„So weit Himmel und Erde ist“

Ökumenischer Gottesdienst zum Schöpfungstag im GlaubensGarten auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe am 9. September 2017

„So weit Himmel und Erde ist“ (Ps 148,13, Lutherübersetzung) lautet das Motto des diesjährigen ökumenischen Schöpfungstages, der am 9. September 2017 im GlaubensGarten der Landesgartenschau in Bad Lippspringe gefeiert wird.ACK in DeutschlandPaderborn, 24. August 2017. Seit 2010 begeht die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland den ökumenischen Tag der Schöpfung, in diesem Jahr unter dem Leitwort „So weit Himmel und Erde ist“ (Ps 148,13, Lutherübersetzung). Auch im Erzbistum Paderborn wird dieser Schöpfungstag am 9. September 2017 gefeiert, und zwar an besonderer Stätte: im GlaubensGarten der Landesgartenschau in Bad Lippspringe, der bundesweit umfassendsten interreligiösen Präsenz, die je auf einer Landesgartenschau verwirklicht wurde. Der Schöpfungstag startet in Bad Lippspringe ab 14.30 Uhr mit einem Rahmenprogramm. Um 17 Uhr wird er mit einem feierlichen Ökumenischen Gottesdienst abgeschlossen. Die westfälische Pfarrerin Annette Muhr-Nelson, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen, wird die Predigt halten.      

Der Ökumenische Gottesdienst, der auf der Adlerwiese auf dem Landesgartenschaugelände stattfindet, wird gemeinsam von den im GlaubensGarten vertretenen christlichen Kirchen und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen und in Paderborn veranstaltet. Seit 2010 wird dieser Tag in Deutschland gefeiert, sowohl bundesweit mit einer zentralen Feier – dieses Jahr am 1. September in Lübeck – als auch in den einzelnen Gemeinden vor Ort. Diese haben bis Anfang Oktober die Gelegenheit, den Schöpfungstag zu begehen und dadurch das Lob des Schöpfers auszudrücken, jedoch auch die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung sowie konkrete Schritte zu ihrem Schutz in den Fokus zu nehmen.   

Das diesjährige Motto des Schöpfungstages, „So weit Himmel und Erde ist“ (Ps 148,13, Lutherübersetzung), erinnert an die Größe von Gottes Schöpfung und zeigt: Die große Gnade Gottes lässt dessen Schöpfung und damit auch den sündigen Menschen nicht zugrunde gehen. Auch der Schöpfungstag auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe steht am 9. September ganz unter diesem Motto.  

Das Rahmenprogramm beginnt um 14.30 Uhr mit Grußworten und einer Einstimmung. Ab 15 Uhr ist Gelegenheit, sich an den verschiedenen Ständen über Initiativen und Projekte zu informieren: Der Eine-Welt-Kreis Schlangen, das Projekt Faire Gemeinde, der Grüne Hahn (Umweltmanagement für Kirchengemeinden), die ACK NRW und Paderborn und der Ökumenische Treff Bad Lippspringe werden mit Mitarbeitern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Kinderschminken und eine Button-Maschine sorgen für Kurzweil unter den kleinen Gästen. Ab 16 Uhr beginnt unter Begleitung des Gospelchors der Neuapostolischen Kirche eine Prozession zur Adlerwiese, wo bis zum Beginn des Ökumenischen Gottesdienstes in einem Offenen Singen dem Lobpreis der Schöpfung musikalischer Ausdruck verliehen werden kann. Der Gottesdienst um 17 Uhr, bei dem Pfarrerin Annette Muhr-Nelson, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Nordrhein-Westfalen (ACK NRW), predigen wird, bildet den Schlusshöhepunkt des Schöpfungstages im GlaubensGarten auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe. Im Rahmen des Gottesdienstes werden auch die Siegerbeiträge eines Malwettbewerbs ausgezeichnet, der begleitend zum Schöpfungstag in den Kindertagesstätten und Grundschulen in Bad Lippspringe stattgefunden hat.      

Hintergrund: Der GlaubensGarten auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe  
Der GlaubensGarten im Kaiser Karls Park wurde von den sieben beteiligten Religionsgemeinschaften mit sieben Gärten gestaltet: Christen, Bahá’i, Hindus, Buddhisten, Muslime, Sikh und Juden haben hier einen Ort geschaffen, der die Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen ermöglicht und in dem Landesgartenschau-Besucher sich über die verschiedenen Religionen informieren können. Im christlichen Garten, der von katholischer, evangelischer, neuapostolischer und syrisch-orthodoxer Kirche von Antiochien gestaltet wurde, rückt durch ein Becken mit sprudelndem Wasser die gemeinsame Taufe ins Zentrum. Das Becken befindet sich auf einem viereckigen Holztisch, der an das Abendmahl erinnert. Gleichzeitig symbolisieren die vier Seiten die vier beteiligten christlichen Konfessionen, die verschieden und doch miteinander verbunden sind.