Christen als Wohlgeruch Gottes

Rendezvous im Dom mit Duftperformance, Lichtinstallationen und Saxophon-Musik

Lichtinstallationen unterstützten die Wahrnehmung des erfrischenden Dufts im Hohen Dom.pdp/Ronald Pfaff Paderborn, 30. März 2017. Das Zusammenspiel von Duft, Licht und Klang unter dem Motto „Wörter duften“ stand am Mittwochabend im Mittelpunkt der Reihe „Rendezvous im Dom“. Die Premiere der einmaligen Duftperformance im Hohen Dom zu Paderborn fand große Resonanz und belebte die Sinne zur Vorbereitung auf die Osterzeit.

„Sensibilisieren Sie mal Ihr Riechorgan“, forderte Professorin Dr. Bergit Peters (KatHo) zu Beginn der neuen Form der Fastenpredigten auf, die nun im zweiten Jahr unter dem Motto „Rendezvous im Dom“ an sechs Abenden durchgeführt wird. Gemeinsam mit Dompastor Nils Petrat begleitete sie mit Lesungen und tiefsinnigen Texten die Gedanken zur Fastenzeit. Dazu erfüllte ein ganz besonderer Duft den Kirchenraum des Hohen Doms: Frühlingshaft, belebend und frisch. Eine Lichtinstallation und Saxophon-Musik unterstützten dabei die Stimulation der Sinne.

"Wörter duften" war das Motto des "Rendezvous im Dom" zur Fastenzeit.pdp/Ronald Pfaff Menschen dürfen den Lebensduft Gottes spüren, dies machte die Lesung aus den Paulus-Briefen deutlich. Der Apostel Paulus schreibt: „Wir sind ein Wohlgeruch Gottes.“ (2 Kor 2,15). Gerade in seinem Brief an die Korinther beschreibt Paulus treffend, woran Christen zu erkennen seien und was den Charakter kennzeichne. „Christinnen und Christen sprühen einen ganz besonderen Geruch aus“, fasste Bergit Peters zusammen: „Ein Duft, der auf Christus verweist.“ Paulus habe das selbst durch seine Art zu leben gezeigt, beispielsweise durch seine Zuwendung zu Menschen, die am Rande der Gesellschaft lebten, und seinen Wunsch nach Gerechtigkeit.

Mit einem Stationengang durch den Hohen Dom vom Paradiesportal zur Krypta und dann durch den Mittelgang zum Hochaltar erlebten die zahlreichen Rendezvous-Gäste die besondere Atmosphäre von Licht, Duft und Klang. Eindrucksvoll auch das vorgetragene Gedicht von  Rose Ausländer. Die aus der Bukowina stammende Lyrikerin überlebte mit ihrer Mutter in einem Ghetto in ihrer Heimatstadt die NS-Herrschaft der späten Kriegsjahre des Zweiten Weltkrieges.

„Für mich persönlich war es eine ganz eindrucksvolle Atmosphäre, wie ich auch persönlich den Dom noch nicht erlebt habe“, zeigte sich Dompastor Nils Petrat sehr dankbar für den Abend.

Hier ein O-Ton von Nils Petrat:

Dompastor Nils Petrat zum "Rendezvous im Dom"