Spiritualität, die Herzen berührt

„Nacht der Lichter“ im Hohen Dom zu Paderborn in eindrucksvoller Atmosphäre

Die Nacht der Lichter sorgt im Hohen Dom zu Paderborn für eine besondere Atmosphäre.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 10. März 2017. Die bereits 15. Auflage der „Nacht der Lichter“ im Hohen Dom zu Paderborn mit Gesängen aus Taizé fand bei Jugendlichen und Erwachsenen am Freitagabend großen Anklang. Durch mehr als tausend Kerzen, Lesungen aus der Heiligen Schrift, Gesänge, aber auch durch Stille entstand im Gotteshaus eine eindrucksvolle Atmosphäre, die die Besucher des Gottesdienstes ansprach und anrührte – Spiritualität war mit Augen, Herz und Händen zu fassen. Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder freute sich über einen „vollbesetzten“ Dom in der Fastenzeit, in dem wieder einmal nicht nur die Sitzreihen schnell vergeben waren, sondern vor allem die Jugendlichen mit Decken oder Kissen die Gänge ausfüllten.      

Viele hundert Jugendliche und Erwachsene füllten den Paderborner Dom in der Nacht der Lichter.pdp / Throenle Mehr als tausend Kerzen sorgten im Hohen Dom für die Atmosphäre, die das Erlebnis Taizé so einzigartig macht. Gläubige aller Generationen sind von dieser Atmosphäre angerührt und begeistert. Die „Nacht der Lichter“ im Paderborner Dom ist den Gebetsgottesdiensten nachempfunden, die in der „Kirche der Versöhnung“ im südburgundischen Taizé gefeiert werden. Die „Nacht der Lichter“ wird von der Abteilung für Jugendpastoral und Jugendarbeit im Erzbischöflichen Generalvikariat und der Kolpingjugend Diözesanverband Paderborn veranstaltet.  

Kennzeichen der Liturgie in der „Nacht der Lichter“ sind kurze, biblische Textimpulse sowie Zeiten der Stille. Getragen wird das Gebet von den bekannten, mehrsprachigen Taizé-Gesängen. Während der Kreuzverehrung, die fester Bestandteil der Liturgie ist, besteht die Möglichkeit, mit einem Seelsorger in ein persönliches Gespräch zu kommen.  

Die Kreuzverehrung am Ende des Gottesdienstes war ein besonderes Element der Nacht der Lichter.pdp / Thomas Throenle Das zuvor bei der Lichterfeier durch den Mittelgang getragene Kreuz erinnere an den Tod und die Auferstehung Jesu, sagte Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder. Das zugleich weitergegebene Licht sei Symbol dafür, dass Christus die Dunkelheit des Lebens erhelle, dass Jesus das Licht der Welt sei. „Möge die Nacht der Lichter wieder zu einem echten Highlight, also zu einem besonderen Augenblick der Nähe Gottes werden“, so der Direktor des Jugendhauses des Erzbistums Paderborn in Hardehausen.  

Zu Beginn des Gottesdienstes betete Diözesanjugendpfarrer Schröder: „Gott, du Quelle des Lebens, du Ursprung des Lichtes. Der Tag vergeht und das Dunkel der Nacht bricht herein und umgibt uns. Du schenkst uns das Licht, das keinen Abend kennt und erhellst die Finsternis der Nacht. Dein Sohn hat durch den Tod am Kreuz die dunkelsten Stunden seines Lebens erlitten, um uns in der Nacht unseres Lebens nahe zu sein. In dieser Nacht spüren wir seinen Pulsschlag, der stärker ist als der Tod. Öffnen wir unsere Herzen, damit auch in uns der Puls der Liebe und der Barmherzigkeit zu schlagen beginnt.“  

Ein Projektchor und Instrumentalisten sorgten für die musikalische Gestaltung.pdp / Thomas Throenle Die Texte aus der Heiligen Schrift wurden auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Persisch vorgetragen. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Sänger und Instrumentalisten des Taizé-Chores unter der Leitung von Birgit Richter (Pömbsen) und Jan Stollmeier (Hövelhof).  

„Gott, wir danken Dir für deine liebende Gegenwart, die diese Nacht erleuchtet hat. Dein Sohn hat uns verheißen, alle Tage des Lebens bei uns zu sein, bis zum Ende der Welt, er hat ein für allemal die Dunkelheit des Todes und des Lebens durch seine Auferstehung erleuchtet. Als Zeugen dieser großen Verheißung werden wir nun als seine Jüngerinnen und Jünger in die Welt gesandt, um die Frohe Botschaft den Menschen zu verkünden. Wir bitten dich, ermutige und stärke uns auf dem Pilgerweg des Vertrauens, damit wir ein leuchtendes Beispiel geben von deiner unerschöpflichen Liebe“, betete Diözesanjugendseelsorger Schröder zum Abschluss des Gottesdienstes und spendete dann den Segen.

Seelsorger standen nach der Kreuzverehrung für Gespräche zur Verfügung.pdp / Thomas Throenle