„Konstruktive und engagierte Zusammenarbeit“

Erzbischof dankt Kirchensteuerrat für vertrauensvolle Zusammenarbeit

Erzbischof Becker dankte dem Kirchensteuerrat für die geleistete Arbeit. V.l.n.r. Generalvikar Alfons Hardt, Hans Robert Schrewe (Stellvertretender Vorsitzender des Kirchensteuerrates), Erzbischof Hans-Josef Becker.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 27. November 2017. Erzbischof Hans-Josef Becker nahm am Freitag an der abschließenden Sitzung des Kirchensteuerrates im Erzbistum Paderborn für das Jahr 2017 teil. Er dankte den Mitgliedern für die kompetente Begleitung und konstruktive Unterstützung. Der Kirchensteuerrat leiste auch im dritten Amtsjahr der insgesamt 5-jährigen Wahlperiode (1.1.2015 – 31.12.2019) einen wertvollen Beitrag für die Sicherstellung einer zukunftsorientierten Haushaltsplanung im Erzbistum Paderborn. Der Kirchensteuerrat hat in seiner Sitzung auch den Haushalt für das Jahr 2018 beraten und verabschiedet.      

„Durch Augenmaß, Beständigkeit und Zukunftsorientierung hilft der Kirchensteuerrat, die finanzielle Solidität der Erzdiözese zu wahren und damit den ökonomischen Handlungsspielraum zur aktiven Gestaltung von Herausforderungen sicherzustellen", sagte Erzbischof Becker. Der Paderborner Erzbischof bedankte sich besonders bei den Mitgliedern des Kirchensteuerrates für die Balance zwischen örtlichen Interessen und übergreifenden Notwendigkeiten im Hinblick auf den Einsatz der Haushaltsmittel. Er betonte die wertvolle Begleitung des Kirchensteuerrates bei der Umstellung des Rechnungswesens in den Kirchengemeinden und im Erzbistum Paderborn auf die Regelungen der Doppik. Abschließend äußerte er seinen Wunsch, dass das Gremium wie bisher auch künftig für einen verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel Sorge trage, „damit die Kirche verlässlich und nachhaltig wirken kann“.  

Im Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 wird mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von rund 405 Millionen Euro gerechnet. Auf dieser Grundlage empfahl der Kirchensteuerrat Erzbischof Hans-Josef Becker den Haushalt 2018 mit einem Planjahresüberschuss von 384 Tausend Euro zu bestätigen. Der Kirchensteuerhebesatz beträgt weiterhin neun Prozent der Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragsteuer.      

Stichwort: Kirchensteuerrat des Erzbistums Paderborn  

Der Kirchensteuerrat für den in Nordrhein-Westfalen gelegenen Teil der Erzdiözese Paderborn besteht aus 22 Mitgliedern. Es sind überwiegend gewählte Vertreter aus den Kirchengemeinden sowie aus dem Priesterrat der Erzdiözese Paderborn. Die Amtszeit des Kirchensteuerrates beträgt fünf Jahre.  

In der Satzung des Kirchensteuerrates sind folgende Aufgaben für das Gremium umschrieben:  

  • Festsetzung der Höhe der Kirchensteuer unter Berücksichtigung des kirchlichen Finanzbedarfs  
  • Beschluss der Richtlinien für die Verteilung der Kirchensteuer  
  • Entscheidung über Erlass und Stundung der Kirchensteuer  

Die Beschlüsse erlangen Rechtskraft durch die Zustimmung des Erzbischofs. Die jährliche Festsetzung des Kirchensteuerhebesatzes bedarf der staatlichen Anerkennung. Im Kirchensteuerrat werden unterschiedliche Fragen und Maßnahmen der Finanzverwaltung des Erzbistums Paderborn erörtert und viele Initiativen auf den Weg gebracht, wie in vergangenen Jahren etwa die Einrichtung des Katastrophenfonds, Hilfen zum Lebensschutz und Arbeitslosen-Hilfsmaßnahmen.