Solidarität mit Kindern und Frauen in Burkina Faso

Monat der Weltmission in Dortmund bistumsweit eröffnet

Den Gottesdienst der diözesanen Eröffnung zum Monat der Weltmission feierten in Dortmund Weihbischof Matthias König, Abbé Charlemagne Sawadogo (links) und Pfarrer Ludger Hojenski (rechts) mit der Gemeinde in St. Ewaldi Aplerbeck.pdpDortmund, 09. Oktober 2017. Sie gehen nicht zur Schule, schuften in illegalen Goldminen und sind bei der Goldwäsche hochgiftigen Chemikalien ausgesetzt. Um die Situation von Kindern im westafrikanischen Land Burkina Faso ging es am Sonntag bei der diözesanen Eröffnung zum Monat der Weltmission in der Pfarrkirche St. Ewaldi in Dortmund-Aplerbeck.

Den Eröffnungsgottesdienst mit der Gemeinde feierten Weihbischof Matthias König, Abbé Charlemagne Sawadogo aus Burkina Faso und Pfarrer Ludger Hojenski. Eine Woche lang wird Abbé Charlemagne Sawadogo als Gast des katholischen Hilfswerkes missio und des Erzbistums Paderborn im Dekanat Dortmund über die Situation in seinem Heimatland informieren.

Darauf ging auch Weihbischof Matthias König in seiner Predigt zur Eröffnung der diesjährigen missio-Aktion ein. „Burkina Faso leidet unter dem Klimawandel“, erklärte Weihbischof König. Die Familien würden sich überwiegend durch die eigene Landwirtschaft ernähren und Ernteausfälle führten zu Hunger und Mangelernährung. Viele würden dann ihr Glück in den illegalen Goldminen suchen. Abbé Charlemagne spreche die dort arbeitenden Kinder an und leiste Überzeugungsarbeit, damit diese wieder zur Schule gehen. Darüber hinaus helfe die Kirche dort auch Frauen, aus der sich im Umfeld der Minen entwickelnden Prostitution auszusteigen. „Neuanfänge für diese Menschen benötigen aber ein finanzielles Fundament und da können unsere Spenden helfen“, sagte Weihbischof König.

Abbé Charlemagne Sawadogo informierte im Pfarrheim von St. Ewaldi Aplerbeck über die Hilfen der Kirche für Kinder und Familien in Burkina Faso.pdpWie die Kirche mit Unterstützung des Hilfswerkes missio solche Neuanfänge ermöglicht, erläuterten Abbé Charlemagne und Cathrin Haak von missio-Aachen bei der anschließenden Information im Pfarrheim. Unter anderem sei der Aufbau einer Weberei und einer Näherei für Frauen geplant. „Die Kirche setzt hier auf Bildungsinitiativen und Selbsthilfeprojekte für Frauen und Mädchen“, erklärte Cathrin Haak. Geplant sei auch ein Ausbildungszentrum für Mechaniker, für die es in Burkina Faso gute Arbeitsmöglichkeiten gebe, ergänzte Abbé Charlemagne. Noch bis Freitag wird er in Dortmund über Burkina Faso informieren und sich auch mit Schülerinnen und Schülern der Katholischen Hauptschule Husen und des vom Erzbistum Paderborn getragenen Mallinckrodt-Gymnasiums sowie mit Eine-Welt-Gruppen treffen.

Die Kollekte zum Sonntag der Weltmission wird am 22. Oktober gehalten. Es ist die größte globale Solidaritätsaktion der Katholiken. Gläubige in rund 100 Ländern spenden dann für die Arbeit der etwa 1100 ärmsten Diözesen der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien.