„Auf dem Weg zum Frieden“

Pfadfinder bringen „Friedenslicht aus Betlehem“ zu Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt und in den Paderborner Dom

Gruppe mit Friedenslicht Das „Friedenslicht aus Betlehem“ in Händen hielten (v.l.): Erzbischof Hans-Josef Becker, Schwester Maria Lioba, Patrick Höckelmann, Anna Werner, Schwester Gertrude, Generalvikar Alfons Hardt, Marlies Fricke und Diözesankurat Vikar Tobias Hasselmeyer.pdp/Lena Reiher Paderborn, 19. Dezember 2017. Aus Betlehem über Wien bis nach Paderborn – das „Friedenslicht aus Betlehem“ hat bereits eine weite Reise hinter sich. Seit 1986 wird es zu Beginn der Adventszeit von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu im Heiligen Land entzündet und von dort aus in die Welt getragen. Aus der einzelnen Flamme wird so ein Lichtermeer, das die Geburt Jesu auf der ganzen Welt verkündet. Nun ist es in Paderborn angekommen. Vertreter der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Erzbistum Paderborn brachten das „Friedenslicht“ jetzt zu Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt und in den Hohen Dom.

In diesem Jahr möchten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder „alle Menschen guten Willens“ dazu ermutigen, sich für den Frieden einzusetzen. Unter dem Motto „Auf dem Weg zum Frieden“ tragen sie das Friedenslicht an über 500 Orte und setzen ein klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. In Deutschland stehen die vier Ringverbände der Pfadfinder und der Verband Deutscher Altpfadfindergilden dafür ein, dass das Friedenslicht seinen Weg in die Gemeinden und somit zu den Menschen findet.

Kinder mit dem Friedenslicht Kinder des DPSG-Stamms St. Meinolf aus Paderborn brachten das „Friedenslicht“ in den Paderborner Dom (v.l.): Hannah Koch, Lena Stemmer, Rika Werny und Ronja Stemmer.pdp/Lena Reiher Am Montag ist das „Friedenslicht aus Betlehem“ im Bischofshaus bei Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt angekommen. Überbracht wurde es von Anna Werner und Patrick Höckelmann vom Diözesanvorstand der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Erzbistum Paderborn sowie Diözesankurat Vikar Tobias Hasselmeyer in einer neuen, eigens für das Friedenslicht angefertigten Laterne. „Diese wird von nun an in unserer Kapelle St. Georg in Rüthen stehen, die im Mai gesegnet wurde“, erklärt Vikar Hasselmeyer. Die Kapelle des Pfadfinder-Diözesanzentrums „Eulenspiegel“ wurde in diesem Jahr nach zehnjähriger Planungs- und Bauzeit fertiggestellt. „Die Nachfrage nach der Kapelle ist riesengroß. Viele Vereine und Verbände fragen ganz gezielt nach ihr, um dort besondere Andachten und Aktionen durchzuführen. Alle wollen die besondere Atmosphäre der Kapelle erleben“, berichtet Anna Werner. „Das Diözesanzentrum war 2017 zudem 48 Wochen lang belegt und wir hatten 9.000 Übernachtungen im Haus und rund 15.000 auf dem Zeltplatz. Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Angebot von allen Altersstufen so gut angenommen wird.“

Entzünden des Friedenslichts Das Friedenslicht wird an der Krippe im Dom entzündet.pdp/Lena Reiher Vor ihrem Besuch im Bischofshaus trugen die Pfadfinder das Friedenslicht auch in den Hohen Dom zu Paderborn. Kinder des DPSG-Stamms St. Meinolf Paderborn haben dazu eigens zwei Kerzen gestaltetet, die nun – entflammt durch das Friedenslicht – bei der Krippe im Hasemkamp des Hohen Doms brennen. So kann sich jeder Besucher des Doms das „Friedenslicht“ zum Weihnachtsfest nach Hause holen und ein Zeichen für den Frieden setzen. Dadurch leuchtet die „kleine“ Flamme, die den weiten Weg aus Betlehem, dem Geburtsort Jesu, gekommen ist, auch für die Menschen im Erzbistum Paderborn.

Zuvor hatte das Licht am Sonntag von Dortmund aus seinen Weg in das gesamte Erzbistum Paderborn angetreten: Über 1.000 Menschen versammelten sich in der St. Josephs-Kirche in Dortmund zur ökumenischen Aussendungsfeier, um das Friedenslicht gemeinsam auf seinen Weg durch das Erzbistum zu schicken. In manchen Gemeinden wird das Friedenslicht sogar in die Weihnachtsgottesdienste gebracht.

Hintergrund: Aktion „Friedenslicht aus Betlehem“
Entstanden ist die Aktion „Friedenslicht“ 1986 auf Initiative des Österreichischen Rundfunks: Jedes Jahr entzündet seitdem ein Kind aus Österreich das Friedenslicht in der Geburtsgrotte in Betlehem. Aus Israel kommt das Friedenslicht im Flugzeug nach Wien. Von dort aus bringen Pfadfinder das Licht mit dem Zug weiter an zentrale Orte. An den Haltepunkten des Zuges verteilen sie das Licht am Bahnsteig an die dort wartenden Menschen, die so den „Frieden aus Betlehem“ zu sich nach Hause tragen. Darüber hinaus wird das „Friedenslicht aus Betlehem“ in soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Altenheime gebracht, um zu zeigen, dass alte und kranke Menschen zu Weihnachten nicht vergessen sind.