Bistumsweite Eröffnung der „Ewigen Anbetung“ im Zeichen der bundesweiten Adveniat-Eröffnung

Erzbischof Hans-Josef Becker eröffnet die „Ewigen Anbetung“ im Hohen Dom zu Paderborn / Pontifikalamt mit zahlreichen Gästen zur Eröffnung der Adveniat-Aktion

Die Ewige Anbetung im Erzbistum Paderborn wird am ersten Advent bistumsweit im Paderborner Dom von Erzbischof Hans-Josef Becker eröffnet. In diesem Jahr wird am ersten Advent zudem im Hohen Dom zu Paderborn die diesjährige Adveniat-Aktion bundesweit eröffnet. Paderborn, 28. November 2017. Gleich zwei „Eröffnungen“ prägen in diesem Jahr im Erzbistum Paderborn den Beginn des neuen Kirchenjahres: Jedes Jahr startet bistumsweit im Hohen Dom zu Paderborn am Vorabend des ersten Adventssonntages die „Ewige Anbetung“. In diesem besonderen Rahmen, der mit Gottesdiensten, Betstunden und Zeiten der Anbetung gestaltet wird, findet zudem am 3. Dezember 2017 die bundesweite Eröffnung der diesjährigen Adveniat-Weihnachtsaktion unter dem Leitwort „Faire Arbeit. Würde. Helfen.“ statt. Erzbischof Hans-Josef Becker eröffnet mit einem Pontifikalamt am Samstagabend, 2. Dezember, um 18 Uhr, die „Ewige Anbetung“. Am Sonntag, 3. Dezember, um 10 Uhr wird Erzbischof Becker dann in einem festlichen Pontifikalamt mit zahlreichen Gästen aus der Weltkirche und der deutschen Kirche die Eröffnung der Adveniat-Aktion feiern.      

Die bundesweite Eröffnung der Adveniat-Aktion in Paderborn lenke den Blick auf die Menschen am Rande und in vielfältigen Nöten in Lateinamerika, schreibt Domkapitular Dr. Thomas Witt im Namen des Paderborner Metropolitankapitels in der Einladung zur Teilnahme an der „Ewigen Anbetung“ im Hohen Dom zu Paderborn. „In diesem Kontext steht diesmal das traditionelle Gebet der Ewigen Anbetung. Wir wollen die Anliegen von Adveniat in unser Gebet einschließen und unser Erzbistum, unser Land und unsere ganz persönlichen Anliegen vor Gott hintragen“, so der mit der Vorbereitung der „Ewigen Anbetung“ beauftragte Dr. Witt, der auch Vorsitzender des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn ist.  

Zu Beginn der „Ewigen Anbetung“ feiert Erzbischof Hans-Josef Becker am Vorabend des ersten Advents, Samstag, 2. Dezember, um 18 Uhr ein Pontifikalamt im Hohen Dom. Daran schließt sich eine Zeit der Anbetung an. Die ersten zwei Stunden dieser Zeit werden im Geist von Adveniat von einer YOUNG MISSION-Gruppe gestaltet. Die Idee für YOUNG MISSION ist im Nachklang zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro 2013 entstanden. YOUNG MISSION steht für eine lebendige, fröhliche und junge Kirche. Am Abend der „Ewigen Anbetung“ soll im und um den Paderborner Dom etwas von dieser Atmosphäre spürbar werden: Im Anschluss an das Pontifikalamt mit Erzbischof Becker werden Musiker von YOUNG MISSION bis 21.30 Uhr die Anbetung mit Gebet, Lobpreis- und Worship-Musik gestalten. Gleichzeitig gehen die YOUNG MISSION-Teamer auf die Straßen vor dem Dom, wo sie Menschen auf das Adveniat-Leitwort „Faire Arbeit. Würde. Helfen.“ aufmerksam machen und die Besucher des Paderborner Weihnachtsmarktes einzuladen, in den Dom zu kommen, um dort der Musik zu lauschen, Gott zu begegnen – oder einfach für ein paar Minuten dem Trubel der Straße zu entkommen.  

Während der Anbetung im Hohen Dom können die Gläubigen vor dem Allerheiligsten verweilen, eine Kerze entzünden, sich ein Wort aus der Heiligen Schrift schenken lassen und Gebetsanliegen niederlegen. Um 23.30 Uhr wird die Komplet gebetet. Es folgt eine stille nächtliche Gebetswache von Mitternacht bis 7 Uhr am Sonntag, 3. Dezember 2017.  

Am Sonntagmorgen werden um 7 Uhr, 8 Uhr und 11.45 Uhr die regulären Sonntagsmessen im Hohen Dom gefeiert. In der Heiligen Messe um 10 Uhr, die als Pontifikalamt von Erzbischof Hans-Josef Becker gefeiert wird, wird die diesjährige Adveniat-Aktion bundesweit unter dem Leitwort „Faire Arbeit. Würde. Helfen.“ eröffnet. Neben weiteren Bischöfen und Priestern aus der Weltkirche und der deutschen Kirche wird auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, als von der Deutschen Bischofskonferenz beauftragter Bischof für Adveniat im Pontifikalamt konzelebrieren.  

Nach der Mittagsmesse um 11.45 Uhr folgen gestaltete Betstunden vor dem Allerheiligsten, beginnend mit einer Betstunde für die Verstorbenen um 13 Uhr. Um 14 Uhr folgt mit einer Betstunde, die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als Kooperationspartner von Adveniat gestaltet, erneut ein weltkirchlicher Akzent: Die Betstunde soll am Beginn der zu Umkehr aufrufenden Adventszeit dazu ermutigen, vor Gott zu ergründen, welcher Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in der Welt geleistet werden kann. Ab 15 Uhr schließt sich die Betstunde der Pfarrei St. Liborius an, gefolgt von der Betstunde der Ordensleute um 16 Uhr. Die „Ewige Anbetung“ im Hohen Dom endet mit einem feierlichen Abschluss in der Andacht um 17 Uhr.  

„In den Stunden am Samstagabend und in der Nacht kann jeder sein Maß finden, in dem er dabei sein kann und will. Ob es wenige Minuten oder mehrere Stunden sind, ob es einmal oder mehrmals ist: In aller Freiheit dürfen wir zu Jesus gehen. Das Gebet wird uns verändern, wenn wir es zulassen“, ist sich Domkapitular Dr. Thomas Witt sicher.      

Hintergrund: Ewige Anbetung  
Über das ganze Kirchenjahr hinweg werden mit der „Ewigen Anbetung“ die Anliegen der Kirche, des Erzbistums Paderborn und der Gemeinden in einer Gebetskette in die Pfarreien und Klöster der Erzdiözese Paderborn getragen. Die „Ewige Anbetung“ geht im Erzbistum Paderborn auf Bischof Konrad Martin zurück, der sie zum ersten Advent 1857 einführte. In seinem damaligen Hirtenschreiben heißt es: „Vom ersten Advents-Sonntage an soll die ewige Anbetung ununterbrochen bei Tag und bei Nacht in Unserer Diöcese fortdauern, dergestalt, daß immer die eine Kirche oder Gemeinde die andere in der Anbetung des Allerheiligsten ablöse in der von Uns festgesetzten Reihenfolge und nach dem einer jeden Kirche und Gemeinde zugemessenen Zeitmaße.“  

Heute wird die „Ewige Anbetung“ im Erzbistum im Sinne einer „täglichen Anbetung“ begangen. Das Erzbistum Paderborn folgt damit der Weisung des Apostels Paulus, der die Thessalonicher in einem Brief mahnt, ohne Unterlass zu beten (1Thess 5,17).