Kapitelsfriedhof als Ort der Andacht und Ruhe

Kapitelsfriedhof vom 10. April bis 9. Juni nicht zugänglich

Architektin Stephanie Kroll und Dompropst Monsignore Joachim Göbel stellten den Plan zur Neugestaltung des Kapitelsfriedhofs vor.pdp / Ronald Pfaff Paderborn, 5. April 2017. Der Paderborner Kapitelsfriedhof zieht täglich zahlreiche Besucher an, ist er doch als Innenhof im Kreuzgang des Hohen Doms zu Paderborn ein ganz besonderer Ort: Nicht allein aufgrund des berühmten Hasenfensters, das zu einem Wahrzeichen der Stadt Paderborn und des Domes geworden ist, vielmehr auch weil er ein Ort zum Innehalten ist. Jetzt steht eine behutsame Modernisierung an: Dadurch soll der Kapitelsfriedhof zukünftig noch deutlicher als Ort der Andacht und Ruhe zum Verweilen einladen und zugleich den Besuchern einen Blick auf das Dreihasenfenster ermöglichen. Aufgrund der dazu notwendigen Arbeiten wird der Kapitelsfriedhof vom 10. April bis zum 9. Juni 2017 nicht zugänglich sein.      

„Es freut uns, dass täglich viele Menschen den Kapitelsfriedhof besuchen, um das Dreihasenfenster zu entdecken. Dabei erkennen sie oftmals zugleich die besondere Atmosphäre dieses Ortes mit den gotischen Fensterbögen des Kreuzganges und dem Pfauenbrunnen. Die Totenleuchte an der Westfalenkapelle, das Kapitelskreuz und die Gräber laden zugleich zum stillen Gebet ein“, sagte Dompropst Monsignore Joachim Göbel bei der Vorstellung der geplanten Umgestaltungsmaßnahmen. Das Metropolitankapitel will den Kapitelsfriedhof noch mehr zu einem Ort des Verweilens machen und beispielsweise durch Sitzbänke und eine dezente Beleuchtung zur Ruhe und Andacht anregen.  

Der Kapitelsfriedhof soll behutsam modernisiert werden. Hier die Planung.pdp „Die Erschließungsflächen im Innenhof des Kreuzgangs sollen zukünftig prägnanter in Gestalt von Platz- und Wegeflächen ablesbar gemacht werden. In der Mitte des Hofes wird eine langgezogene Platzfläche herausgearbeitet, die den zentralen Ort im Kapitelsfriedhof darstellt, ausgestattet mit dem Pfauenbrunnen an der Nordseite und einer großen Sitzbank im Süden“, sagte Stefanie Kroll von der Zentralabteilung Bauamt des Erzbischöflichen Generalvikariats als zuständige Architektin. Diese Platzfläche wird Blicke auf die ortsprägenden Elemente wie das Dreihasenfenster, das Kapitelskreuz und die Totenleuchte bieten. Barrierefreie Wege werden auf diese Platzfläche und zu den im Osten des Kapitelsfriedhof angeordneten Bänken an beiden Seiten des Kapitelskreuzes führen.  

Das im Bestand vorhandene Tudorfer Pflaster werde im Bereich des zentralen Platzes neu zur Geltung gebracht, indem es im traditionellen Verband (Fischgrätverband) verlegt und durch einen Friesstreifen aus Travertin abgeschlossen werde, erläuterte Architektin Kroll weiter. Die geplanten Hockerbände seien ebenfalls aus Travertin gefertigt. „Bedeutende Orte des Kapitelsfriedhofes wie die Westfalenkapelle mit der Totenleuchte, das Kapitelskreuz sowie das Dreihasenfenster sollen über Bodenstrahler beleuchtet werden“, so Dompropst Göbel. „So setzen wir alles zugleich ins rechte Licht.“  

Auch an der Außenseite des Paderborner Domes gibt es in diesen Tagen und Wochen eine große Veränderung: Im Zuge der derzeit durchgeführten Sanierungsarbeiten am Hohen Dom wird jetzt der markante Domturm eingerüstet, um die Fassade des Turms zu überprüfen und notwendige Arbeiten auszuführen. Im Rahmen dieser Arbeiten sollen im Turm auch zwei neue Glocken installiert werden, um so das Geläut zu optimieren.