Zukunft der Kirchen ist ökumenisch

Ökumenischer Gottesdienst mit Erzbischof Becker und Bischof Hein

Erzbischof Hans-Josef Becker und Bischof Martin Hein feierten in der Stadtkirche von Bad Wildungen einen ökumenischen Gottesdienst.medio.tv/schaudernaPaderborn / Kassel / Bad Wildungen, 13. März 2017. Der Weg der Kirchen in die Zukunft wird nach Aussage des kurhessischen Bischofs Martin Hein ein ökumenischer sein. Das künftige Verhältnis der verschiedenen Konfessionen müsse unter dem Motto „Sola caritate - allein in der Liebe“ stehen, predigte Hein am Sonntagabend in einem ökumenischen Gottesdienst zum Reformationsgedenken in der Stadtkirche Bad Wildungen. Zu dem Gottesdienst hatten die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und das Erzbistum Paderborn gemeinsam eingeladen.  

Bischof Hein erinnerte daran, dass die vergangenen 500 Jahre oft von Glaubenseifer, Glaubenshass, Verfolgung und religiös motivierten Kriegen geprägt gewesen seien. „Die Liebe, so müssen wir bekennen, hat uns in den vergangenen 500 Jahren am allermeisten gefehlt“, sagte Bischof Hein. Einander bei aller Unterschiedlichkeit zu lieben, sei zwar nicht einfach, aber der einzige Weg, um zueinander zu kommen. „Das Reformationsjubiläum hat dann für unsere Kirchen sein Ziel erreicht, wenn wir uns vom Geist der Liebe Gottes erfassen lassen“, betonte Bischof Hein.  

Im ökumenischen Gottesdienst wurde der Reformation vor 500 Jahren gedacht.medio.tv/schaudernaZuvor hatte Erzbischof Hans-Josef Becker, der Oberhirte des Erzbistum Paderborn, alle Kirchengemeinden aufgerufen, einen Schlussstrich unter die Verletzungen der Vergangenheit zu ziehen und die ökumenische Zusammenarbeit zu stärken. „Nur gemeinsam werden wir in der multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft das Evangelium glaubwürdig verkünden und leben können“, sagte Erzbischof Becker.  

Der Gottesdienst in Bad Wildungen war Auftakt einer Reihe von drei ökumenischen Feiern zum Reformationsgedenken, die die EKKW mit den katholischen Bistümern feiert, die in ihrem Bereich liegen. Ein Gottesdienst mit dem Bistum Fulda, mit dem die EKKW die größte geografische Überschneidung hat, folgt am 11. Juni in Fritzlar. Den Abschluss bildet am 31. Oktober ein Festgottesdienst in Schmalkalden mit dem Bistum Erfurt. Der Kirchenkreis Schmalkalden ist eine in Thüringen liegende Exklave der EKKW. Das Erzbistum Paderborn ragt mit einem seiner Dekanate, dem Dekanat Waldeck, in das nordwestliche Gebiet der EKKW hinein.

Text: epd

Das künftige Verhältnis der verschiedenen Konfessionen müsse unter dem Motto „Sola caritate - allein in der Liebe“ stehen, so Bischof Hein in seiner Predigt.medio.tv/schauderna  

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