Die eigene Freundschaftsgeschichte mit Gott weitergeben

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB feiert Libori-Pontifikalamt mit der älteren Generation

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB feierte am Libori-Donnerstag das Pontifikalamt mit der älteren Generation. Der Hohe Dom war traditionell bis auf den letzten Platz besetzt.Foto: pdp/Maria Aßhauer Paderborn, 27. Juli 2017. „Erzählen Sie von dem, was Ihnen an Ihrer Freundschaft mit Gott heilig ist“, lud Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB im Pontifikalamt mit der älteren Generation am Donnerstag des Libori-Festes im Hohen Dom ein. Seit rund 30 Jahren wird dieser Gottesdienst zu Libori musikalisch von den Sängern der Polizeichöre Ostwestfalen-Lippe aus Bielefeld, Detmold und Paderborn gestaltet. In diesem Jahr erhielten die Sänger unter der Gesamtleitung von Melanie Howard-Friedland Verstärkung vom Greater Manchester Police Male Voice Choir aus Bolton bei Manchester, der Partnerstadt Paderborns. Der Chor aus England ist seit vielen Jahren eng mit dem Paderborner Polizeichor verbunden.      

„Erzählen Sie von dem, was Ihnen an Ihrer Freundschaft mit Gott heilig ist“, ermutigte Weihbischof Dominicus die Seniorinnen und Senioren in seiner Predigt.Foto: pdp/Maria Aßhauer In seiner Predigt bezeichnete Weihbischof Dominicus das diesjährige Libori-Leitwort „Freundschaft ist heilig“ als „Lebensweisheit“. „Wirkliche Freunde kann man sich nicht kaufen, Freundschaft ist ein gegenseitiges Geschenk“, so Weihbischof Dominicus. Gott biete den Menschen in seinem Sohn seine Freundschaft an. In Jesu Worten und Taten sei zu spüren, dass die Freundschaft, die Gott den Menschen schenke, ihre Wurzeln in der Liebe habe: „Gott verleiht seiner Liebe und Freundschaft zu uns eine ganz persönliche Note. Gott gibt uns seinen Sohn als unserem Bruder, der die Verlorenen sucht, die Kranken heilt, mit den Sündern und Zöllnern Mahlgemeinschaft hält, sich solidarisch an die Seite der Menschen stellt, bis in die Schande des Kreuzestodes. So wie Jesus den Menschen damals begegnete, so bietet Gott jedem schwachen Menschen – und das sind wir alle auch – seine Freundschaft an.“  

Diese Freundschaft Gottes anzunehmen, könne ungeahnte Kräfte freisetzen, fuhr Weihbischof Dominicus fort. So habe es beispielsweise der heilige Liborius vorgelebt, der von Gott und seiner Liebe gesprochen und dies mit Gesten der Liebe verbunden habe, die andere angenommen, aufgerichtet und geheilt hätten. „Aus seiner Zugewandtheit zu den Menschen haben andere die Liebes- und Lebensspur Gottes und sein frohmachendes Evangelium erkannt“, erklärte Weihbischof Dominicus.  

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB und die Sänger der Polizeichöre Ostwestfalen-Lippe aus Bielefeld, Detmold und Paderborn, die in diesem Jahr gemeinsam mit dem Greater Manchester Police Male Voice Choir aus Bolton das Pontifikalamt musikalisch gestalteten (Gesamtleitung: Melanie Howard-Friedland (l.))Foto: pdp/Maria Aßhauer Wer sich immer wieder darauf besinne, wie reich er von der Liebe Gottes beschenkt sei, dem falle es leicht, seine „Freundschaftsgeschichte“ mit Gott weiterzugeben. „Ich habe heute eine Bitte an Sie: Lassen Sie Ihre Kinder und Enkel teilhaben an Ihrer Freundschaft mit Gott und Ihrem Gottvertrauen. Es sind die Geschichten, die von Herzen kommen und zu Herzen gehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie die besten Zeuginnen und Zeugen dafür sind, dass Freundschaft heilig ist. Leben Sie weiterhin Ihren Glauben und Ihr Gottvertrauen. Sprechen Sie aus, was Sie am Glauben trägt“, ermutigte Weihbischof Dominicus die Seniorinnen und Senioren zum Abschluss seiner Predigt.  

Rund 100 Tenöre und Bässe der Polizeichöre Ostwestfalen-Lippe aus Bielefeld, Detmold und Paderborn und des Greater Manchester Police Male Voice Choir aus Bolton unter der Gesamtleitung von Melanie Howard-Friedland gestalteten den Gottesdienst. Die Polizeichöre aus Paderborn und Bolton pflegen seit vielen Jahren, unter anderem durch gegenseitige Besuche, eine Freundschaft. Neben drei weiteren Stücken trugen die Chöre das Lied „My Lord what a Mornin‘“ vor, das die Sänger aus Bolton vor einigen Jahren mit nach Paderborn gebracht hatten. An der Orgel gestaltete zudem Domorganist Tobias Aehlig die Heilige Messe musikalisch mit.