Ausgezeichnet: Sozialethischer Dialog in Europa

Prälat Dr. Peter Klasvogt erhält für die „Sozialakademie“ der Kommende in Dortmund den Konstanzer Konzilspreis 2017

Prälat Dr. Peter Klasvogt nimmt am 5. November den Konstanzer Konzilspreis entgegen.Foto: pdpPaderborn, 7. September 2017. Über eine besondere Auszeichnung kann sich Prälat Dr. Peter Klasvogt stellvertretend für die von ihm geleitete St. Klemens-Kommende in Dortmund, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, freuen: Er nimmt am 5. November 2017 den Konstanzer Konzilspreis entgegen. Damit wird er für die von der Kommende durchgeführte Sozialakademie „Europa eine Seele geben“ geehrt. Diese bringt seit zehn Jahren junge Seminaristen aus Mittel- und Osteuropa zusammen und fördert so unter sozialethischer Perspektive einen europäischen Dialog über Grenzen hinweg. Aus der Sozialakademie der vom Erzbistum Paderborn getragenen Einrichtung ist zudem die Jugendbewegung „socioMovens“ erwachsen.      

Zielsetzung der Sozialakademie ist es, die Seminaristen der ost- und mitteleuropäischen Ortskirchen angesichts der politischen und sozialen Umbrüche in ihren Ländern für die gesellschaftliche Verantwortung der Kirche zu sensibilisieren. Nach Abschluss der Sozialakademie begleitet die Kommende die Absolventen in regelmäßigen Alumni-Treffen weiter. So ist ein internationales Netzwerk entstanden, das sich für die soziale Gestaltung eines vereinigten Europas engagieren.              

Für diese seit zehn Jahren erfolgreiche Initiative ist der Konstanzer Konzilspreis nun der Lohn. Die Auszeichnung wird seit 2015 alle zwei Jahre an eine Persönlichkeit, eine Institution oder Projektinitiative vergeben, die sich für ein Europa der Begegnungen einsetzt. Der erste Preisträger war 2015 der Schweizer Regisseur, Theaterautor, Journalist und Essayist Milo Rau. Ein Kuratorium hat den Preis 2014 initiiert. Es benennt jeweils einen sogenannten Paten, der dann den jeweiligen Preisträger vorschlägt und für ihn „bürgt“. In diesem Jahr wurde als Pate der Erzbischof von München und Freising, Erzbischof Dr. Reinhard Kardinal Marx benannt, der von 1996 bis 2002 Weihbischof in Paderborn und selber früher Leiter der Kommende in Dortmund war. In dem Wissen um das sozialethische Engagement seines Nachfolgers in der Leitung der Kommende schlug Kardinal Marx Prälat Dr. Klasvogt als Preisträger vor. „Es ist ein schönes Zeichen, dass Kardinal Marx hier an uns gedacht hat und unsere Arbeit dadurch mit einem solchen Preis gewürdigt wird“, freut sich Prälat Dr. Klasvogt.  

Die Preisverleihung findet am 5. November 2017 um 18 Uhr im Konstanzer Konzilsgebäude statt – und damit an historischer Stätte: Am 11. November 1417 wurde hier mit der Wahl von Papst Martin V. das Abendländische Schisma beendet. Mit dem Konstanzer Konzilspreis wird die Idee fortgeführt, die Stadt Konstanz erneut als einen Ort für den Dialog über Europa zu etablieren.