„Lernen und Lehren mitten in der Welt“

Neues Hörsaalgebäude der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen am Standort Paderborn nach nur einem Jahr Bauzeit eingeweiht

Nach nur einem Jahr Bauzeit steht das neue Hörsaalgebäude für die KatHO NRW am Standort Paderborn. Es freuen sich (v.l.): Professor Dr. Kai Gallus Sander (Dekan des Fachbereichs Theologie), Prof. Dr. Gerhard Kilz (Prodekan des Fachbereichs Sozialwesen), Professor Dr. Hans Hobelsberger (Rektor der KatHO NRW), Erzbischof Hans-Josef Becker und Bernward Robrecht (Geschäftsführer und Kanzler der KatHO NRW).Foto: pdp/Lena ReiherPaderborn, 26. Oktober 2017. Steigende Studierendenzahlen erfordern ausreichend Platz für ein qualitatives Lehrangebot: Deshalb wurde im Oktober 2016 an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) der Grundstein für ein neues Hörsaalgebäude gelegt. Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde dieses heute eingeweiht. Erzbischof Hans-Josef Becker sagte bei der Segnung des Gebäudes: „Ich bin begeistert, dass hier in so kurzer Zeit ein solches Raumerlebnis entstanden ist.“ Mit einem großen Hörsaal und einem kleineren, durch eine mobile Trennwand teilbaren Seminarraum sorgt das neue Gebäude für die dringend benötigte Erweiterung des Raumangebots an der Hochschule.      

Im Rahmen der Segnungsfeier betete Erzbischof Hans-Josef Becker dafür, dass das neue Gebäude ein Ort sein möge, in dem Menschen zur Ehre Gottes wirken. Indem der Paderborner Erzbischof die neuen Räumlichkeiten mit Weihwasser besprengte, übergab er sie ihrer neuen Bestimmung als Ort des Lernens und Lehrens.  

Erzbischof Hans-Josef Becker segnete das neue Hörsaalgebäude und übergab es seiner neuen Bestimmung.Foto: pdp/Lena ReiherRund 200 Gäste waren zur Segnung des neuen Hörsaalgebäudes gekommen, das mit seinen eindrucksvollen Holzpfeilern und den großen Glasfronten rechts und links nun ein neuer Blickfang im Innenhof des Erzbischöflichen Priesterseminars ist. Über einen Steg ist das frei stehende Gebäude mit dem Hauptflügel des Priesterseminars verbunden.  

Professor Dr. Kai Gallus Sander, Dekan des Fachbereichs Theologie der KatHO NRW am Standort Paderborn, bedankte sich in seiner Begrüßung bei Erzbischof Becker und dem Erzbistum für die Unterstützung des Erweiterungsbaus. „Wir sind stolz und dankbar, was hier in den letzten Monaten Gestalt angenommen hat. All unsere Nachbarn auf diesem Gelände haben den Entstehungsprozess, der bisweilen auch mit viel Baulärm verbunden war, mitgetragen.“  

„Ich bin begeistert, dass hier in so kurzer Zeit ein solches Raumerlebnis entstanden ist“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker.Foto: pdp/Lena ReiherEinen unterhaltsamen Einblick in den Entstehungsprozess des neuen Hörsaalgebäudes gab ein Filmbeitrag mit Grußworten und Eindrücken von verschiedenen Beteiligten: Paderborns Bürgermeister Michael Dreier lobte das gelungene Zusammenspiel von Moderne und Historie zwischen Hörsaal und dem bestehenden Priesterseminar. Auch der Kanzler der KatHO NRW, Bernward Robrecht, der Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars, Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, der Landrat des Kreises Paderborn, Manfred Müller, Studierende, Mitarbeiter der KatHO und des Priesterseminars blickten auf den Bauprozess zurück. Professor Thomas Bieling, Inhaber des ausführenden Architekturbüros Bieling aus Kassel, und seine Mitarbeiter kamen ebenfalls im Film zu Wort: „Der Hörsaal bezieht den Landschaftsraum durch die großen Fenster mit ein. Wir hoffen, dass die Menschen, die hier lernen und lehren, diesen Ort als ihren Ort annehmen“, sagte der Architekt. Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat, ergänzte im Video: „Dieser Ort ermöglicht durch seine besondere Architektur und Lage ein Lernen und Lehren mitten im Grünen – und damit mitten in der Welt.“  

Im Festvortrag sprach Professor Dr. Volker Peckhaus über „Humane Bildung als gemeinsame Aufgabe“.Foto: pdp/Lena ReiherZur Einweihung des neuen „Bildungs-Ortes“ stand auch ein Festvortrag auf dem Programm: Professor Dr. Volker Peckhaus, Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn, sprach über „Humane Bildung als gemeinsame Aufgabe“. Bildung müsse immer der Reifung der Persönlichkeit dienen und ein selbstbestimmtes Leben in Verantwortung für sich und den Mitmenschen ermöglichen. In der Einsicht in die gemeinsame Bildungsaufgabe seien die Paderborner Hochschulen in den letzten Jahren durch viele Kooperationen enger zusammengerückt, so Prof. Dr. Peckhaus.  

Die Schlussworte gebührten Professor Dr. Hans Hobelsberger als Rektor der KatHO NRW. Auch er dankte dem Erzbistum Paderborn, ebenso wie den Mitarbeitern des Bauamts im Erzbischöflichen Generalvikariat. Nicht zuletzt richtete Prof. Hobelsberger seinen Dank an das Architekturbüro Bieling, an alle Ingenieure und Gewerke und nicht zuletzt an die Verantwortlichen der KatHO.      

Hintergrund: Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW)  
Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW), die von den (Erz-) Bistümern Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn getragen wird, ist in Deutschland die größte staatlich anerkannte private Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Sie zählt aktuell insgesamt 4.674 Studierende an den Standorten Aachen, Köln, Münster und Paderborn. Diese Zahl verdeutlicht, dass die KatHO als überdiözesane Einrichtung ein Erfolgsmodell ist. Auch der Standort Paderborn ist als Studienort beliebt: Rund 1.000 junge Menschen studieren hier.