Udo Lindenberg Ausstellung eröffnet

In der Gaukirche Paderborn ist eine Schau mit Werken von Udo Lindenberg zu sehen – für den guten Zweck

Foto: Patrick KleiboldPaderborn, 21.07.2017 (Bonifatiuswerk) In der Paderborner Gaukirche ist seit heute eine Ausstellung mit Bildern des Rockmusikers Udo Lindenberg über die „Zehn Gebote“ zu sehen. Angesichts einer Welt, die zugleich gespalten, zerrissen und hochentwickelt ist, die aber auch an so vielen Punkten am Ende ist und gerdezu nach der Achtung der Menschenwürde schreit, macht der Panikrocker den Versuch, die Gebote Gottes zeitgemäß zu interpretieren und trifft sicherlich damit auch bei einigen einen wunden Punkt. Das Bonifatiuswerk möchte mit der Ausstellung dazu anregen, sich mit den Zehn Geboten auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, welche Rolle sie in unserem Leben einnehmen. „Es reicht ein Blick in die Tageszeitungen oder die sozialen Medien, um zu verstehen, dass die Zehn Gebote so aktuell sind, wie eh“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. Sie führten uns den Wert des Menschseins vor Augen und verdeutlichten uns, wie wir selbst behandelt werden wollen und wie wir andere behandeln sollten.      

„Das passt zu uns. Das passt zu Paderborn“, sagte der Bürgermeister von Paderborn, Michael Dreier, über die Ausstellung. Er bezeichnete  Lindenberg als ein Urgestein der deutschen Rockmusik, der für seine Geradlinigkeit und Beharrlichkeit bekannt sei. „Seine Bilder verdeutlichen dies einmal mehr. Udo Lindenberg ist ein Mensch, der sich für den Frieden und das Gelingen eines guten Miteinanders einsetzt“, sagte Dreier.      

Eine kurze Einführung in die Ausstellung gab der Hamburger Kiezpastor, Pfarrer Karl Schultz, in dessen Pfarrei St. Joseph die Bilder zu Jahresbeginn gezeigt wurden. Er verwies darauf, dass die Zehn Gebote auch nach 2.000 Jahren immer noch aktuell sein und uns alle etwas angingen. „In einer gegenwärtigen gesellschaftlichen Auseinandersetzung geht es immer auch um Werte. Es ist bezeichnent, dass sich auch die Kunst zu Wort meldet. Kunst will anregen, sie darf aber auch aufregen. Udos Bilder regen an zum Nachdenken, zum Dialog und sind zugleich Provokation. Beides ist gut“, sagte Schultz. Er wünschte der Ausstellung eine große Resonanz und den Besuchern viele gute Begegnungen und Gespräche.

Die Präsentation der Bilder macht deutlich, dass Lindenberg mit seinen Bildern etwas Großes gelungen ist. Durch seine künstlerische Ader hat er kirchliche, gesellschaftliche, historische und auch politische Themen miteinander in seinen Bildern verflochten. Der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, sprach davon, dass „die Bilder in unserer so gespaltenen und zerrissenen Welt, Horizonte und Grenzen überschreiten“. Die Gebote Gottes sieht Austen als eine Charta der Menschenrechte, die die Beziehung von Gott und Mensch ins Wort fassen und das Zusammenleben von Menschen erleichtern.“ Zugleich könnten sie Anlass bieten für einen „Dialog mit Menschen aller Couleur“.

Die Ausstellung ist während der Liborwoche in der Gaukirche am Marktplatz 12 zu besichtigen. Die Besucher können auch limitierte und signierte Sonderdrucke von zwei Bildern erhalten. Mit dem Erlös unterstützen das Bonifatiuswerk und Udo Lindenberg das Wohnhaus „Johanna“, eine Jugendhilfeeinrichtung für junge, psychisch kranke Frauen, in Hamburg.