Neue Christus-Friedensglocke aus dem Formkasten

Glockensachverständiger mit dem Ergebnis des Glockengusses zufrieden

Die neue Domglocke wurde am 05.12.2017 aus dem Formkasten genommen.pdpPaderborn, 18. Dezember 2017. Am 23. November 2017 wurde sie von der Königlichen Glockengießerei Eijsbouts aus Asten (NL) in der Gießerei VanVoorden in Zaltbommel (NL) gegossen: die neue große Christus-Friedensglocke des Paderborner Domes. Diese Zusammenarbeit der beiden in den Niederlanden ansässigen Firmen war erforderlich, um das Schmelzen der zum Guss benötigten über 18,5 t Glockenbronze aus nur einem Ofen zu ermöglichen und so mit Blick auf die Legierung und ein gleichmäßiges Gefüge der neuen Glocke kein Risiko einzugehen.      

Nach knapp zweiwöchiger Abkühlung konnte die Glocke inzwischen aus dem Formkasten genommen und mit Hilfe eines Wasserstrahls von den Resten des Formsandes gereinigt werden. Das Ergebnis ist sehr erfreulich: Schon jetzt ist ohne eine weitere Nachbehandlung der Glockenoberfläche sowohl die Inschriften bestens zu lesen als auch die künstlerische Zier gut erkennen. Sowohl Schrift als auch Zier sind beide aus der Werkstatt von Brody Neuenschwander aus Brügge (Belgien). Dechant Domkapitular Dr. Gerhardt Best, Beauftragter für das Glockenwesen im Erzbistum Paderborn, ist mit dem bisherigen Guss-Ergebnis zufrieden.  

Die neue Christus-Friedensglocke des Paderborner Doms hat in der zukünftigen Melodie des Domgeläutes den Schlagton e, einen unteren Durchmesser von 2682 mm, eine Höhe von 2274 mm und ein berechnetes Gewicht von circa 13.500 kg. Sie wird im kommenden Jahr 2018 anlässlich der 950. Wiederkehr der Weihe des Imad-Domes am 22. Juli erstmals erklingen und dann den „Klangteppich“ des Dom- und Paderborner Stadtgeläutes bilden.

Die neue Domglocke wird am 14.12.2017 mit Wasserstrahl gereinigt.pdp