Ein Volk in der Hoffnung auf Frieden

Gäste aus Ägypten berichten Weihbischof Matthias König über die Situation der Christen in ihrem Land

Weihbischof Matthias König (M.) freute sich über den Besuch seiner Gäste aus Ägypten: Pater Kamal Labib (r.) und Fayez Marco.Foto: privatPaderborn, 19. Mai 2017. Über Gäste aus Ägypten konnte sich in der vergangenen Woche Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für die Aufgaben der Weltkirche und Weltmission, freuen: Pater Kamal Labib, Provinzial der Franziskaner in Ägypten, besuchte gemeinsam mit dem Projektkoordinator der franziskanischen Werke in Ägypten, Fayez Marco, Paderborn. Die beiden Besucher bedankten sich für die Hilfe, mit der das Erzbistum Paderborn die kleine katholische Minderheit in Ägypten unterstützt.      

Pater Kamal Labib und Fayez Marco brachten als Gruß einen der Schals mit, die beim Ägypten-Besuch von Papst Franziskus Ende April verteilt worden waren. Die darauf gedruckte Botschaft, "Der Papst des Friedens im Ägypten des Friedens", ist gleichermaßen Bitte und Hoffnungszeichen der Christen in Ägypten, die unter Verfolgungen und Anschlägen zu leiden haben, wie zuletzt erst wieder im April bei Anschlägen auf zwei Kirchen. Dazu brachten die beiden Gäste ein Bild von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten auf ägyptischem Papyrus mit – die Ikone der ägyptischen Christen schlechthin.  

Der Papstbesuch, so berichteten Pater Labib und Fayez Marco im Gespräch mit Weihbischof König, habe die katholische Minderheit in das Bewusstsein der Regierenden und der Weltöffentlichkeit gebracht. Schätzungen zufolge sind rund 15 Millionen Ägypter Christen, neben der großen Mehrheit von koptisch-orthodoxen Christen ist jedoch nur eine Minderheit von etwa 250.000 Menschen koptisch- und römisch-katholisch. Die beiden Ägypter betonten, wie wichtig Besucher aus Europa für Ägypten seien, nicht nur in ökonomischer Hinsicht, sondern als Zeichen der Hoffnung für ein Volk, das auf Frieden und Fortschritt hoffe.