Erzbischof Becker erhält „Goldenes Karussellpferd“

Ehrenauszeichnung der Schausteller in Dortmund überreicht

Erzbischof Hans-Josef Becker erhielt in Dortmund das „Goldene Karussellpferd“ (v.l.): Hans-Peter Arens, Schausteller-Verein Rote Erde Dortmund e.V., Erzbischof Hans-Josef Becker, Carina Gödecke, Landtagspräsidentin in NRW und Albert Ritter, Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW.pdp Dortmund, 3. März 2017. Der Preis ist aus goldenem Metall und wiegt gut vier Kilogramm. Am Freitag erhielt Erzbischof Hans-Josef Becker in Dortmund das „Goldene Karussellpferd“. Die jährliche Ehrenauszeichnung der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW wurde dem Paderborner Erzbischof beim Jahresempfang der Schausteller im Dortmunder Fußballmuseum verliehen.

Die Ehrung erhalte Erzbischof Hans-Josef Becker als eine Persönlichkeit, die sich in herausragender Weise um den Erhalt und die Förderung des Kultur- und Wirtschaftsgutes „Volksfest, Weihnachtsmarkt und Kirmes“ verdient gemacht habe, erklärte die Vorjahrespreisträgerin, NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke, in ihrer Laudatio. Erzbischof Becker, der im südwestfälischen Belecke an der Möhne geboren wurde, sei mit Schützenfest und Kirmes groß geworden. Als Erzbischof von Paderborn sei er heute „sozusagen Hausherr“ des Libori-Festes, der „bundesweit wohl einzigartigen Mischung aus Kirche und Kirmes, aus Feiern und Beten“. Dabei habe der Erzbischof im vergangenen Jahr sogar zwei Stunden auf dem Riesenrad verbracht, als 50 Frauen, Männer und Kinder auf der Libori-Kirmes eine Fahrt auf dem Riesenrad mit dem Erzbischof gewonnen hatten.

Waren aus Paderborn zur Preisverleihung in Dortmund angereist (v.l.): Bürgermeister Michael Dreier, Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt.pdp Es zeige sich in vielfältiger Weise, dass er den Schaustellern herzlich und geschwisterlich verbunden sei. Das Hochfest des hl. Liborius wird am 23. Juli gefeiert. Die Liborifestwoche beginnt in der Regel am folgenden Samstag. Wenn der 23. Juli auf einen Samstag fällt, beginnt die Festwoche jedoch direkt und wenn, wie in diesem Jahr, der 23. Juli ein Sonntag ist, erfolgt der Start schon am 22. Juli.

In seiner Dankesrede sagte Erzbischof Hans-Josef Becker: „Ich bin mir bewusst, dass diese Ehrung in erster Linie einem Aushängeschild unseres Erzbistums gilt: unserem Libori-Fest, dem kirchlichen wie weltlichen Fest rund um das Patronatsfest unseres Bistumsheiligen, des einstigen Bischofs von Le Mans in Frankreich und heutigem Patrons von Paderborn, dessen Reliquien seit dem Jahr 836 in unserer Stadt ihre Heimat gefunden haben und dort bis heute verehrt werden.“ Er dankte den Schaustellern besonders für ihre Beiträge zu diesem Fest. Zudem verwies Erzbischof Becker darauf, dass es in Deutschland seit über sechzig Jahren eine eigene Seelsorge für die Menschen im Schausteller-, Markt- und Circusgewerbe gebe. Diese möchte die Schaustellerinnen und Schausteller nach besten Kräften in ihren Anliegen unterstützen und dazu beitragen, ihnen eine gewisse geistliche Heimat zu geben. Pfarrer Sascha Ellinghaus aus dem Erzbistum Paderborn ist derzeit der Leiter dieses Seelsorgebereiches.

Von der zum Rednerpult umgebauten Drehorgel aus bedankte sich Erzbischof Hans-Josef Becker für das „Goldene Karussellpferd“, die Ehrenauszeichnung der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW.pdpDas „Goldene Karussellpferd“ soll künftig im Bischofshaus in Paderborn „das ganze Jahr über symbolisch für die umfassende Freude des Libori-Festes und seiner Kirmes stehen“, kündigte Erzbischof Becker an. Wie die Preisträger vor ihm, darunter Norbert Lammert, Martin Schulz, Hannelore Kraft, Franz Müntefering, Christa Thoben und Wolfgang Clement, wird der Erzbischof nun im kommenden Jahr die Laudatio auf den nächsten Preisträger halten.