Motivierender Frei-Raum für Kreativität

Erster DenkPunkt im Erzbistum Paderborn in der KBS Arnsberg eröffnet

Prälat Thomas Dornseifer segnete den neuen DenkPunkt und übergab ihn so seiner Bestimmung.Foto: Julius KolossaArnsberg, 12. Juni 2017 (JK) Der erste DenkPunkt im Erzbistum Paderborn ist am Freitag in der Katholischen Bildungsstätte Arnsberg (KBS) mit dem Segen von Prälat Thomas Dornseifer, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, seiner Bestimmung übergeben worden. Mit diesem Raum, der in drei Monaten Umbauzeit aus einem Besprechungsraum entstanden ist, sollen, so Ulrich Schumacher, Leiter der KBS Arnsberg, „neue Ideen angezettelt werden.“      

Ludger Vollenkemper, Abteilung Katholische Erwachsenen- und Familienbildung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, sagte dazu in der Feierstunde, an der Gemeindeferentinnen und Gemeindereferenten sowie Mitglieder der Dekanate und Pfarrgemeinderäte teilnahmen: „Als Profis in der Bildungsarbeit sind wir zu jeder Zeit bemüht, Bildungsprozesse in einer hohen Qualität anzubieten. Dazu gehören sicher ein gutes Konzept oder Curriculum, qualifizierte Referenten, angemessene Methoden und passende und gute Medien. Was jedoch bislang ein Schattendasein führte, war die Lernumgebung.“      

Im DenkPunkt sollen \"neue Ideen angezettelt werden\", sagte Ulrich Schumacher, Leiter der KBS Arnsberg.Foto: Julius KolossaHier setzten die Überlegungen für den DenkPunkt an, zu dem die KSB-Leitungskonferenz im Frühjahr 2013 die ersten Überlegungen startete. „Empfängt einen Menschen beim Betreten des Raumes nur das für Bildungsprozesse Erwartbare, so wird dieser Prozess auch nur erwartbare Ergebnisse zeigen“, so beschrieb Ludger Vollenkemper die Gedanken. „Ein Prozess wird in einem sterilen Besprechungsraum eben anders verlaufen als an einem Tisch, auf dem sich ein Haufen Legosteine befindet.“      

Der DenkPunkt arbeitet mit dem Moment der ständigen Weiterentwicklung: Seine Einrichtung ist veränderbar. Gedanken können auf Papier, aber auch auf einer großen Wand aus Glas festgehalten werden. Ludger Vollenkemper: „Er steht bereit für ehrenamtlich und hauptberuflich Verantwortliche in der Pastoral und für alle Menschen, die sich an einem Nachdenken über die Zukunft des Glaubens und über die Gestalt der Kirche vor Ort beteiligen möchten.“ Die KBS organisiert auf Wunsch für spezielle thematische Fragestellungen Materialien und Personal, kann aber auch eine Frage oder ein Thema „anzetteln“. Dies bedeutet: Menschen benennen eine für sie ungelöste Frage, ein Problem, eine Idee, etwas, worüber sie gemeinsam mit Anderen nachdenken wollen. Die KBS vereinbart hierzu mit dem Initiator einen Termin und schreibt diesen über Homepage und Newsletter aus.      

Die Gäste sahen sich bei der Eröffnung des DenkPunktes diesen neuen \"Freu-Raum für Kreativität\" genau an.Fotos: Julius KolossaEin weiterer Gedanke im Konzept des DenkPunktes ist die bessere Vernetzung der in der Pastoral Tätigen, die hier eine Plattform vorfinden, in der der Weg von der Idee bis zur Umsetzung als Veranstaltung ein zeitlich kurzer sein soll. Im DenkPunkt könne, so Prälat Thomas Dornseifer, der vertraute Raum des Alltäglichen verlassen werden, um in einem einladenden motivierenden Raum der Kreativität freien Raum zu lassen.      

„Die Weiterentwicklung von Kirche soll hier gelingen“, sagte Ulrich Schumacher zu diesem neuen Projekt. Ermöglicht wurde es von Inga Juchmann, Brigitta Weber-Bange, Ludger Vollenkemper, Gabi Heers, Wolfgang Hesse, Florian Jansen, Ulrich Schumacher und Architekt Sven Meißner. Christoph Quasten und Brigitte Zein-Schumacher vom Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn ermöglichen die Ausstattung mit den unterschiedlichsten Arbeitsmaterialien. Finanzielle Unterstützung gab es von der Stiftung „Bildung ist Zukunft“, vom Erzbistum Paderborn aus dem Fond zur Förderung neuer Projekte zur Umsetzung des Zukunftsbildes, und von der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung Arnsberg.      

Text und Foto: Julius Kolossa