Menschen durch die Verehrung des heiligen Liborius ermutigen und bestärken

Broschüre „Die Feier der Libori-Bruderschaftsandacht im Hohen Dom zu Paderborn“ erschienen

Dompropst Monsignore Joachim Göbel (l.) und Domvikar Hans Jürgen Rade stellten die Broschüre „Die Feier der Libori-Bruderschaftsandacht im Hohen Dom zu Paderborn“ vor. Im Hintergrund der Ebenholzschrein mit den Reliquien des Heiligen im Altar der Krypta des Paderborner Domes.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 17. Februar 2017. So wie das Libori-Fest hat auch die Libori-Bruderschaft und die besondere Andacht dieser Gemeinschaft eine lange Tradition. Um die „Feier der Libori-Bruderschaftsandacht im Hohen Dom zu Paderborn“ weiter lebendig zu halten, hat das Metropolitankapitel das Gottesdienstheft überarbeitet und neu herausgegeben. Die seit 1736 bestehende Libori-Bruderschaft und die Feier der Andacht diene dazu, „Menschen durch die Verehrung des heiligen Liborius zu ermutigen und zu bestärken, ihre Gottesbeziehung und ihren Glauben zu vertiefen und ihr Leben im Vertrauen auf Gottes Hilfe und die Fürbitte des heiligen Liborius zu gestalten“, sagten Dompropst Monsignore Joachim Göbel und Domvikar Hans Jürgen Rade bei der Vorstellung der 36 Seiten umfassenden Broschüre.      

Die Übertragung der sterblichen Überreste des heiligen Bischofs Liborius im Jahr 836 von Le Mans in Frankreich nach Paderborn habe eine Glaubens- und Gebetstradition begründet, die trotz aller Wechselfälle im Laufe der Geschichte bis heute sehr lebendig sei, führten die beiden Vertreter des Paderborner Metropolitankapitels aus. Sie erinnerten an den 836 geschlossenen „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ zwischen beiden Diözesen, der sich als Glaubens- und Gebetsgemeinschaft und in zahlreichen freundschaftlichen Beziehungen zeige. „Die ununterbrochene Tradition der Verehrung des heiligen Liborius findet zudem einen starken Ausdruck im weltweit einzigartigen Libori-Fest und in der Anrufung des Patrons des Erzbistums, des Domes und der Stadt Paderborn durch die Libori-Bruderschaft“, so Dompropst Göbel. „Die Libori-Bruderschaft wurde 1736 gegründet aus Anlass der 900-Jahr-Feier der Reliquienübertragung aus Le Mans nach Paderborn. Entgegen ihrer altertümlich klingenden Bezeichnung mit ‚Bruderschaft‘ hat sie seit ihrer Stiftung Frauen und Männer zusammengeführt“, ergänzte Domvikar Rade.  

„Die Form und Texte der Libori-Bruderschaftsandacht spiegeln die lange und ehrwürdige Gebetstradition wider, in der wir stehen und der wir uns verpflichtet sehen“, führte Domvikar Rade weiter aus. „Da zugleich jede Generation neu ihre Sprache und ihren Zugang zu entwickeln und ihre Herausforderungen zu bestehen hat, legen wir in Anknüpfung an die letzte Überarbeitung von 2008 eine hinsichtlich der Sprache, der Gebetsanliegen und der musikalischen Gestaltung überarbeitete Fassung der Andacht vor.“ Zum Abschluss seines Vorwortes wünscht Dompropst Göbel: „Mögen auch in Zukunft das gemeinsame Lob Gottes und die Verehrung des heiligen Liborius Menschen ermutigen und bestärken, sich für die Bezeugung und Weitergabe des Glaubens in Wort und Tat einzusetzen“.  

Die Broschüre informiert über den heiligen Liborius, die Gründung der Libori-Bruderschaft und deren Ziele, stellt die freiwillige Selbstverpflichtung ihrer Mitglieder und die Termine der Libori-Bruderschaftsandachten vor. Dann folgt der Ablauf der Libori-Bruderschaftsandacht mit den zahlreichen Liedern und Gebeten. In dem handlichen Heft, gedruckt im Format des neuen Gotteslobes, finden sich auch zahlreiche Fotos, die einen Eindruck von der Verehrung des heiligen Liborius vermitteln.