Zeugnis geben für Christus in Wort und Tat

Erzbischof Hans-Josef Becker feiert Gottesdienst mit Päpstlichem Ritterorden

In einer Prozession über die Kolpingstraße zogen am Sonntag die Mitglieder des „Päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ in die Propsteikirche ein. Dort wurde der Abschlussgottesdienst der Herbstinvestitur des Ritterordens gefeiert.pdp Dortmund, 01. Oktober 2017. Zur Herbstinvestitur des „Päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ kamen von Freitag bis Sonntag mehr als 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Dortmund. Nach dem Investiturgottesdienst in der St. Reinoldi Kirche mit dem Großprior der Deutschen Statthalterei, dem Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, am Samstag, feierte am Sonntag der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker den Abschlussgottesdienst in der Propsteikirche.

Im Rahmen dieser Investitur wurden durch den deutschen Großprior des Ordens, Reinhard Kardinal Marx, und den deutschen Statthalter, Dr. Detlef Brümmer, 20 Kandidatinnen und Kandidaten neu in diesen Päpstlichen Ritterorden aufgenommen. Sie erhielten zur Aufnahme das Ordenskreuz und den Mantel. Ein beeindruckendes Bild bot am Sonntag auf dem Propsteihof die Statio, die Einstimmung auf den Gottesdienst. Dabei stellten sich die Damen und Herren des Ordens vor dem Einzug zu einer Andacht in ihrer Ordenskleidung auf, bevor sie in einer Prozession in die Kirche einzogen.

Erzbischof Hans-Josef Becker hielt die Predigt im Abschlussgottesdienst der Herbstinvestitur des „Päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ am Sonntag in der Propsteikirche in Dortmund.pdp „Wenn uns auch, gerade in unserer heutigen Zeit und Gesellschaft, das Zeugnis-Geben für Christus in Wort und Tat manchmal schwerfällt, sollen wir uns immer wieder mit Mut und Entschiedenheit dazu aufmachen“, betonte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt in der Propsteikirche. In einem christlichen Leben komme es ganz wesentlich darauf an, „dass unser Inneres von der Gegenwart Gottes erfüllt wird und dass sich diese Tatsache äußert in unserem Leben“. Es gehe darum, „der Menschenfreundlichkeit Gottes in unserem jeweiligen Lebenskontext Ausdruck zu geben“.

Dr. Klaus Weimer (links) aus der Komturei Dortmund ist einer von 20 Damen und Herren, die im Rahmen des Investiturgottesdienstes am Samstag in den Päpstlichen Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen wurden. Mit im Bild: Dr. Detlef Brümmer (Mitte), Statthalter der Deutschen Statthalterei und Dr. Michael Glaßmeyer, Leitender Komtur der Komturei St. Meinolfus Dortmund.pdp Dem haben sich die Angehörigen des Ritterordens in besonderer Weise verpflichtet. Ihre Aufgaben fasst der Statthalter der Deutschen Statthalterei, Dr. Detlef Brümmer, kurz mit „beten, pilgern, opfern“ zusammen. Der aus einer spätmittelalterlichen Pilgerbewegung entstandene Laienorden, dem auch Geistliche angehören, hat sich neben der Förderung der christlichen Lebensführung seiner Mitglieder vor allem die Sicherung der religiösen Heimat der Christen im Heiligen Land zur Aufgabe gemacht. In diesem Zusammenhang engagiert sich der Orden in vielfältiger Weise in Israel, Palästina und Jordanien und fördert dort Erziehung, Bildung und Ausbildung in Kindergärten, Schulen und Universitäten. Detlef Brümmer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Ritterorden keine politischen Ziele verfolge, sondern soziale Hilfe leiste für Krankenhäuser, Altenheime und für Menschen in Not sowie in jüngerer Zeit besonders auch für die zahllosen Flüchtlinge der Auseinandersetzungen in der Region des Heiligen Landes.