Ermutigendes Ringen um den Weg der Kirche

Diözesanes Forum in Unna mit positiver Bilanz

Mit dem Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn wurde ein Weg begonnen, der jetzt im Diözesanen Forum zu einer wichtigen Wegmarke gelangte. Über das Forum sprachen darüber im Abschlussplenum (v.l.): Moderatorin Jutta Loke, Prälat Thomas Dornseifer, Generalvikar Alfons Hardt, Erzbischof Hans-Josef Becker, Msgr. Dr. Michael Bredeck und Moderator Tom Hegermann.pdp/Thomas Throenle Paderborn / Unna, 30. September 2017. „Diese beiden Tage haben mich bereichert“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker im Abschlussgespräch des Diözesanen Forums in Unna. Drei Jahre nach der Veröffentlichung des Zukunftsbildes für das Erzbistum Paderborn waren 500 Haupt- und Ehrenamtliche zu Austausch und Diskussion über Erreichtes und Zukünftiges in der Stadthalle Unna zusammengekommen.  

Die von zahlreichen Beteiligten beschriebene positive und offene Atmosphäre der Beratungen wurde auch von Erzbischof Becker so erlebt. „Es gab eine erfrischende Fröhlichkeit und ein ehrliches Ringen um den Weg“, resümierte der Paderborner Erzbischof. Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Projektes Bistumsentwicklung, bezeichnete das Diözesane Forum als einen „Meilenstein“ auf dem Weg der Bistumsentwicklung. Eine Herausforderung sei es nun, diese Begeisterung auch in die Gemeinden zu tragen, meinte Prälat Thomas Dornseifer, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat.  

Die Moderatoren Jutta Loke und Tom Hegermann stellten die kreativ dokumentierten Ergebnisse aus den Workshops im Plenum vorpdp/Thomas Throenle Im Abschlussgespräch mit den Moderatoren Jutta Loke und Tom Hegermann ging  Erzbischof Becker noch einmal genauer auf bereits am Freitag angekündigte Veränderungen ein. So werde es ab dem 1. Advent eine verbindliche Orientierung für Wortgottesfeiern mit Kommunionausteilung am Sonntag geben. Dabei solle eine Verbundenheit der Wortgottesfeier ohne Priester vor Ort mit der Eucharistiefeier erkennbar sein. Nicht sinnvoll sei es aber, wenn am gleichen Tag in derselben Kirche sowohl eine Eucharistiefeier als auch eine Wortgottesfeier angeboten werde, machte Erzbischof Becker in einem Beispiel deutlich.  

Teilnehmer und Thementräger des Forums schilderten ihre Eindrücke und Erfahrungen von der Veranstaltung und ihrer Atmosphäre.pdp/Thomas Throenle Zur Ankündigung, Pfarrer künftig auch durch hauptamtliche Verwaltungsleiter zu entlasten, sagte Generalvikar Alfons Hardt, der Priester sei beispielsweise nicht dazu da, den Klempner zu bestellen. „Wir werden die Priester weitgehend von solchen Aufgaben freistellen“, sagte Hardt.   Vor zahlreichen kunstvoll gestalteten Plakaten stellten Teilnehmer und einzelne sogenannte „Thementräger“ auf der Bühne Erkenntnisse zu den zahlreichen beratenen Themen des Diözesanen Forums vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Regionen des Erzbistums Paderborn hatten während der beiden Tage in insgesamt 24 Workshops, auf dem „Marktplatz“ und im Plenum intensiv an den Zukunftsfragen für das Erzbistum gearbeitet.

Die 500 Forumsteilnehmerinnen und -teilnehmer verfolgten mit großem Interesse das Abschlussplenum.pdp/Thomas Throenle In den Workshops ging es dabei unter anderem um Fragen der Organisationsentwicklung, der Kommunikation, der Jugendarbeit sowie um Frauen in der Kirche, pastorale Projekte, Wachstumsprozesse in den Gemeinden und vieles andere mehr. Mit Blick auf die Beratungen und den eingeschlagenen Weg der Bistumsentwicklung könne man das Erzbistum Paderborn als „lernende Organisation“ bezeichnen, meinte die Moderatorin Jutta Loke.  

Zum Schluss erteilte Erzbischof Hans-Josef Becker den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Segen und sandte sie auf den Weg für die weitere Entwicklung der Kirche im Erzbistum Paderborn. Dazu bekamen sie ein „Kraftpaket“ mit auf den Weg. Neben physischer Energie in Form von Müsliriegeln enthielt dies auch zahlreiche geistliche Energieimpulse für den weiteren Weg.  

Das nächste Diözesane Forum ist für das Jahr 2020 geplant.