Orte der Gottesbegegnung

Montagsakademie der Theologischen Fakultät Paderborn steht zum Doppeljubiläum von Bartholomäuskapelle und Imad-Dom unter dem Thema „Gott begegnen an heiligen Orten“

Die Montagsakademie der Theologischen Fakultät beschäftigt sich im Wintersemester 2017/2018 mit Orten der Gottesbegegnung.Foto: ThF-PB Paderborn, 8. September 2017. Immer wieder montags um 18 Uhr werden auch in diesem Wintersemester viele Interessierte das Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn zur Montagsakademie füllen. Die seit vielen Jahren beliebte Vorlesungsreihe steht diesmal ganz im Zeichen des Doppeljubiläums zweier bedeutender Sakralbauten, das im Erzbistum Paderborn gefeiert wird: 1.000 Jahre Bartholomäuskapelle und 950 Jahre Imad-Dom in Paderborn. Aus diesem Anlass beschäftigt sich die Montagsakademie in diesem Wintersemester in fünfzehn Vorträgen mit dem Thema „Gott begegnen an heiligen Orten“. Als prominenter Gastdozent kommt am 23. Oktober der Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann nach Paderborn.      

Die Montagsakademie der Theologischen Fakultät bietet allen interessierten Hörerinnen und Hörern jeden Montagabend im Wintersemester die Möglichkeit, theologische Vorträge öffentlich und kostenlos zu besuchen – und so Hörsaal-Luft zu schnuppern, ohne als Student eingeschrieben zu sein. Referenten sind sowohl Professorinnen und Professoren der Theologischen Fakultät als auch Gastdozenten.  

Das diesjährige Thema der Montagsakademie greift das Doppeljubiläum von Bartholomäuskapelle und Imad-Dom auf, das 2017 und 2018 unter dem Leitwort „behütet und bedacht“ im Erzbistum Paderborn gefeiert wird. „Mit dem Thema ‚Gott begegnen an heiligen Orten‘ möchten wir einen wissenschaftlichen Beitrag zu den Jubiläen leisten“, erklärt Professor Dr. Stefan Kopp. Er leitet die Montagsakademie und ist Lehrstuhlinhaber für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn.  

Das Programm der Montagsakademie sieht eine vielfältige wissenschaftliche Beschäftigung mit Orten der Gottesbegegnung vor. Philosophische Betrachtungen darüber, wie ein Ort sich überhaupt definiert, bilden am 16. Oktober den Auftakt der Reihe. Auch Überlegungen zur Kategorie der „Sakralität“, zum „Alltag als Ort der Gotteserfahrung“, zur „Seele als Ort der Gottesbegegnung“ oder über die „Rolle der Religion in der modernen Gesellschaft“ finden sich im Angebot wieder. Eine historische Ausrichtung haben Veranstaltungen zum „mittelalterlichen Lettner des Paderborner Domes“, zu „‘Heiligen Orten‘ in kostbaren Manuskripten der Meinwerkzeit“ und zur „Memorialbaukultur im Mittelalter“. Die Umgestaltung von Sakralräumen aus kirchenrechtlicher Perspektive und ein Gespräch über die (Ent-)Sakralisierung von Räumen in Christentum und Islam werden ebenfalls behandelt. Eine interkonfessionelle Perspektive hat auch der Vortrag über die „Kontinuität von Ortstraditionen in Judentum, Christentum und Islam“.  

Der Bischof von Würzburg, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann wird in seinem Vortrag „Kirche und Kunst“ thematisieren und dabei ein „Plädoyer für eine kunstoffene Kirche“ halten. Die Frage, ob Künstler Orte schaffen können, wird in einem Gespräch mit dem Künstler Norbert Radermacher thematisiert. Über „transzendente Räume“ spricht Professor Diplom-Ingenieur Johannes Schilling aus Köln: Er hat schon vielfach mit seinem Architekturbüro Projekte für das Erzbistum Paderborn realisiert, zuletzt beispielsweise die „Kirche der Annäherung“ in Hardehausen. Am letzten Termin der Montagsakademie wird ihr Leiter Prof. Dr. Stefan Kopp über „Die Stadt als heiliger Ort“ sprechen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.        

Programmflyer der Montagsakademie 2017/2018 mit genauer Terminübersicht