Kapitelsfriedhof wieder zugänglich

Nach umfangreicher Modernisierung lädt der Kapitelsfriedhof wieder zur Andacht und zum Verweilen ein

Kapitelsfriedhof Der neugestaltete Kapitelsfriedhof ist nun noch deutlicher ein Ort der Andacht und zum Verweilen.pdp/Lena Reiher Paderborn, 21. Juni 2017. Etwa zwei Monate lang wurde der Paderborner Kapitelsfriedhof modernisiert und behutsam umgestaltet. Ziel des Metropolitankapitels war es, den Kapitelsfriedhof beispielsweise durch Sitzbänke und eine dezente Beleuchtung noch mehr zu einem Ort der Andacht und Ruhe werden zu lassen. Die Arbeiten dazu sind nun größtenteils abgeschlossen und seit vergangenem Montag ist der neugestaltete Kapitelsfriedhof für alle Besucher zugänglich.

Hockerbäncke aus Travertin geben die Möglichkeit zum Verweilen. Bodenstrahler beleuchten die zentralen Elemente des Kapitelsfriedhofs in einem sanften Licht. Um den Charakter des Innenhofs im Kreuzgang des Hohen Doms zu Paderborn noch deutlicher herauszubilden, wurde in der Mitte des Hofes eine langgezogene Platzfläche angelegt und die Platz- und Wegeflächen prägnanter ausgearbeitet. Die mittige Platzfläche zieht nun die Blicke der Besucher auf die ortsprägenden Elemente wie das Dreihasenfenster, das Kapitelskreuz und die Totenleuchte.

Das schon vor den Umbauarbeiten verlegte Tudorfer Pflaster wurde im Bereich des zentralen Platzes neu im traditionellen Fischgrätverband verlegt, sodass es nun noch besser zur Geltung kommt. Zudem sind alle Wege des Hofes barrierefrei.

Der Kapitelsfriedhof beherbergt nicht nur eines der berühmten Paderborner Wahrzeichen, das Dreihasenfenster, hier finden auch die Angehörigen des Domkapitels ihre letzte Ruhestätte. Hier liegt auch der Grund dafür, dass sich die Umbauarbeiten um etwa eine Woche verzögert haben: Bei den Umgestaltungsarbeiten wurden die sterblichen Überreste ehemaliger Domkapitulare und Weihbischöfe, die im 19. Jahrhundert ihren Dienst in Paderborn getan haben, entdeckt.