Brille für Arme häufig unerschwinglich

Caritas-Einrichtungen im Erzbistum Paderborn unterstützen die Kampagne „Den Durchblick behalten“

Plakat zur Initiative Plakat zur Initiative \"Den Durchblick behalten\".cpd Paderborn, 17. Juli 2017 (cpd). Von der Kita bis zum Krankenhaus, vom Altenheim bis zur Jugendhilfe-Einrichtung - die rund 2.000 Dienste und Einrichtungen im Erzbistum Paderborn  unterstützen über ihre jeweiligen diözesanen Arbeitsgemeinschaften die aktuelle Kampagne „Den Durchblick behalten“. Mehr als 10.000 Unterschriften haben die Vinzenz-Konferenzen und die Initiative „youngcaritas“ bereits gesammelt, um mit dieser Kampagne die Brillenversorgung für Bedürftige zu verbessern. Der Eindruck, dass heute Brillen quasi zu Schnäppchenpreisen zu erhalten sind, erweist sich für viele Menschen mit geringem Einkommen als Trugschluss. „Von Armut bedrohte Menschen melden uns häufig zurück, wie groß die Lücken bei der Versorgung sind und welche Zuzahlungen tatsächlich geleistet werden müssen“, betont Christoph Eikenbusch vom Diözesan-Caritasverband. „Bei der Versorgung mit Brillen klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander.“

Die Kampagne „Den Durchblick behalten“ greift diesen Missstand auf und will mit Hilfe einer Petition die Politik zum Handeln auffordern. Ein erster Erfolg ist, dass der Bundesrat bereits reagiert hat.  Jetzt haben sich auch die Vorsitzenden und Geschäftsführer der sieben Diözesan-Arbeitsgemeinschaft im Erzbistum Paderborn bei einem gemeinsamen Workshop mit der Problematik auseinandergesetzt. Aufgrund des hohen Handlungsbedarfs hat man entschieden, dass die Träger der Arbeitsgemeinschaften sich aktiv an der Kampagne beteiligen und offensiv für Unterschriften werben.

In vielen Einrichtungen werden in den nächsten Wochen Unterschriftenlisten ausliegen. Bis zum 22. September kann man sich beteiligen. Die Zeit drängt also. Wer keine Unterschriftsliste vorfindet, kann auch im Internet abstimmen. Detaillierte Informationen finden sich dort unter www.dendurchblickbehalten.de. „Erfreulich ist, dass die Akteure vor Ort schon kreative Ideen entwickelt haben, wie sie über dieses wichtige Thema informieren und zur Unterschrift einladen wollen“, so Eikenbusch. So werden beispielsweise verschiedene Kindergärten den ersten Elternabend nach den Sommerferien zur Information und Diskussion um soziale Teilhabe nutzen. Auch an mehreren Universitäten haben Mitglieder von „youngcaritas“ für die Kampagne geworben und sind dort auf ein durchweg positives Echo gestoßen.