32 Erwachsene in Dortmund gefirmt

32 Erwachsenen spendete Weihbischof Matthias König das Firmsakrament in der Propsteikirche in Dortmund.pdp Dortmund, 05. Dezember 2017. Zweimal im Jahr, jeweils am Samstag nach Pfingsten und zum ersten Advent, lädt das Erzbistum Paderborn erwachsene katholische Christen, die sich firmen lassen möchten, zu einer eigenen Firmfeier ein. In einem feierlichen Gottesdienst in der Propsteikirche in Dortmund firmte der Paderborner Weihbischof Matthias König am Montag 32 Firmbewerber.

Zum Empfang des Sakraments der Firmung bildeten die Firmkandidaten einen Kreis um den Altar, wo ihnen der Weihbischof die Hand auflegte und sie salbte. Mit diesen Gesten werden dem Gefirmten die Gaben des Heiligen Geistes zugesprochen. „Firmung heißt übersetzt auch ‚Stärkung‘“, erklärte dazu Weihbischof Matthias König. Mit ihren Paten und Begleitern waren die Neu-Gefirmten unter anderem aus den Dekanaten Hagen-Witten, Hellweg, Rietberg-Wiedenbrück, Dortmund und Unna zur Firmfeier gekommen.

Zur Spendung des Sakramentes legte Weihbischof Matthias König den Firmkandidaten die Hand auf und salbte sie mit Chrisam.pdp „Der Mensch wird erst am Du zum Ich“, zitierte Weihbischof König in seiner Predigt einen Satz des Religionsphilosophen Martin Buber. Gemeint sei, dass der Mensch wesentlich in Beziehungen lebe. Das Christentum sei eine Religion, die auf Gemeinschaft aufbaue, auf die Gemeinschaft der Gläubigen und die Gemeinschaft mit Gott. „Sie werden in eine große Gemeinschaft eingegliedert, in die Sie schon durch die Taufe aufgenommen wurden“, sagte Weihbischof König zu den Firmkandidaten. Glaube sei wesentlich auch die Beziehung zu Jesus Christus. Dies zeige sich in alltäglichen Dingen, beispielsweise im Einsatz für andere.

Musikalisch gestaltet wurde der Firmgottesdienst in Dortmund vom Kirchenchor des Pastoralverbundes Bergkamen und von Lukas Borgschulte an der Orgel. Die nächste Firmung für Erwachsene findet im Frühjahr in Paderborn statt.

 

Hintergrund: Firmung

In der Firmung wird das, was in der Taufe eines Menschen grundgelegt wurde, vollendet und bekräftigt. Die Firmung gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Eingliederungssakramenten. Durch die Firmung wird der einzelne gestärkt und beauftragt zu einem bewussten Leben als Christ in der Nachfolge Jesu. Spender des Firmsakramentes ist in der Regel der Erzbischof oder einer seiner Weihbischöfe. Die Spendung des Sakramentes erfolgt durch Handauflegung und Salbung der Stirn des Firmkandidaten mit Chrisam. Dabei spricht der Bischof den Firmling mit seinem Taufnamen an und sagt: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. Der Firmling wird durch einen Firmpaten begleitet. Das Mindestalter für den Empfang des Firmsakramentes liegt in Deutschland bei zwölf Jahren. Während der Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakramentes, die sich oft über mehrere Monate erstreckt, helfen Firmbegleiter den Firmbewerbern, ihren Glauben zu vertiefen und die Bedeutung des Firmsakramentes kennen zu lernen.