Neuer Ehrentitel: Ehren-Bruderschaftsmeister

Leitungswechsel in der Bruderschaft der Liborischreinträger

Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Ehren-Bruderschaftsmeister Klaus Meilwes, Bruderschaftsmeister Bernhard Riedel, Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer.Ulrich StohldreierPaderborn, 26. Juli 2017. Allen Menschen, die etwas mit Libori zu tun haben, sind sie bekannt und vertraut. In ihren prächtigen Gewändern sind sie nicht zu übersehen und ziehen alle Blicke allein schon durch ihren verantwortungsvollen Dienst auf sich: Die Mitglieder der Bruderschaft der Liborischreinträger. Ihr satzungsgemäßer Dienst: „Die vornehmste Aufgabe ist das Tragen des Liborischreins bei allen feierlichen Anlässen“. Beim diesjährigen Liborifest wurden jetzt zwei Mitglieder der Bruderschaft der Liborischreinträger aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Zudem wurde Klaus Meilwes zum „Ehren-Bruderschaftsmeister“ ernannt, ein Ehrentitel, der erstmals verliehen wurde.      

Bernhard Berendes und Klaus Meilwes wurden von Dompropst Monsignore Joachim Göbel und Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer, Präses der Liborischreinträgerbruderschaft, am Dienstagabend aus dem aktiven Dienst der Liborischreinträger verabschiedet. Damit wurde auch der Wechsel im Amt des Bruderschaftsmeisters nochmals vollzogen: Klaus Meilwes wurde aus dem Amt des Bruderschaftsmeisters verabschiedet und von seinem Nachfolger in diesem Amt, Bernhard Riedel, zum Ehren-Bruderschaftsmeister ernannt. Meilwes war seit 1973 Schreinträger, seit 1996 war er Bruderschaftsmeister.  

Neben der Organisation der eigentlichen Dienste der Schreinträger kann Meilwes in seiner 21-jährigen Amtszeit als Bruderschaftsmeister auf verschiedene Höhepunkte schauen: Beim Besuch von Papst Johannes Paul II. in Paderborn am 22. Juni 1996 wurde der Liborischrein während der Papstmesse auf dem Festgelände in der Senne aufgestellt. Ein zweites Mal wurde der Schrein dann am 19. Juli 2016 auf dem Paderborner Schützenplatz aufgestellt, als dort ein Gottesdienst mit rund 3.000 Weltjugendtagspilgern aus Frankreich gefeiert wurde, die sich auf dem Weg nach Krakau befanden.  

Zum Liborifest 2010 wurde eine neue Trage in den Dienst genommen: Dank einer Zusammenarbeit mit der Paderborner Universität konnte das Gesamtgewicht des Schreines um rund 40 Kilogramm reduziert werden, was eine erhebliche Erleichterung für die Schreinträger bedeutete. Zu Libori 2012 konnten schließlich neue Talare von den Liborischreinträgern übernommen werden, da die alten nach Jahrzehnten nicht mehr repariert werden konnten. Durch Geschick und Kreativität gelang es Klaus Meilwes, die Talare nach historischem Vorbild anfertigen zu lassen.