Mit Maria glauben: Gottes Wort für Dich!

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB eröffnet Wallfahrtssaison 2017 in Werl

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB entzündete zur Eröffnung der diesjährigen Wallfahrtssaison im Marienwallfahrtsort Werl die Wallfahrtskerze, die neben dem Gnadenbild steht. Pater Ralf Preker OFM (l.), Guardian und Wallfahrtsleiter in Werl.pdp / Thomas ThroenlePaderborn / Werl, 1. Mai 2017. Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB eröffnete am Montag, 1. Mai 2017, mit einem feierlichen Pontifikalamt in der voll besetzten Wallfahrtsbasilika in Werl die diesjährige Wallfahrtszeit zum dort verehrten Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“. Bis zum Abschluss der Wallfahrtssaison am Hochfest Allerheiligen (1. November) werden rund 100.000 Menschen als Pilger in den berühmten Marienwallfahrtsort des Erzbistums Paderborn kommen. Ausgehend vom Leitwort der Wallfahrtszeit 2017 „Gottes Wort leben“ wünschte Weihbischof Dominicus auf die Fürsprache der Jungfrau und Gottesmutter Maria den Wallfahrern im drittgrößten Marienwallfahrtsort Deutschlands Mut und Aufnahmebereitschaft für das an sie ganz persönlich gerichtete Wort Gottes: „Im Anfang war Gottes Wort für Dich!“      

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB feierte mit Pilgern aus dem ganzen Erzbistum in der voll besetzten Wallfahrtsbasilika in Werl ein Pontifikalamt zur Eröffnung der diesjährigen Wallfahrtssaison.pdp / Thomas ThroenleDas Wort, das Gott zum Menschen spreche, stehe am Anfang, es gebe den Grundton der je eigenen Lebensmelodie an, führte Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB in seiner Predigt aus. Es komme darauf an, dieses göttliche Wort an den Menschen zu hören und es im Stimmengewirr der heutigen Zeit zu erschließen. Maria habe sich diesem Wort Gottes geöffnet und erfahren, dass Gottes Wort das Leben eines Menschen von Grund auf verändern könne, wer das Wort Gottes höre, werde es für sich selbst als belebend erfahren. „Wer dieses Wort einmal in sein Herz hineinlässt, den wird es nicht mehr verlassen, vielmehr seine Lebenszeit prägen. Maria jubelt über das empfangene Wort ‚Er hat Großes an mir getan!‘“, erklärte der Weihbischof in Paderborn. Wo immer ein Mensch so wie Maria innerlich wach und bereit sei, das göttliche Wort an ihn wahrzunehmen und aufzunehmen, da entstehe ein Dialog zwischen Gott und Mensch, so Weihbischof Dominicus weiter. Dieser Dialog zwischen Gott und Mensch entwickle sich zu einem Dialog der Liebe: „Es ist ein Dialog, der nicht abschließt, sondern öffnet, der nicht einengt, sondern einbezieht, und gerade in Situationen, die als schwer und dunkel erfahren werden, einen Hoffnungsweg eröffnet.“  

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB bei seiner Predigt in der Werler Wallfahrtsbasilika.pdp / Thomas ThroenleWer das göttliche Wort wie Maria aufnehme und weiterschenke, könne Menschen zum Leben führen, so Weihbischof Dominicus weiter. „Wer Gottes Wort annimmt, schmeckt die Freude und den Trost, der im Wort Gottes liegt. Daher verehren wir hier in Werl Maria als ‚Trösterin der Betrübten‘, als eine Frau, an der wir ablesen können, dass Gottes Wort ein Leben reich und heil macht.“ Es komme im Leben eines Christen darauf an, selbst ein „lebendiges Wort“ zu werden, Gottes Wort zu leben und erlebbar zu machen für andere. „Lernen wir von Maria und lernen wir von diesem für unser Erzbistum Paderborn so wichtigen Wallfahrtsort, dass es unsere Aufgabe ist, das von Gott gesprochene Wort weiterzusagen“, so Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB zum Abschluss seiner Predigt.  

An der Eröffnung des Wallfahrtsjahres 2017 nahmen Pilger aus dem ganzen Erzbistum Paderborn teil, denn die Wallfahrt im drittgrößten Marienwallfahrtsort Deutschlands hat eine jahrhundertelange Tradition. Zu Beginn des Pontifikalamtes entzündete Weihbischof Dominicus die Wallfahrtskerze, die neben dem Werler Gnadenbild in der Wallfahrtsbasilika steht, und eröffnete damit die Wallfahrtszeit 2017 offiziell. Beim Entzünden der Kerze betete Weihbischof Dominicus: „Herr, unser Gott, zu allen Zeiten hast du Menschen berufen, deinem Wort zu vertrauen und als Glaubende ihren Lebensweg zu gehen. Durch Maria ist dieses Wort Fleisch geworden in deinem Sohn Jesus Christus. Sie ist uns Vorbild, es nicht nur zu hören, sondern auch durch unser Leben zu bezeugen. Segne diese Kerze, die wir zu deinem Lob entzünden. Allen, die hierher pilgern und vor dem Gnadenbild der ‚Trösterin der Betrübten‘ beten, möge dein Wort Licht und Wahrheit sein.“ Das erbitten wir auf die Fürsprache Mariens durch Christus, unsern Herrn.  

Zahlreiche Priester und Ordensgeistliche nahmen am Pontifikalamt von Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB zur Eröffnung der Wallfahrtssaison 2017 teil.pdp / Thomas ThroenlePater Ralf Preker OFM, Wallfahrtsleiter und Guardian des Franziskanerklosters Werl, begrüßte Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB zu Beginn des Pontifikalamtes. Ausgehend vom Leitwort der diesjährigen Wallfahrtszeit „Gottes Wort leben“ stellte er Maria als „Hörerin des Wortes“ und zugleich „Täterin des Wortes“ vor. Sie habe Gottes Wort gehört, sich dafür geöffnet, es bedacht und es befolgt. „Hören und Tun! Ich kann das Wort Gottes erst befolgen und mit Leben füllen, wenn ich es zuvor gehört habe. Aber es darf nicht beim Hören bleiben. Zum Hören und Horchen muss das Gehorchen, das Befolgen, das Handeln kommen. Bitten wir darum, dass es uns wie Maria mit Gottes Hilfe gelingt, seinem Wort in unserem Leben zu folgen und so gut wir können, seinen Willen zu tun“, so Pater Ralf Preker OFM.  

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB zelebrierte das Pontifikalamt in der Werler Wallfahrtsbasilika. Es konzelebrierten unter anderem Pater Ralf Preker OFM (Wallfahrtsleiter und Guardian des Franziskanerklosters Werl), Dechant Dr. Gerhard Best (Dechant des Dekanates Hellweg), Propst Michael Feldmann (Werl) Vikar Martin Hufelschulte (Attendorn).  

Der Madrigalchor Werl unter der Leitung von Jörg Segtrop und Wolfgang Bitter an der Orgel gestalteten den Gottesdienst musikalisch.  

Nach dem Pontifikalamt zur Eröffnung der Wallfahrtssaison stellten sich Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB und die konzelebrierenden Priester und Ordensgeistlichen zu einem Gruppenbild vor dem Werler Wallfahrtsbasilika auf.pdp / Elias ThroenleDas Leitwort der diesjährigen Wallfahrtszeit ist „Gottes Wort leben“. Seit 1661 pilgern Menschen zum Werler Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“, das in der Wallfahrtsbasilika in der Marienwallfahrtsstadt verehrt wird. Im Jahr 2011 konnte somit das 350-jährige Wallfahrtsjubiläum begangen werden. Damals waren rund 200.000 Wallfahrer in den bedeutenden Marienwallfahrtsort gekommen: Pilger aus dem ganzen Erzbistum Paderborn und darüber hinaus hatten an zahlreichen Pilgermessen, Pilgerandachten und Lichterprozessionen im Jubiläumsjahr teilgenommen.  

Ein besonderer Höhepunkt der Wallfahrtszeit 2017 steht in Werl am Samstag, 27. Mai 2017, auf dem Programm: Erzbischof Hans-Josef Becker wird dann in einem feierlichen Pontifikalamt um 10 Uhr in der Wallfahrtsbasilika die Weihe des Erzbistums Paderborn an die Gottesmutter erneuern.

Pater Ralf Preker OFM begrüßte die zahlreichen Pilger und Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB.pdp / Thomas ThroenleStichwort „Marienwallfahrt Werl“  

Vor rund 350 Jahren, im Jahr 1661, gelangte durch die Vermittlung des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Maximilian Heinrich das Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ nach Werl. Zuvor war es in der seit der Reformation evangelischen Kirche St. Maria zur Wiese in Soest verehrt worden. Damit begann in Werl die bis heute lebendige Marienwallfahrtstradition. Werl ist einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte der Bundesrepublik, nach Kevelaer und Altötting der drittgrößte. Die Werler Madonna zählt zu den schönsten Mariendarstellungen Europas. Unter Papst Pius X. wurde das Gnadenbild 1911 gekrönt. Die Krone ist ein kostbares Schmuckstück, das die Madonna lediglich zu hohen Feiertagen trägt.