Wärme und Arbeit für Menschen in Syrien

Erzbischof Hans-Josef Becker stellt 50.000 Euro aus dem Katastrophenfonds für Hilfe in Syrien zur Verfügung

Paderborn, 4. Oktober 2017. Der seit 2011 herrschende Bürgerkrieg in Syrien fordert nicht nur zahlreiche Todesopfer, sondern sorgt auch unter den Überlebenden durch die großen Zerstörungen für viel Leid und Not. Schwester Annie Demerjian RJM von den Schwestern Jesu und Mariens und ihre Mitschwestern helfen den Menschen vor Ort auch unter gefährlichen Bedingungen. Zur Unterstützung ihres Engagements stellt Erzbischof Hans-Josef Becker jetzt erneut 50.000 Euro aus dem Katastrophenfonds des Erzbistums Paderborn zur Verfügung. Gefördert werden Maßnahmen zur Winterunterstützung in Aleppo und eine Nähwerkstatt in Malloula bei Damaskus.      

In Aleppo versorgen Schwester Annie und ihre Mitschwestern schon seit vielen Monaten Familien mit Lebensmitteln, Kleidung und Strom. Die Mittel aus dem Katastrophenfonds, die Erzbischof Becker jetzt bereitstellt, werden zu einem Teil dazu dienen, den Menschen Heizdiesel für den kommenden Winter zu sichern. Zwar wird dieser derzeit von der Regierung zu niedrigen Preisen zur Verfügung gestellt, doch vielen Menschen fehlt das Einkommen, um sich die nötige Energie zu leisten und so warm durch die Wintermonate zu kommen.  

Ein weiterer Teil der Mittel kommt einer von Schwester Annie und ihren Mitschwestern eingerichteten Nähwerkstatt in Malloula nahe Damaskus zugute: Dreißig Frauen haben dort Arbeit gefunden. Seit zwei Monaten jedoch haben die Näherinnen keinen Rohstoff mehr. Mit den Mitteln aus dem Katastrophenfonds wird es ermöglicht, dass die Menschen in Malloula bleiben und weiter dort arbeiten können. Malloula ist ein durch die Urchristen geprägter christlicher Ort und somit ein Symbol für die christliche Präsenz in Syrien, bis er von der Al-Nusra-Front, einer dschihadistisch-salafistischen Organisation, besetzt wurde und viele Christen ermordet und vertrieben wurden. Viele der Menschen sind zwar mittlerweile zurückgekehrt, jedoch oftmals ohne Arbeit. Somit ist die Nähwerkstatt der Ordensschwestern ein Beitrag zum Wiederaufbau.  

Aus seinem Katastrophenfonds leistet das Erzbistum Paderborn immer wieder unbürokratisch Hilfe. Die Gelder fließen in der Regel entweder direkt an die Bistümer der betroffenen Gebiete, deren Arbeit von den Menschen vor Ort besonders gebraucht wird, oder an Hilfsorganisationen wie die Caritas. Bereits im November 2013 hatte das Erzbistum Paderborn aus seinem Katastrophenfonds 50.000 Euro für die Opfer des syrischen Bürgerkriegs zur Verfügung gestellt. Auch im September 2016 hat Erzbischof Hans-Josef Becker die Kongregation von Schwester Annie mit einer Summe von 30.000 Euro aus dem Katastrophenfonds unterstützt. Damals wurden auf Initiative der Ordensschwestern für 5.000 Mädchen und Jungen Anoraks für den Winter produziert.