Not- und Katastrophenhilfe mit Spenden aus dem Erzbistum Paderborn

1,4 Millionen Euro Spenden aus dem Erzbistum Paderborn flossen 2016 an Caritas international

Menschen in Aleppo 80.000 Euro stellte der Diözesan-Caritasverband Paderborn im vergangenen Jahr für Hilfsprojekte von Schwester Annie (links) in Aleppo zur Verfügung.cpdPaderborn / Freiburg, 26. Juli 2017 (cpd). Exakt 1.412.069 Euro haben die Menschen im Erzbistum Paderborn im Jahr 2016 an Caritas international, das katholische Hilfswerk für Not- und Katastrophenhilfe, gespendet. Damit liegt Paderborn im Vergleich aller 27 deutschen Bistümer an fünfter Stelle. Das geht aus dem Jahresbericht des Hilfswerks hervor. 2016 sind Caritas international insgesamt 77,57 Millionen Euro zugeflossen. Davon stammen 47,43 Millionen Euro aus öffentlichen und kirchlichen Zuwendungen. Der Rest sind Spenden, Erbschaften oder Zinserträge.

Neben dem Hilfswerk Caritas international warb auch der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn im vergangenen Jahr erfolgreich um Spenden für eigene Auslandsprojekte. Insgesamt 288.052 Euro Spendengelder wurden für die Unterstützung von Hilfsprojekten im Ausland eingenommen. Ein Schwerpunkt der Hilfen ist die syrische Stadt Aleppo. „Dort unterstützen wir seit 2016 mit Spendengeldern die Arbeit von Schwester Annie Demerjian von den Schwestern Jesu und Mariens“, sagt Dr. Dirk Lenschen, Referent für Auslandshilfe beim Diözesan-Caritasverband Paderborn. Zusammen mit zwei Mitschwestern und zahlreichen Ehrenamtlichen versorgt die Ordensfrau in Aleppo und Umgebung insbesondere Familien und alte Menschen mit allem, was zum Leben nötig ist. So lässt sie zum Beispiel mit Hilfe von Spenden aus Paderborn in einheimischen Schneidereien Kleidung herstellen, um sie an Bedürftige zu verteilen. Insgesamt 80.000 Euro hat der Diözesan-Caritasverband zur Produktion von Anoraks und Winterjacken im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt.

Kinder in Kaliningrad Spenden aus dem Erzbistum Paderborn ermöglichen den Unterhalt eines Familienzentrums mit angeschlossenem Kindergarten in Kaliningrad.cpd/JonasBereits seit 1992 unterstützt der Diözesan-Caritasverband Paderborn die Arbeit der Caritas Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg. 30.000 Euro konnten im letzten Jahr für das Caritas-Familienzentrum in Mamonowo in der Nähe von Kaliningrad bereitgestellt werden. In der Region Kaliningrad leben viele sozial schwache Familien – insbesondere kinderreiche Familien und Alleinerziehende – in prekären Verhältnissen. Die Caritas versorgt einige Familien mit Kleidung, Essen und Medikamenten, leistet Hilfe bei den Hausaufgaben und bietet Beratung bei Erziehungsfragen an. „Ohne Spenden aus dem Erzbistum Paderborn kann die Caritas Kaliningrad diesen wichtigen Dienst für Kinder und Familien nicht aufrechterhalten“, betont Lenschen. Darüber hinaus fördert der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn verschiedene Projekte in der Ukraine sowie in Bulgarien.

Caritas international hat im Vorjahr insgesamt 622 Hilfsprojekte in 78 Ländern gefördert. Gut 70 Prozent der Projekte umfasste die Hilfe nach Naturkatastrophen und Kriegen; Die restlichen knapp 30 Prozent der Mittel flossen in soziale Projekte für Kinder sowie alte, kranke und behinderte Menschen. Die Werbe- und Verwaltungskosten lagen auch im Jahr 2016 deutlich unter zehn Prozent (7,96 Prozent).

Der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn bittet weiterhin um nicht zweckgebundene Spenden für die schnelle, unbürokratische Hilfe in akuten Notfällen: Spendenkonto: DE 54 4726 0307 0000 0043 00 bei der Bank für Kirche und Caritas. Stichwort: „Not- und Katastrophenhilfe“.