Gutes tun mit alten Handys

Erzbischöfliches Generalvikariat beteiligt sich an Handy-Sammelaktion von missio

Gutes tun durch das Sammeln von Handys: Weihbischof Matthias König und Theresa Fuhrmann freuen sich über die große Zahl an alten Handys, die von den Mitarbeitern des Erzbischöflichen Generalvikariats gespendet wurden.pdp / Thomas ThroenlePaderborn, 17. März 2017. Nach Schätzungen von Experten liegen über 100 Millionen ausgediente Mobiltelefone in den Schubladen bundesdeutscher Haushalte. Dass mit diesen alten Handys noch viel Gutes getan werden kann, überrascht Viele: Die Telefone und Smartphones enthalten wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können, so dass diese wieder verwendet und Ressourcen geschont werden können. Das internationale katholische Hilfswerk missio ruft daher zur Aktion „Handys recyceln – Gutes tun“ auf. An ihr haben sich in den vergangenen Wochen die Mitarbeiter des Erzbischöflichen Generalvikariates Paderborn beteiligt: Viele ausgediente Handys wurden gesammelt und geben Zeugnis von der Verantwortung für die Schöpfung. Weihbischof Matthias König unterstützt die Aktion: „Ich staune über die Anzahl der gesammelten Handys. Es ist wertvoll, sich Gedanken darum zu machen, wie die in den Telefonen enthaltenen Ressourcen weiter verwendet werden können“.      

„Wer sich an der Handy-Sammelaktion von missio beteiligt, schützt nicht nur die Umwelt, vielmehr tut er auch gleichzeitig etwas für Familien in Not“, erläutert Theresia Fuhrmann vom Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat. Das Unternehmen mobile box recycelt die in den gesammelten Alt-Handys vorhandenen wertvollen Rohstoffe und bereitet noch nutzbare Geräte zur Wiederverwendung auf. Aus den Erlösen spendet mobile box 60 Cent pro Handy an die „Aktion Schutzengel. Für Familien in Not. Weltweit.“.  

Diese Spende hilft beispielsweise Familien in der Demokratischen Republik Kongo in Afrika. Dort müssen Millionen Menschen vor dem Bürgerkrieg und den Kämpfen verfeindeter Milizen fliehen. Rebellen überfallen Frauen und ganze Dörfer. Sie morden, plündern und brandschatzen. Mit brutaler Gewalt zerstören sie Familien und Dorfgemeinschaften. Dabei wird der Konflikt unter anderem finanziert durch den illegalen Abbau von Coltan, einem Rohstoff, der auch in Handys steckt.  

Hilfe erhalten auch die Opfer in Traumazentren, die mit Unterstützung von missio aufgebaut werden. Erfahrene Therapeuten leisten Frauen, Männern und Kindern, die extremes Leid erlitten haben, seelischen und medizinischen Beistand und geben ihnen neuen Mut.  

Vom 1. bis 7. September 2017 ruft das Katholische Hilfswerk missio zur Mitmachaktion „Woche der Gold-Handys“ auf. Der Termin wurde ganz gezielt gewählt, denn zu diesem Zeitpunkt findet die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin statt, auf der die neuesten Elektronik-Produkte präsentiert werden. Diese Gelegenheit möchte missio nutzen, um bei Aktionen in zahlreichen deutschen Städten zum Handy-Recyceln aufzurufen.