Jesus Christus öffnet Türen für neu aufgenommene Erwachsene

Weihbischof Dominicus segnet 31 Neugetaufte

Bild vom Altarraum 31 Personen haben im Laufe des vergangenen Jahres erstmals die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie empfangen.Juliane FröhlingPaderborn, 8. Mai 2017. 20 Frauen und elf Männer wurden am Sonntag im Rahmen eines Pontifikalamtes im Hohen Dom zu Paderborn im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker durch Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB am Taufbecken gesegnet. Sie alle haben im Laufe des vergangenen Jahres erstmals die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie empfangen und trafen beim Tag der Neugetauften aufeinander.

Jedes Jahr lädt der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker am vierten Sonntag der Osterzeit alle Neugetauften zur Eucharistiefeier und Begegnung in die Domstadt ein. 31 Männer und Frauen folgten seiner Einladung in diesem Jahr und kamen dabei aus dem gesamten Erzbistum. Es waren zahlreiche Nationalitäten vertreten – neben Deutschen sind auch Personen aus Afghanistan (sieben), dem Irak (drei), dem Iran (fünf), aus Brasilien, Lettland, Guinea und Syrien (jeweils eine Person) durch das Sakrament der Taufe in die christliche Kirche aufgenommen worden. Insbesondere die Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen war mit 23 Männer und Frauen stark repräsentiert.

Einzug in den Dom Gemeinsam mit Weihbischof Dominicus zogen die Neugetauften in das Pontifikalamt ein.Juliane FröhlingDer „Tag der neu getauften Erwachsenen“ hatte am Sonntagnachmittag mit dem Kaffeetrinken im Bildungs- und Gästehaus Liborianum und mit einer Führung durch den Paderborner Dom begonnen. Als besonderen Abschluss des Tages in Paderborn feierte Weihbischof Dominicus einen festlichen Gottesdienst mit den Neugetauften, ihren Angehörigen und der zahlreich erschienenen Domgemeinde. Die Mädchenkantorei unter der Leitung von Domkantorin Gabriele Sichler-Karle und Domorganist Tobias Aehlig sorgten für einen würdigen musikalischen Rahmen.
Die Neugetauften wurden aktiv mit in die Gottesdienst-Feier einbezogen. Sie umrahmten den Weihbischof bei dem Einzug, beim Taufgedächtnis mit anschließender Prozession durch den Dom und beim „Vater Unser“. Auch die Fürbitten wurden für die neu aufgenommenen Erwachsenen gehalten. Alle Neugetauften trugen als Zeichen für ihre Aufnahme in den christlichen Glauben einen weißen Schal über ihren Schultern.

Darüber hinaus sprach Weihbischof Dominicus die Männer und Frauen in seiner Predigt direkt an: „Liebe Neugetaufte, der Tag Ihrer Taufe ist Ihnen sicher noch lebendig in Erinnerung.“ Die Erwachsenen hätten sich nach einigen Zweifeln und Nachdenken den Vorsatz zur Taufe gefasst. Einen Vorsatz wolle er ihnen aus dem Tagesevangelium nach Johannes geben: „Ich bin die Tür, wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden.“ Der Weihbischof führte dazu weiter aus: „Dieser Satz steht vor allem, was Sie in Zukunft in Ihrem Alltag anpacken oder zu öffnen haben. Gott will für Sie ganz persönlich die Tür zu einem erfüllten Leben sein.“

Weihbischof segnet Am Taufbecken segnet Weihbischof Dominicus die neugetauften Männer und Frauen.Juliane FröhlingTüren würden den Menschen auch immer wieder im Alltag begegnen: sie verbinden Räume und Menschen oder sie grenzen ein und aus. „Jede Tür ist ein Geheimnis.“ Es sei nicht erstaunlich, dass manchmal ein Zögern aus Unsicherheit vor dem Unbekannten herrsche, so Weihbischof Dominicus weiter. Die Neugetauften hätten den mutigen Schritt ins Unbekannte gewagt, um mehr von Jesus Christus zu erfahren, der neue Lebensperspektiven zeige und Licht in den manchmal dunklen Alltag bringe: „Er lädt uns ein, zu ihm zu kommen, um das Leben in seinem tröstenden Wort zu finden.“ Der Weihbischof forderte die Neugetauften und anwesenden Gläubigen dazu auf, sich von der offenen Tür Jesu leiten zu lassen. Bevor er mit den Neugetauften zum Taufbrunnen zog, um das Taufgedächtnis zu sprechen, schloss er seine Predigt mit den Worten: „Denn dies ist Jesu bleibender Vorsatz für uns: Ich will Dir eine Tür zum Leben öffnen!“

Im Anschluss an das Pontifikalamt schloss sich ein gemeinsames Abendessen im Liborianum an.