„Jesus-Suchende“ als Maßstab des Handelns

Generalvikar Hardt ruft neue Mitarbeiter des Erzbistums Paderborn beim Einführungstag zu „Kundenorientierung“ auf

Generalvikar Alfons Hardt (vorne, Mitte), begrüßte 57 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienst des Erzbistums Paderborn.Foto: pdp/Maria Aßhauer Paderborn, 12. Mai 2017. In den verschiedenen Einrichtungen des Erzbistums Paderborn arbeiten zahlreiche Menschen und bringen dort ihre Fähigkeiten ein. Zu einem gemeinsamen Einführungstag in Paderborn begrüßte Generalvikar Alfons Hardt heute 57 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den letzten Monaten und Wochen ihre Tätigkeit für das Erzbistum begonnen haben. „Sie starten in den kirchlichen Dienst und ich möchte Sie begeistern und darin unterstützen, bei all Ihrem Handeln niemals die Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen aus dem Blick zu verlieren. Die Menschen, die Jesus suchen, sind der Maßstab unseres Handelns“, sagte Generalvikar Hardt in seinem Grußwort zu den neuen Mitarbeitern.      

Thomas Schäfers, Leiter der Hauptabteilung Personal und Verwaltung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, hieß die neuen Mitarbeiter zum Einführungstag willkommen. Generalvikar Hardt sagte, die Bedeutung von Kirche in der heutigen Gesellschaft habe sich verändert, doch die Fragen der Menschen nach Sinn und Orientierung seien geblieben. In den drei Grundvollzügen der Kirche – Zeugnis geben, Liturgie und Diakonie –, die sich im Laufe der Geschichte vielfältig ausgeprägt hätten, gehe es im Kern immer um die Vermittlung der Botschaft Jesu. „Sie sind nun in der Kirche von Paderborn aktiv und wirken mit, das Evangelium den Menschen nahe zu bringen. Es geht nicht um die bloße Weitergabe einer bestimmten Tradition, sondern um die Übersetzung der Frohen Botschaft in die Sprache der Menschen“, erklärte Generalvikar Hardt.  

Um das „Feuer des Glaubens“ weitergeben zu können, sei es notwendig, das Leben, die Sorgen und Nöte der Menschen zu kennen, so der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs weiter: „Es ist unser Auftrag, mit offenen Augen und Ohren den Menschen zu begegnen, um ihre Bedürfnisse wahrzunehmen.“ Er rief die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu „Kundenorientierung“ auf. Kundenorientierung nehme den „Bedarf der Kunden wahr, bewertet nicht und versucht Antworten zu finden, die verstanden werden und helfen.“ Generalvikar Hardt formulierte seine Erwartung an die neuen Mitarbeiter, die vorhandenen Prozesse tagtäglich auf ihre Nützlichkeit für die „Jesus-Suchenden“ zu überprüfen: „Unser Auftrag ist es, die Menschen mit Jesus bekannt zu machen. Seine Botschaft haben wir so zu übersetzen, dass sie den Suchenden Halt und Orientierung und Kraft schenkt. Diese Ausrichtung und die notwendigen Veränderungen hat Erzbischof Becker im ‚Zukunftsbild‘ beschrieben, das wir unserem gemeinsamen Handeln zugrunde gelegt haben“, schloss Generalvikar Alfons Hardt sein Grußwort.  

Dieses „Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn“, das Erzbischof Hans-Josef Becker im Oktober 2014 in Kraft gesetzt hat, stellte Markus Freckmann, Projektreferent im Projekt Bistumsentwicklung, den neuen Mitarbeitern näher vor.  Er sprach über die Situation der Kirche in der Gegenwart, die von sinkenden Katholiken- und Gottesdienstbesucherzahlen geprägt sei. Vor diesem Hintergrund betonte er die Bedeutsamkeit der Berufung jedes einzelnen Christen, der mit den je eigenen Charismen zum Zeugnis aufgerufen sei. Freckmann nannte Schlüsselthemen des Zukunftsbildes wie Vielfalt, Teilhabe, Engagement und Professionalität. Der Auftrag für die kommenden Jahre sei laut Markus Freckmann klar: das Zukunftsbild gemeinsam anzueignen und dabei miteinander zu lernen.  

Eine Einführung in die kirchlichen Strukturen des Erzbistums Paderborn lieferte den neuen Mitarbeitern in Vertretung von Hauptabteilungsleiter Thomas Schäfers Anja Reiher aus der Hauptabteilung Personal und Verwaltung. Sie stellte zudem die Aufgaben und Leistungen des Dienstgebers vor. Informationen der Mitarbeitervertretung (MAV) vermittelte MAV-Mitglied Wolfgang Tuschhoff.  

Nach vielen Informationen und guten Wünsche für eine segensvolle Zeit im Dienst des Erzbistums Paderborn bildete ein geistlicher Impuls den Schlusspunkt für den gemeinsamen Einführungstag, der von der Hauptabteilung Personal und Verwaltung im Erzbischöflichen Generalvikariat regelmäßig veranstaltet wird.