„Kirche muss glaubwürdig rüberkommen“

Pressesprecher Ägidius Engel beendet am Montag nach Libori seinen Dienst

Ägidius Engel Ägidius Engelpdp Paderborn, 3. Juli 2017. Nach fast 13 Jahren als Leiter der Presse- und Informationsstelle wird Ägidius Engel seinen Dienst im Erzbischöflichen Generalvikariat am 31. Juli beenden. Das geben wenige Tage nach Vollendung seines 60sten Lebensjahres Generalvikar Alfons Hardt und der Pressesprecher des Erzbistums Paderborn bekannt. „Wir sind Ägidius Engel außerordentlich dankbar für sein großes und kenntnisreiches Engagement als Leiter der Presse- und Informationsstelle", sagte Generalvikar Alfons Hardt. Engel habe kreativ, freundlich und zugleich authentisch in der Öffentlichkeit sowie intern kommuniziert, würdigte Generalvikar Hardt den scheidenden Pressesprecher.

Engel verlässt die Presse- und Informationsstelle auf eigenen Wunsch. „Familie und Gesundheit werden mit zunehmendem Alter neu und anders wichtig“, erläutert Engel seinen Schritt. Ganz aus dem kirchlichen Dienst scheidet der Familienvater aber nicht: Im Bereich der ethischen Bildung wird Ägidius Engel beim Diözesan-Caritasverband als Referent tätig sein.

Gute Kommunikation nach innen und außen, gepaart mit Schnelligkeit und einem Faible für Technik, so beschreibt Engel die Vielfalt und den Anspruch seiner Arbeit und seines Einsatzes. „Kirche muss glaubwürdig rüberkommen. Das kann sie nur, wenn sie auch glaubwürdig ist", so das Leitwort und der Maßstab seines Handelns. Den berühmten Libori-Tusch bezeichnete er einmal als „Heiligen Druck aufs Ohr“ und war damit Paderborner Stadtgespräch. Zuletzt machte Engel mit der Veröffentlichung der offiziellen Bistums-App auf die alles andere als verstaubte Kommunikationskultur der Kirche aufmerksam.

Ägidius Engel wurde 1957 in Köln geboren. Am Gymnasium in Bergheim an der Erft erwarb er 1977 das Abitur, studierte zunächst Elektrotechnik in Aachen und anschließend Katholische Theologie in Bonn und Freiburg. In Freiburg legte er 1987 die Prüfungen zum Theologie-Diplom ab. Von 1987 bis 1991 arbeitete er als Lehrer für Ethik in der Justizvollzugsanstalt Freiburg sowie als Dozent im theologischen Kurs Freiburg am Institut für Pastorale Bildung. Während dieser Zeit studierte er Erziehungswissenschaften, Psychologie und Philosophie und erwarb 1990 im Fach Erwachsenenbildung das Diplom. Nach zwei Jahren in der Schulseelsorge des Erzbistums Paderborn wurde der verheiratete Vater einer Tochter 1992 Referent des Instituts für Religionsunterricht und Katechese (bis 2004). Dort hat er die elektronische Ausstattung, die Entwicklung und Neukonzeption des Instituts prägend mitgestaltet. Von 1996 bis 2003 war Ägidius Engel Lehrbeauftragter im Bereich Medienpädagogik im Fachbereich Theologie der KFH NW. Darüber hinaus war er fünf Jahre Dozent für Ethik an der Hebammenschule der St. Vincenz Frauen -und Kinderklinik Paderborn und zwei Jahre am Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe (b.i.b.) in Paderborn. Ägidius Engel hat zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Beiträge verfasst, vor allem zu Fragen der christlichen Ethik und zum Themenfeld neue Medien.