Schulgemeinschaft der Brede-Schulen gedenkt Seligsprechung der Ordensgründerin

Weihbischof Matthias König feiert Gottesdienst mit der Schulgemeinschaft der Schulen der Brede in Brakel

Die 6b des Gymnasiums der Brede-Schulen feierte das Patrozinium mit einer Marzipantorte.Kai Hasenbein Paderborn / Brakel, 24. November 2016. Einmal im Jahr ruhen Füller und Bleistifte an den Schulen der Brede in Brakel für einige Stunden, Bücher und Hefte bleiben bei den Schülern, aber auch bei den Lehrern zu: Stattdessen biegen sich die Tische unter den Köstlichkeiten, die in den Klassen und Stufen miteinander geteilt werden. Keine Frage: Dann wird wieder Patrozinium gefeiert! In diesem Jahr durfte der Schulleiter der Brede-Schulen, Matthias Koch, zum Gedenktag an die Seligsprechung der Schulpatronin und Ordensgründerin Maria Theresia Gerhardinger vor 31 Jahren einen besonderen Gast aus Paderborn begrüßen, welcher dem gemeinsamen Gottesdienst aller Abteilungen vorstand: Weihbischof Matthias König. Dieser erinnerte an das Leben der Schulpatronin und betonte, dass das, was Maria Theresia früher erlebt habe, auch heute noch relevant sei. Insbesondere die Frage, wo der einzelne anderen Menschen beistehen könne, sei in diesem Zusammenhang von größter Wichtigkeit – und umso mehr freue es ihn, dass an der Brede so viel Gutes getan werde.  

Gottesdienst mit Weihbischof Matthias König in der Turnhalle der Schulen der Brede in Brakel.Kai Hasenbein Stellvertretend hierfür hob Weihbischof König die Busbegleiter und die Paten hervor, deren Wirken ein gelebtes Zeichen für Solidarität sei. Der Weihbischof ermunterte die anwesende Schulgemeinschaft beim Gottesdienst in der großen Turnhalle der Schule, diese wunderbaren Werke in die Zukunft zu tragen: „Ihr habt der Welt Gutes zu geben!“  

Da es sich in diesem Jahr um ein so genanntes „kleines“ Patrozinium der Bündelschule handelte, schlossen sich an den festlichen Gottesdienst noch zwei Programmpunkte an: ein gemeinsames Frühstück im Klassen-und Jahrgangsverband sowie die Caritas-Initiative „Tischlein deck dich“. Beide Aktionen standen dabei sichtbar und erlebbar unter dem Motto des Teilens: Während in den Klassen und Jahrgängen alle etwas zum gemeinsamen Frühstück beisteuerten und gerne abgaben, füllten sich gleichzeitig auch die Kartons für bedürftige Menschen. Und so bot sich in der Lehrerbibliothek am Ende der Patroziniums-Feier ein imposantes Bild: Die Kisten und Kartons türmten sich auf den Tischen und werden nun Familien in Brakel sicherlich eine große Freude zum Weihnachtsfest bereiten.  

Florian (l.) und Ryan bringen die Gaben ihrer Klasse in die Lehrerbibliothek.Kai Hasenbein Das wäre sicherlich ganz im Sinne der Ordensgründerin gewesen: „Mutter Theresia“ – wie sie später von ihren Schwestern genannt wurde – war es ein besonderes Anliegen, den Armen und Ausgegrenzten eine Zukunft zu bieten. Als Schlüssel hierfür hielt sie eine gute Schulbildung für unerlässlich – und dafür setzte sie sich unermüdlich und mit ganzer Kraft ein.  

Text: Kai Hasenbein