daraus ergibt sich künftig für einen Priester immer wieder die Frage: ‚Wie muss ich Dinge in meiner Gemeinde organisieren, damit ich die Dinge tun kann, für die ich eigentlich da bin‘“, brachte Generalvikar Alfons Hardt es auf den Punkt.  

Ein Priester sei aufgerufen, die Beziehung zu Jesus zu pflegen und – wie Jesus –den Menschen als Freund zu begegnen. Dies sei die Grundlage der priesterlichen Berufung. „Liebe Mitbrüder, nehmt die Menschen mit. Übertragt ihnen Aufgaben und zeigt ihnen damit Euer Vertrauen. Dieses Vertrauen setzt auch Euer Erzbischof in Euch!“, ermutigte Generalvikar Alfons Hardt die drei Priester zum Abschluss seiner Ansprache.  

Die neuen Pfarrer sprachen gemeinsam das Glaubensbekenntnis und legten dann ihren Eid ab. Mit den Worten „Nachdem Sie mir Ihre Ernennungsurkunde vorgelegt, das Glaubensbekenntnis und den Eid abgelegt haben, sende ich Sie im Auftrag unseres Erzbischofs in die Pfarrgemeinde. Und indem ich Ihnen mein Birett aufsetze, übertrage ich Ihnen das Amt des Pfarrers dieser Gemeinde mit allen Pflichten und Rechten“, installierte Generalvikar Hardt die neuen Pfarrer. Den anwesenden Gläubigen dankte er „für ihr Dabei sein als Zeichen der Freundschaft, der Solidarität und eines neuen gemeinsamen Weges“ mit den drei neuen Pfarrern.