Im Monat der Weltmission ein Zeichen der Hoffnung

Bistumsweite Eröffnung am 8. Oktober in St. Ewaldi in Dortmund

Paderborn, 15. September 2017. Der Monat der Weltmission und damit der Sonntag der Weltmission am 22. Oktober 2017 haben im Erzbistum Paderborn eine gute Tradition: In dieser Zeit steht die größte weltumspannende Solidaritätsaktion der Katholiken im besonderen Fokus. Das Erzbistum Paderborn lädt gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio unter dem Leitwort „Du führst mich hinaus ins Weite“ zur aktiven Teilnahme ein. Am 22. Oktober 2017 wird in über 100 Ländern die Kollekte zum Sonntag der Weltmission gehalten, die für die Arbeit der 1.100 ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien bestimmt ist. 2016 sammelte das Erzbistum Paderborn für diese Kollekte 286.668 Euro, die weltweit rund 87 Millionen Euro erbrachte.      

Die diözesane Eröffnung des Sonntags der Weltmission findet jedes Jahr in einem anderen Dekanat statt, 2017 im Dekanat Dortmund. Zum Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof Matthias König und Pfarrer Ludger Hojenski am Sonntag, 8. Oktober 2017 um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Ewaldi in Dortmund-Aplerbeck, sind alle Interessierten ganz herzlich einladen ebenso zum anschließenden weltkirchlichen Fest. Pfarrei St. Ewaldi, Dortmund-Aplerbeck, Egbertstraße 15.  

Weihbischof Matthias König feiert zur bistumsweiten Eröffnung einen feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ewaldi in Dortmund am 8. Oktober 2017.pdp„Ich freue mich sehr, wie großzügig die Gläubigen im Erzbistum Paderborn mit ihrem Beitrag zum Sonntag der Weltmission weltkirchliche Solidarität lebt. Diese Verbundenheit im Gebet und in der finanziellen Unterstützung hilft der Ortskirche in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien ungemein dabei, in ihren oft von Gewalt, sozialer Ungleichheit und Armut geprägten Gesellschaften ein Zeichen der Hoffnung zu sein“, sagte Weihbischof Matthias König. „Ich bitte die Gläubigen, auch in diesem Jahr für die Kirche in Burkina Faso ein Zeichen dieser Hoffnung zu setzen“, so der Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission.  

In diesem Jahr steht die Kirche in Burkina Faso im Mittelpunkt des Sonntags der Weltmission. Im Erzbistum Paderborn berichtet Abbé Charlemagne Sawadogo aus seinem Heimatland und wie die Hilfe der Kollekte zum Sonntag der Weltmission wirkt. Er wird vom 07. bis 13. Oktober im Erzbistum Paderborn zu Gast sein. Abbé Charlemagne Sawadogo setzt sich für Kinder und Jugendliche ein, die in illegalen Goldminen leben und arbeiten. Er kümmert sich als Jugend- und Kinderseelsorger um sie, wirbt für den Schulbesuch und plant die Errichtung von drei „Zentren der Begleitung“ in der Nähe der drei größten illegalen Goldminen mit Versammlungs- und Unterrichtsräumen sowie einer Erste Hilfestation und einem Gebetsraum. So verwirklicht er, was Papst Franziskus von der katholischen Kirche fordert: Eine Kirche der Armen und für die Armen zu sein.      

Grundinformation Burkina Faso  

Die Menschen in Burkina Faso haben ihrem Land den Namen „Land der aufrechten Menschen“ gegeben. Sie sind stolz auf ihre friedliche Revolution und ihre politische Tradition, auf das gute Miteinander von Christen (23 Prozent, in der Mehrheit Katholiken) und Muslimen (60 Prozent), auf die ethnische Vielfalt. Doch Burkina Faso ist auch eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Klimaveränderungen und Dürreperioden treffen besonders die in der Sahelzone liegenden Landesteile hart. Bleibt der Regen aus, müssen die Menschen hungern. Mangels alternativer Einkommensquellen versuchen viele ihr Glück bei der Goldsuche.      

Leitwort des Monats der Weltmission 2017pdpSonntag der Weltmission in 100 Worten  

Der Sonntag der Weltmission findet weltweit am vorletzten, in Deutschland am vierten Sonntag im Oktober statt und wird von den Päpstlichen Missionswerken ausgerichtet.   Die Kollekte zum Sonntag der Weltmission ist die größte globale Solidaritätsaktion der Katholiken. Gläubige in rund 100 Ländern spenden dann für die Arbeit der etwa 1.100 ärmsten Diözesen der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Diese Diözesen finanzieren daraus ihre Ausbildung, Seelsorge und Infrastruktur mit.   In Deutschland veranstalten die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und München den Sonntag der Weltmission. 2016 sammelte missio Aachen für diese Kollekte rund 3,97 Millionen Euro.      

missio Aachen  

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Im vergangenen Jahr wurden etwa 1.257 Projekte seiner Partner mit circa 49,4 Millionen Euro finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.