Danken für die Gaben der Schöpfung

Dompropst Monsignore Joachim Göbel nimmt Erntekrone für Paderborner Dom entgegen

Landfrauen vom Stadtverband Salzkotten haben im Hohen Dom zu Paderborn eine Erntekrone aufgestellt, wofür Ihnen Dompropst Monsignore Joachim Göbel dankte. V.l.n.r.: Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Kornelia Wegener, Andrea Lenzmeier, Barbara Stöver, Wilma Nolte, Cordula Syring und Doris Altemeier.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 28. September 2017. Für die Frauen des Kreislandfrauenverbandes Paderborn-Büren ist es mittlerweile eine bewährte Tradition: Bereits zum dreizehnten Mal schmücken sie den Altarraum des Hohen Domes zu Paderborn anlässlich des Erntedankfestes mit einer Erntekrone und Früchten aus heimischen Gärten und Feldern. Dompropst Monsignore Joachim Göbel dankte den Frauen am Donnerstag für ihr ehrenamtliches Engagement. „Die aus Getreidegarben kunstvoll gefertigte Erntekrone, die vielfältigen Früchte und das Obst erinnern in den kommenden Tagen die Besucher des Paderborner Domes daran, dass alle guten Gaben von Gott kommen. Erntedank macht uns bewusst, dass wir beschenkt sind, reich beschenkt durch die Gaben Gottes“, so Dompropst Göbel.      

Die im Paderborner Dom aufgestellte Erntekrone lade dazu ein, Gott für die Fülle seiner Schöpfung zu danken, sagte Dompropst Göbel. „Gott ist es, der uns die Ernte schenkt. Wir Menschen dürfen mit unserer Arbeitskraft mithelfen, dass die Erde reiche Frucht bringt.“ Die Erntekrone im Paderborner Dom präsentiere eindrucksvoll die Schönheit dessen, was Menschen anvertraut sei. „Die Erntekrone erfreut uns in den Gottesdiensten der kommenden Tage ebenso wie die zahlreichen Besucher des Paderborner Domes.“ Er danke den Landfrauen für die wunderbare Komposition und die Freude im Umgang mit der Schöpfung.  

Landfrauen des Stadtverbandes Salzkotten haben in diesem Jahr die Erntekrone für den Paderborner Dom hergestellt. Kornelia Wegener, Andrea Lenzmeier, Barbara Stöver, Wilma Nolte, Cordula Syring und Doris Altemeier stellten die Krone auf und schmückten den Altarraum mit Früchten aus Gärten und Feldern. Kornelia Wegener, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Paderborn-Büren, nannte es eine gute Tradition, die Bischofskirche zum Erntedankfest zu schmücken und so für die guten Gaben der Schöpfung zu danken.  

Nach dem Aufstellen der Erntekrone beteten Dompropst Monsignore Göbel und die Landfrauen: „Herr, du Schöpfer der Welt, wir feiern einen Tag des Dankens. Wir freuen uns über die Früchte der Erde, über die Kartoffeln, das Getreide und den Mais, über Tomaten und Äpfel, über Pfirsiche und den Kürbis, über all das, was du uns gibst. Wir danken den Menschen, die das Jahr über dafür gearbeitet haben. Erntedank, das heißt auch, die eigene Ernte des Lebens einfahren, dankbar sein für das, was mir geschenkt wurde, was durch andere Menschen gewachsen ist, ohne mein Zutun, mit deinem Segen.“      

Stichwort: Erntedank  

Die katholische Kirche im deutschsprachigen Raum feiert Erntedank am 1. Sonntag im Oktober. Es ist in vielen Gegenden üblich, den Altar mit Erntegaben zu schmücken oder diese im Verlauf der Heiligen Messe zum Altar zu bringen. In manchen Gemeinden werden die Erntegaben auch gesegnet. Oft ist der Gottesdienst mit einer Solidaritätsaktion zugunsten hungernder Menschen verbunden. Einen einheitlichen Termin für das Erntedankfest gibt es in der Weltkirche nicht, weil die Ernte je nach Klimazone und Breitengrad zu unterschiedlichen Zeiten stattfindet.