„Gott hat Freude daran, wenn sich Menschen freuen“

Erzbischof Hans-Josef Becker feiert als Träger des „Goldenen Karussellpferdes 2017“ die Heilige Messe mit den Schaustellern

„Kirmes und Markt gehören untrennbar zu Libori“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt.Foto: pdp/Maria AßhauerPaderborn, 28. Juli 2017. Traditionell kommen am Freitagmorgen der Libori-Woche die Schausteller zum gemeinsamen Gottesdienst in der Kapelle am Libori-Berg zusammen. In diesem Jahr feierte Erzbischof Hans-Josef Becker die Heilige Messe mit den rund 50 Gläubigen: Der Paderborner Oberhirte, der in seiner fast vierzehnjährigen Amtszeit als Erzbischof viele Liborifeste mitgeprägt hat, wurde im März 2017 von der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW für seine Verdienste um das „Kulturgut Volksfest“ mit dem „Goldenen Karussellpferd“ ausgezeichnet.      

Erzbischof Becker begrüßte neben den Schaustellern auch Pfarrer Sascha Ellinghaus, Priester des Erzbistums Paderborn und Leiter der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge Deutschland, zum Gottesdienst.  

Viele Besucher des Liborifestes kämen auch von weit her, um gemeinsam zu feiern, sagte Erzbischof Becker in seiner Predigt. „Auch bei Ihnen, bei den Schaustellern, wird es so etwas geben: dass man sich über das Wiedersehen freut, wenn man sich zu Libori in Paderborn untereinander trifft und begegnet“, so der Paderborner Erzbischof.  

Kirmes und Markt würden untrennbar zum Liborifest und zur Freude der vielen Menschen dazugehören. „Ich möchte Ihnen dafür ein herzliches Wort des Dankes sagen, weil Sie mit Ihren Fahrgeschäften und Ständen den Besuchern der Kirmes diese Freude erst ermöglichen“, sagte Erzbischof Becker zu den Schaustellern.  

Die Libori-Kapelle auf dem Kirmesgelände war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Erzbischof Hans-Josef Becker mit den Schaustellern die Heilige Messe feierte.Foto: pdp/Maria AßhauerLibori sei keine „normale“ Kirmes: Nicht bei jedem Jahrmarkt sei es selbstverständlich, dass sich die Schausteller zur gemeinsamen Feier der Heiligen Messe treffen würden. „Libori ist ein Fest, bei dem auf ganz spezielle Weise weltliche und kirchliche Feiern miteinander verbunden und aufeinander bezogen sind. Diese Verbindung von Kirche und Kirmes ist nichts Künstliches, sondern sie ist über die Jahrhunderte gewachsen und weiter lebendig. Kirche und Kirmes gehören beim Libori-Fest zusammen. Gott hat Freude daran, wenn sich Menschen freuen, Beziehungen und Freundschaften pflegen“, erklärte der Paderborner Oberhirte.  

Viele Menschen würden jedoch nicht nur die Kirmes, vielmehr auch den Hohen Dom und den Schrein mit den Reliquien des heiligen Liborius besuchen. „Das zeigt uns: Diesen Menschen bedeutet die Freundschaft mit Gott etwas. Sie ist sein Geschenk an uns, das wir annehmen und aus dem wir Kraft für unser Leben schöpfen dürfen“, so Erzbischof Becker. Die Libori-Tage seien von ihrem Ursprung her Wallfahrtstage zur Stärkung des Glaubens und zur Bitte in den zahlreichen Anliegen, die die Pilgerinnen und Pilger am Grab des heiligen Liborius dem Herrn vortragen. Mit Blick auf das diesjährige Libori-Leitwort „Freundschaft ist heilig“ sagte Erzbischof Hans-Josef Becker zum Abschluss seiner Predigt: „Ich wünsche uns allen, dass wir an diesen Libori-Tagen in der Freundschaft wachsen – zu Gott und zueinander.“