Päpstlicher Silvesterorden für Dr. Guido Sandler aus Bielefeld

Weihbischof Manfred Grothe überreicht Päpstliche Ehrung

Dr. Dr. h. c. Guido Sandler empfing aus der Hand von Weihbischof Manfred Grothe die Ernennungsurkunde zum „Ritter des Ordens vom Heiligen Papst Silvester“ und den dazugehörigen Orden. V.l.n.r.: Weihbischof Manfred Grothe, Dr. Dr. h. c. Guido Sandler, Gertrud Sandler.pdp / Thomas Throenle Paderborn / Bielefeld, 4. April 2017. Papst Franziskus hat Dr. Dr. h. c. Guido Sandler aus Bielefeld, den ehemaligen ehrenamtlichen Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH, mit dem Silvesterorden ausgezeichnet. Weihbischof Manfred Grothe überreichte im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker am Montag im Gertrud-Frank-Haus in Bielefeld dem 88-Jährigen die hohe päpstliche Ehrung. Verbunden mit der Ordensverleihung ist die Ernennung zum „Ritter des Ordens vom Heiligen Papst Silvester“. Aufgrund seines langjährigen ehrenamtlichen Engagements und Wirkens für die katholischen Krankenhäuser der Katholischen Hospitalvereinigung werde er vom Heiligen Vater durch die Verleihung des Silvesterordens geehrt, würdigte Weihbischof Grothe den Einsatz von Dr. Sandler.      

Als ehrenamtlicher Vorsitzender des Verwaltungsrates habe Dr. Sandler von 1989 bis 2016 die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen mit Sitz in Bielefeld mit großem persönlichen Einsatz und Geschick geführt, führte Weihbischof Manfred Grothe in seiner Laudatio aus. Unter der Leitung von Dr. Sandler seien drei ursprünglich in der Trägerschaft örtlicher Kirchengemeinden und Stiftungen stehende Krankenhäuser auf Trägergesellschaften übertragen worden. Diese Gesellschaften seien später miteinander verschmolzen und die drei Krankenhäuser – das Franziskushospital Bielefeld, das Mathilden Hospital Herford und das Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück – zu einem Krankenhausverbund zusammengeschlossen worden. „Dass diese Schritte in einem konstruktiven und einvernehmlichen Prozess vollzogen werden konnten, ist im Wesentlichen der Verdienst von Herrn Dr. Dr. Sandler“, so Weihbischof Grothe.  

Päpstliche Urkunde für „Guido Sandler aus dem Erzbistum Paderborn“.pdp / Thomas Throenle Seine Tätigkeit habe Dr. Sandler dabei stets in den Dienst der Weiterentwicklung der Katholischen Hospitalvereinigung und ihrer Krankenhäuser gestellt, sagte Weihbischof Grothe weiter. Bei allen Entscheidungen seien für ihn die Bedürfnisse der Menschen und die Maßstäbe der christlichen Ethik leitend. „Dies lies die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen mit ihren Krankenhäusern in Bielefeld, Herford und Rheda-Wiedenbrück heute zu einem erfolgreichen Krankenhausträger werden.“ „Sie stellten Ihre Kräfte und Talente ehrenamtlich zur Verfügung und zeigten damit, wie sehr Ihnen Ihr Wirken auch ein persönliches Anliegen war, das Sie fernab von Verdienst oder Anerkennung leisteten im Interesse derer, denen der Dienst des Kath. Krankenhauses im Erzbistum Paderborn zu Gute kam“, sagte Weihbischof Grothe zum Abschluss seiner Laudatio.  

Weihbischof Grothe verwies auch auf das vielgestaltige ehrenamtliche Engagement von Dr. Sandler außerhalb des Raumes der Kirche. So war er Vize-Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen, initiierte den Unternehmertag Ostwestfalen, war Vorsitzender der Stiftung Altersmedizin und Mitbegründer der Bielefelder Initiative Berufsausbildung.  

Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH ist ein Zusammenschluss der drei Krankenhäuser Franziskus Hospital Bielefeld, Mathilden Hospital Herford und Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück. Rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für die Versorgung von etwa 30.000 stationären sowie 50.000 ambulanten Patientinnen und Patienten.  

Dr. Sandler wurde 1928 in Nandlstadt in Oberbayern geboren, er ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Nach dem Abitur studierte Sandler Betriebswirtschaft, später Volkswirtschaft, Rechtswissenschaft und Brauwissenschaft. 1952 legte er sein Examen als Diplom-Kaufmann ab, 1953 promovierte er im Fach Betriebswissenschaft. Seit 1959 war er in Bielefeld in der Zentrale des Oetker-Konzerns tätig, wurde 1963 Generalbevollmächtigter und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Stammfirma Dr. Oetker und leitete von 1966 an als Vorsitzender der Geschäftsführung auch die Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG. Von 1981 bis 1997 war er persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG und von 1997 bis 2000 Mitglied des Beirates der Dr. Oetker KG.      

Vorderseite des päpstlichen Silvesterordens.pdp / Thomas ThroenleStichwort: Silvesterorden  

Der Silvesterorden ist einer von sechs päpstlichen Verdienstorden. Der Ritterorden des Papstes wird für besonderes ehrenamtliches Engagement in katholischen Institutionen und aufgrund persönlicher Verdienste verliehen. Benannt nach Papst Silvester I. (314-335) und von Papst Gregor XVI. im Jahr 1841 gestiftet, wurde der Orden 1905 von Papst Pius X. erneuert. Der päpstliche Ritterorden besteht aus einem goldenen, weißemaillierten Malteserkreuz mit dem Bild Papst Silvesters, auf der Rückseite sieht man das Papstwappen. 1905 wurde der Silvesterorden von Papst Pius X. in verschiedene Klassen unterteilt: den Ritter, den Komtur (lat. Commendatore), den Komtur mit Stern und den Grosskreuz-Ritter.