Engagiert und profiliert

Diözesaner Ethikrat im Erzbistum Paderborn

Dank für zehn Jahre Engagement im Diözesanen Ethikrat: Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig (rechts), Geschäftsführer Marius Menke und Domkapitular Dr. Thomas Witt verabschiedeten Klaus Bathen, den Vorsitzenden Dr. Horst Luckhaupt und Dr. Gerhard Markus (von links). Es fehlt die ebenfalls verabschiedete Judith Brüggemann.cpd / SauerPaderborn, 8. März 2017. (cpd) Im zehnten Jahr seines Bestehens hat der Diözesane Ethikrat im Erzbistum Paderborn seinen Vorsitzenden und drei weitere Gründungsmitglieder verabschiedet. Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn, an den der Ethikrat angebunden ist, bedankte sich für die engagierte und profilierte Mitarbeit. Insbesondere würdigte er das Engagement von Dr. Horst Luckhaupt vom St.-Johannes-Hospital in Dortmund, der dem Ethikrat seit dessen Gründung im Jahr 2007 als Vorsitzender zur Verfügung stand. Er habe seine Expertise als erfahrener Chefarzt sowie als kompetenter Ethiker eingebracht. „Das ist eine fruchtbare Mischung, die in dieser Form nicht häufig zu finden ist“, sagte Witt. Verabschiedet wurden zudem Klaus Bathen, Hauptgeschäftsführer der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund, Judith Brüggemann vom St.-Marien-Hospital Hamm sowie Dr. Gerhard Markus, Paderborner Intensivmediziner im Ruhestand.  

Der Diözesane Ethikrat ist ein unabhängiges, interdisziplinäres Gremium im Erzbistum Paderborn, bestehend aus Medizinern, Theologen, Sozial- und Rechtswissenschaftlern sowie Pflegefachleuten, die sich mit aktuellen ethischen Herausforderungen und Konfliktsituationen beschäftigen und Empfehlungen oder Positionierungen erarbeiten. In den vergangenen Jahren wurde praktische Hilfen zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmachten und ethische Fallbesprechung veröffentlicht, die in der medizinischen und pflegerischen Praxis sehr gut angenommen wurden und bereits in dritter Auflage vorliegen. Auch die Einrichtung und Arbeit von Ethik-Komitees bei Trägern von caritativen Diensten und Einrichtungen sowie Instrumente der ethischen Fallbesprechung wurden gefördert und unterstützt. In brisanten und akuten Entscheidungsfällen, die eine ethische Einschätzung erforderten, stand der Ethikrat verschiedenen Trägern und Einrichtungen im Erzbistum Paderborn mit Rat und Unterstützung zur Seite. Zudem werden vom Ethikrat Fortbildungen zur ethischen Beratung in der stationären Altenhilfe und im Krankenhaus angeboten und durchgeführt. Die dritte, jeweils fünf Jahre dauernde Amtsperiode des Ethikrates beginnt im Juli.  

Weitere Informationen und alle Veröffentlichungen des Diözesanen Ethikrates sind zu finden unter www.caritas-paderborn.de (Menüpunkt „für Experten“). Kontakt: ethikrat@caritas-paderborn.de.