„Unsere Freundschaft mit Gott feiern”

Weihbischof Matthias König feiert am letzten Tag des Libori-Festes Pontifikalamt mit Familien

Weihbischof Matthias König während der Predigt Weihischof Matthias König erläuterte in seiner Predigt, wie unsere Freundschaft mit Gott Stück für Stück wachsen könne.pdp - Christiane Christiansen Paderborn, 30. Juli 2017. Weihbischof Matthias König hat am Sonntag das Libori-Pontifikalamt mit den Familien im Hohen Dom zu Paderborn gefeiert. Thematisch griff der Gottesdienst das diesjährige Leitwort des Libori-Festes auf: „Freundschaft ist heilig”. Ein Team aus der Gemeinde St. Joseph in Marienloh hatte den Gottesdienst vorbereitet und gestaltete ihn mit.

Als Auftakt zur Predigt wurde eine Geschichte aus „Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry vorgelesen und von Kindern der Gemeinde St. Joseph Marienloh pantomimisch untermalt. Darin begegnet der kleine Prinz einem Fuchs und sie schließen Freundschaft, indem sie sich miteinander vertraut machen. Diesen Gedanken griff Weihbischof Matthias König in seiner Predigt auf: Freundschaft schließen bedeute, sich miteinander vertraut zu machen. Dies bedeute auch ein Wagnis, zum Beispiel erzähle man etwas von sich und vertraue darauf, dass es beim anderen gut aufgehoben ist. Ist der andere dieses Vertrauens würdig, so wachse Stück für Stück eine tragfähige und langlebige Freundschaft.

Priester um Altar versammelt Konzelebrierten im Pontifikalamt mit den Familien am letzten Tag des Libori-Festes (v.l.n.r.): Pfarrer Markus Röttger, Vikar Pascal Obermeier, Weihbischof Matthias König, Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer und Spiritual Andrija Miličević.pdp / Christiane Christiansen Was für Freundschaften unter Menschen gelte, gelte auch für unsere Freundschaft mit Gott. Zu spüren „Gott ist da” sei ein Gedanke, der eine tiefe innere Ruhe und Sicherheit gebe. Gott biete uns seine Freundschaft an und es sei an uns, darauf zu antworten, etwa durch das Gebet, sei dies ein „Danke” für etwas Schönes oder eine Bitte um Hilfe. Auch die Feier Gottes lasse unsere Freundschaft mit Gott wachsen. Gott möchte uns durch seinen Sohn Jesus Christus stark machen, und die Freundschaft mit uns sei ihm so wichtig, dass er uns in der Eucharistie sich selbst in unsere Hände gebe.

Frau zeigt rote Armbänder mit Schrift Nach dem Gottesdienst wurden am Ausgang für Groß und Klein Freundschafts-armbänder verteilt mit der Aufschrift „Libori – Freundschaft ist heilig – L’Amitié est sacrée”.pdp / Christiane Christiansen Dass die Freundschaft mit Gott uns auch untereinander verbindet, haben wir in den ersten Liboritagen erlebt, als Bischöfe aus der ganzen Welt, aus Afrika, Indien und Lateinamerika zu uns nach Paderborn kamen. Das sei das Starke am Liborifest: Dass jedes Jahr für unsere Gäste und uns selbst deutlich wird, dass Freundschaft heilig ist. Nun komme der Alltag wieder und damit eine Zeit, in der sich die Freundschaft bewähren müsse. Man gehe äußerlich auseinander, aber im Herzen bleibe man verbunden.

Bei dem Gottesdienst konzelebrierten Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer, Vikar Pascal Obermeier, Pfarrer Markus Röttger vom Familienbund der Katholiken im Erzbistum Paderborn e.V. sowie Andrija Miličević, der Spiritual des Priesterseminars in Zagreb, der zur Zeit mit sieben Seminaristen in Paderborn weilt. Die musikalische Gestaltung übernahm die Band „Praise” aus Neuenbeken.

Gruppenbild mit Weihbischof König Gruppenbild nach dem Pontifikalamt mit Weihbischof König: Messdienerinnen und Messdiener sowie Kommunionkinder aus der Gemeinde St. Joseph in Marienloh wirkten im Gottesdienst mit.pdp - Christiane Christiansen