Mit einer Mission in allen Teilen der Welt

Weltkirche wird für junge „Missionare auf Zeit“ lebendig

Bisher haben 928 junge Menschen am Programm „Missionare auf Zeit“ teilgenommen. Bestandteil ist auch eine intensive Vorbereitung auf den Einsatz in der Einen Welt.pdp / klaukePaderborn, 5. September 2017. Von A wie Argentinien bis S wie Südafrika: In 14 verschiedene Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika reisen junge Menschen aus dem Erzbistum Paderborn als Missionare und Missionarinnen auf Zeit (MAZ). Nach einer Vorbereitungszeit über mehrere Monate trafen sich die jungen Frauen und Männer in kleinen Gruppen zu Aussendungsgesprächen mit Weihbischof Matthias König, der als Bischofsvikar für die Weltkirche sehr an den Erfahrungen der jungen Menschen interessiert ist. Das Erzbistum Paderborn unterstützt sein 1988 das Programm Missionare auf Zeit. Mittlerweile haben 928 junge Menschen daran teilgenommen und waren für ein Jahr in der Einen Welt. Jährlich nehmen 30 bis 70 junge Menschen daran teil, im Jahr 2017 sind es 37.      

Das Erzbistum Paderborn unterstützt die Entsendeorganisationen der jungen Missionare auf Zeit, zu denen verschiedene Ordensgemeinschaften wie beispielsweise die Franziskanerinnen von Salzkotten, die Steyler Missionare, die Schwestern der Hl. Maria Magdalena Postel in Bestwig, die Schwestern vom kostbaren Blut und andere gehören. Im Erzbistum Paderborn entsendet der mundus Eine Welt e. V. im Kontext von Partnerschaften von Verbänden und Pfarrgemeinden.  

Viele der jungen Missionare auf Zeit, die jetzt zu ihrem Auslandsaufenthalt ausreisen, haben im Sommer Abitur gemacht und wollen vor Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung die Welt aus einer anderen Perspektive sehen. In den letzten Jahren ist die Zahl derjenigen gestiegen, die nach einer Ausbildung oder nach einem ersten Studienabschluss das Jahr als Missionarin oder Missionar auf Zeit als Unterbrechung nutzen. Ulrich Klauke, Leiter des Referates Weltmission, Entwicklung und Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, begrüßt diese Entwicklung: „Es ist eine große Chance mit den Erfahrungen einer Ausbildung oder eines Studiums in den sozialen Projekten der Kirche mitzuarbeiten. Oft ergeben sich aus einem solchen Jahr auch noch andere Perspektiven auf den beruflichen oder persönlichen Lebensweg.“ Zahlreiche der MAZ-Rückkehrer engagieren sich anschließend in der Partnerschaftsarbeit für mehr internationale Gerechtigkeit.  

Libori ist ein fester Treffpunkt für Missionarinnen und Missionare auf Zeit. Im Jahr 2017 nehmen 37 junge Menschen daran teil.pdp / klaukeDer Einsatz als Freiwilliger in der Einen Welt braucht eine gute Vorbereitung, um sich auf die andere Kultur, die fremde Sprache, die ungewohnten Lebensbedingungen einlassen zu können. Daher beginnt bei den meisten Entsendeorganisationen jetzt die Bewerbungszeit für die nächste Ausreise im Sommer 2018.  

Das Referat Weltmission, Entwicklung und Frieden hilft Interessenten bei der Suche nach einer geeigneten Entsendeorganisation. Hierzu ist einmal im Monat ein offener Treffpunkt für Rückkehrer und Interessenten. Jeden ersten Donnerstag im Monat gibt es in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde Paderborn um 18 Uhr die Möglichkeit, mehr zu den Rahmenbedingungen des MaZ-Einsatzes zu erfahren, Tipps bei der Suche nach Entsendeorganisationen zu bekommen oder einfach Erfahrungen von den Rückkehrern zu hören. Der nächste Infotreff ist am Donnerstag, 7. September 2017 um 18 Uhr, in der Gesellenhausgasse 3 in Paderborn.  

Informationen im Referat Weltmission, Entwicklung, Frieden, Ulrich Klauke, Tel.: 05251 125 1230, E-Mail: ulrich.klauke@erzbistum-paderborn.de