Ordensleben als wichtiger Zweig im kirchlichen Leben des Erzbistums

Neuwahlen im Vorstand der Paderborner Ordenskonferenz

Erzbischof Hans-Josef Becker ermutigte die Ordensgemeinschaften bei der Mitgliederversammlung der Paderborner Ordenskonferenz.Foto: pdp/Maria AßhauerPaderborn, 24. Mai 2017. Zu ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung kamen die Ordensleitungen der Paderborner Ordenskonferenz (POK) im Bildungs- und Gästehaus Liborianum in Paderborn zusammen. Auch Erzbischof Hans-Josef Becker besuchte das Treffen der Ordenschristen. Neben dem gemeinsamen Austausch bestimmten Neuwahlen im Vorstand die Agenda: Schwester Magdalena Krol OSF (Generaloberin der „Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung“ in Olpe) und Schwester Maria Ancilla König SCC (Provinzoberin der Schwestern der Christlichen Liebe in Paderborn) wurden als neue Mitglieder in den Vorstand der POK gewählt. Abt Aloysius Althaus OSB, Abt der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede und bisheriger Beisitzer im Vorstand, wurde neuer Vorsitzender, seine Stellvertreterin wurde Schwester Maria Ancilla.      

Der alte und der neue Vorstand (v.l.): Schwester Maria Hildegarde Voß FCJM, Schwester Maria Georg Loos CPS, Abt Aloysius Althaus OSB, Schwester Magdalena Krol OSF, Schwester Gabriele Lüdenbach FCJM und Schwester Maria Ancilla König SSC.Foto: pdp/Maria AßhauerAnlass zu den Neuwahlen waren zwei „Abschiede“ im Vorstand: Die bisherige Vorsitzende Schwester Maria Georg Loos CPS (Provinzoberin der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Neuenbeken) und ihre Stellvertreterin Schwester Maria Hildegarde Voß FCJM (Provinzoberin der Franziskanerinnen in Salzkotten) gaben ihre Ämter ab – bei beiden endet ihre Amtszeit als Provinzoberin ihrer jeweiligen Ordensgemeinschaft. Auch zwei weitere vertraute Gesichter verabschiedeten sich aus der POK. Schwester Maria-Theresia Knippschild SSND, die sich zwanzig Jahre in der POK engagiert hat, übernimmt für ihren Orden, die Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, neue Aufgaben in München.

Und auch Dr. Jürgen Olschewski, der über elf Jahre lang als Ordensreferent im Erzbischöflichen Generalvikariat für die Ordenschristen ein verlässlicher Ansprechpartner war, wurde aus seinem Amt verabschiedet. Allen wurde nicht nur seitens der Ordenskonferenz, vielmehr auch von Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften des apostolischen Lebens, ein herzliches Wort des Dankes ausgesprochen, für alles Engagement und alle Bereitschaft, sich über so lange Jahre für die Ordensgemeinschaften einzubringen.  

Die Abstimmungen über den neuen Vorstand war neben dem gegenseitigen Austausch ein wichtiger Punkt der Tagesordnung bei der Mitgliederversammlung der Paderborner Ordenskonferenz.Foto: pdp/Maria AßhauerDie Ordenschristen nutzten ihre Zusammenkunft, um sich sowohl über derzeitige Herausforderungen als auch über Anlässe zur Freude auszutauschen und diese gemeinschaftlich zu teilen. Am Nachmittag besuchte Erzbischof Hans-Josef Becker das Treffen der POK. „Das Ordensleben ist ein wichtiger Zweig im kirchlichen Leben des Erzbistums. Ich bin dankbar für Ihr tragendes Zeugnis“, sagte der Paderborner Erzbischof. Wie für das gesamte Erzbistum mit dem „Zukunftsbild“ gelte es auch für die Ordensgemeinschaften, über einen sensiblen Blick auf die Gegenwart in die Zukunft zu schauen. Die Selbstvergewisserung in der eigenen Sendung sowie die Notwendigkeit, Dinge auch loszulassen, seien wichtige Stichworte, so Erzbischof Becker. Die bisherige Vorsitzende der Paderborner Ordenskonferenz, Schwester Maria Georg Loos CPS, bedankte sich bei Erzbischof Hans-Josef Becker: „Es ist ein gutes Gefühl, zu spüren, dass Sie uns brauchen, dass wir als Ordenschristen Glaubenszeugen sein dürfen im Erzbistum Paderborn.“  

Weihbischof Matthias König dankte den neuen Vorstandsmitgliedern und dem neuen Vorsitzenden für die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme in der Ordenskonferenz. Zugleich berichtete er schlaglichtartig über das Ordensleben im Erzbistum Paderborn. Ein abschließendes Fazit zur Konferenz offenbarte Zufriedenheit bei den Teilnehmern: Es sei gut, sich in der Fülle der Ordensgemeinschaften im Erzbistum auszutauschen und als Ordenschristen zusammenzustehen.      

Stichwort: Paderborner Ordenskonferenz  
Die Paderborner Ordenskonferenz berät und fördert die einzelnen Gemeinschaften in Fragen des Ordenslebens und im Hinblick auf ihre seelsorglichen, missionarischen, pädagogischen und sozial-caritativen Tätigkeiten. Ebenso fördert sie die Zusammenarbeit mit der Leitung der Erzdiözese Paderborn und entsendet Mitglieder in den Priester- und Diözesanpastoralrat des Erzbistums. Die Oberinnen und Oberen der Institute des geweihten Lebens im Erzbistum Paderborn nutzen die Paderborner Ordenskonferenz, um gemeinsame Anliegen zu behandeln und eine Abstimmung und Zusammenarbeit mit kirchlichen, staatlichen und zivilen Stellen zu ermöglichen.