Telefonseelsorge ist Ausdruck seelsorglicher Verantwortung der Kirche

Generalvikar Alfons Hardt (vorne, 2.v.r.) beriet mit den Telefonseelsorgerinnen und -seelsorgern im Erzbistum Paderborn die Entwicklungen in der Arbeit der Telefonseelsorge.pdp Paderborn, 29. November 2016. Generalvikar Alfons Hardt kam jetzt mit den hauptamtlichen katholischen Seelsorgern der insgesamt sechs Telefonseelsorge-Einrichtungen im Erzbistum Paderborn zum Austausch zusammen. Die Einrichtungen werden gemeinsam von der katholischen und evangelischen Kirche getragen. Die katholischen Leiter und stellvertretenden Leiter der Telefonseelsorge Bielefeld, Dortmund, Hagen, Hamm, Paderborn und Siegen sprachen mit Generalvikar Hardt bei ihrem Jahresgespräch über die Verortung der Telefonseelsorge im „Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn“. Zudem wurde eine Weiterentwicklung der von der Telefonseelsorge angebotenen E-Mail-Beratung vorgestellt.      

Telefonseelsorge sei extrem niederschwellig im realen und virtuellen Kommunikationsraum gegenwärtig, sie sei spontan und situativ, so beschrieben die hauptamtlichen Telefonseelsorger im Erzbistum Paderborn das von vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragene Angebot der Kirche. Im Hinblick auf das von Erzbischof Hans-Josef Becker in Kraft gesetzte „Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn“ kennzeichneten sie die Telefonseelsorge als „Ausdruck der seelsorglichen Verantwortung der Kirche für die Menschen unserer Zeit“. Telefonseelsorge sei ein Raum, in dem Zuwendung und hilfreiche Begegnung möglich sei und geschehe, in der Vielzahl der Kontakte zwischen Beratenden und Ratsuchenden, aber auch in der gegenseitigen Unterstützung der Mitarbeitenden untereinander. „Die Telefonseelsorge erreicht Menschen, die sich nicht im kirchlichen Binnenraum aufhalten, aber mit dem Angebot Seelsorge dennoch Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit verbinden, möglicherweise auch die Hoffnung auf eine Zusage Gottes, der Menschen in den Ambivalenzen des Lebens nicht allein lässt.“  

Die Telefonseelsorge in Siegen bildete zwischen November 2015 und November 2016 in rund 95 Zeitstunden sechs Studierende der Universität Siegen im Bereich der E-Mail-Beratung aus, einem zusätzlichen Angebot der Telefonseelsorge zum Seelsorgegespräch am Telefon. Hintergrund dieser E-Mail-Ausbildung ist die gestiegene Nachfrage in diesem Bereich. „Die E-Mail-Begleitung wird heute vermehrt nachgefragt: Gab es im Jahr 2015 noch 54 Ratsuchende mit 189 Beratungsmails, sind es im Jahr 2016 bereits 187 Ratsuchende mit 565 E-Mails“, so der Leiter der Telefonseelsorge Siegen, Bernd Wagener. Durch die Mitarbeit der Studierenden in der Telefonseelsorge verjünge sich das Team der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Vielfalt der Generationen sei ein echter Gewinn. Er sei dankbar für die vermehrte Anfrage von Studierenden, die sich für eine Mitarbeit bei der Telefonseelsorge interessieren.  

Am Jahresgespräch mit Generalvikar Alfons Hardt nahmen teil: Elisabeth Kamender (Telefonseelsorge Bielefeld), Michael Hillenkamp (Telefonseelsorge Dortmund und Diözesanbeauftragter für die Telefonseelsorge im Erzbistum Paderborn), Dr. Stefan Schumacher (Telefonseelsorge Hagen), Michael Grundhoff (Telefonseelsorge Hamm), Monika Krieg (Telefonseelsorge Paderborn), Bernd Wagener (Telefonseelsorge Siegen), und Stephan Lange (Leiter der Abteilung Gemeinde- und Erwachsenenpastoral im Erzbischöflichen Generalvikariat).