Taufort ist Mittelpunkt

Prälat Dornseifer segnet Taufbecken für Ganzkörpertaufen in St. Agnes

  Prälat Thomas Dornseifer (2.v.l.) segnete am Sonntag das neue Taufbecken für Ganzkörpertaufen in der Pfarrkirche St. Agnes in Hamm.pdp Hamm, 15. Oktober 2017. „Wir brauchen solche Orte, wie hier in St. Agnes, um Menschen neu einzuladen zur Begegnung mit Gott“, sagte am Sonntag Prälat Thomas Dornseifer, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat, in der Pfarrkirche St. Agnes in Hamm. In Vertretung von Erzbischof Hans-Josef Becker segnete er im Gottesdienst das neue Taufbecken sowie den Altar und den Ambo in St. Agnes.

Das mit Taufwasser gefüllte runde Becken aus Kunststein ist bündig in den Boden eingelassen und hat einen Durchmesser von 2,90 Metern. Umrahmt von farbigen Chorfenstern liegt es genau im Zentrum des großen Chorraumes der früheren Klosterkirche der Franziskaner. So wird der Taufort zum Mittelpunkt, die gesamte Kirche zur Taufkirche.

Erstmals im Erzbistum Paderborn sind an diesem neuen Taufort im Pastoralverbund Hamm-Mitte-Osten Ganzkörpertaufen möglich. Während des Taufritus' steigt der Täufling dabei mit dem Priester in das kniehohe Wasser und empfängt dort das Sakrament der Taufe. Durch die von Professor Norbert Radermacher (Berlin) entworfene architektonisch-künstlerische Gestaltung der Taufstelle wird die Bedeutung und große Wertschätzung des Taufsakraments ausgedrückt.

Prälat Thomas Dornseifer (Mitte), Pfarrer Bernd Mönkebüscher (links) und Pastor Marcus Nordhues (rechts) feierten am Sonntag mit der Gemeinde in der Pfarrkirche St. Agnes in Hamm den Gottesdienst zur Segnung von Taufbecken, Altar und Abo.pdp „Sie haben sich schon seit einiger Zeit intensiv mit dem Raum, den die Vorfahren geschaffen haben, auseinandergesetzt“, lobte Prälat Dornseifer das Engagement der Verantwortlichen in der Gemeinde für die Neugestaltung des Kirchenraumes. Dieser ist leer geräumt und anstelle von Bänken stehen Stühle für die Gottesdienstbesucher bereit. Vom Westportal bis zum Chorraum folgen in einer Linie der neue Ambo, der „Tisch des Wortes“, der Altar, der „Tisch des Brotes“ und schließlich das Taufbecken mit der Osterkerze. Die liturgischen Orte sind wie Stationen auf einem Weg. Ambo und Altar sind auf das Wesentliche reduziert aus Ahornholz gefertigt. Zur Feier der Eucharistie werden sie mit weißen Tüchern eingekleidet. „Suchende finden hier einen Ort, wo sie spüren, dass Gott sie berührt und sie eingeladen sind“, freute sich Prälat Thomas Dornseifer. In St. Agnes sei es gelungen, die Einladung zur Begegnung mit Gott neu zu übersetzen.

Das neue Taufbecken in der Pfarrkirche St. Agnes in Hamm ermöglicht Ganzkörpertaufen.pdp Der Ort der Taufspendung soll zugleich auch ein Ort sein, der bei Trauergottesdiensten Sarg oder Urne trägt. Damit werde „das Geheimnis von Tod und Auferstehung wortlos verkündet“, erläuterte zuvor Pfarrer Bernd Mönkebüscher, der Leiter des Pastoralverbundes. Tod und Leben würden so sichtbar verbunden. Er dankte den Architekten und den beteiligten Firmen für die gelungene Umsetzung.