Erzbischof Becker eröffnet bistumsweit „Ewige Anbetung“

„Ewige Anbetung“ wird mit Gottesdiensten, Betstunden und Anbetung im Paderborner Dom bistumsweit eröffnet

Die Ewige Anbetung im Erzbistum Paderborn wird am ersten Advent bistumsweit im Paderborner Dom von Erzbischof Hans-Josef Becker eröffnet.pdp Paderborn, 22. November 2016. Die „Ewige Anbetung“ im Erzbistum Paderborn startet jedes Jahr bistumsweit im Hohen Dom zu Paderborn am ersten Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, mit Gottesdiensten, Betstunden und Zeiten der Anbetung. Erzbischof Hans-Josef Becker wird in diesem Jahr mit einem Pontifikalamt am Samstagabend, 26. November 2016 um 18 Uhr, die „Ewige Anbetung“ bistumsweit eröffnen. „Neben dem vielfältigen Einsatz für die Menschen in Not ist uns Christen auch das Gebet aufgegeben, in dem wir unsere Welt mit all ihrer Not vor Gott tragen und um seine Hilfe flehen. Das Gebet wird uns verändern, wenn wir es zulassen“, schreibt Domkapitular Dr. Thomas Witt im Namen des Metropolitankapitels in der Einladung zur Teilnahme an der „Ewigen Anbetung“ im Hohen Dom zu Paderborn am ersten Advent.      

Das Jahr 2016 sei ein sehr bewegtes Jahr, in dem in Deutschland und in der Welt viel geschehen sei, vieles auch, was Sorgen bereite, so der vom Metropolitankapitel mit der Vorbereitung der „Ewigen Anbetung“ beauftragte Domkapitular Dr. Thomas Witt, der zugleich Vorsitzender des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn ist. Der Einsatz für den Frieden werde immer mehr zu einer Existenzfrage aller Kontinente. Spätestens durch den Konflikt in der Ukraine werde deutlich, dass auch Europa keine Insel der Seligen sei. „Die vielen Menschen, die bei uns Schutz und Zuflucht suchen, geben beredtes Zeugnis von Kriegen und Bürgerkriegen, die die Welt immer wieder an den Rand des Abgrunds führen.“ In diesem Kontext bekomme auch das traditionelle Gebet der Ewigen Anbetung eine besondere Bedeutung, so Domkapitular Dr. Witt weiter. „Schon seit einigen Jahren sind wir im Hohen Dom hier neue Wege gegangen, um dieses Gebet neu zu erschließen und ihm ein neues Gesicht zu geben. Das Echo darauf war sehr positiv und gibt uns den Mut, diesen Weg weiter zu gehen.“  

Zu Beginn der „Ewigen Anbetung“ im Erzbistum Paderborn feiert Erzbischof Hans-Josef Becker am Vorabend des ersten Advents, Samstag, 26. November 2016, um 18 Uhr ein Pontifikalamt im Hohen Dom. Daran schließt sich eine Zeit der Anbetung an, die durch meditative Musik, Texte, Lobpreis und Stille gestaltet wird. Dabei ist es den Gläubigen möglich, vor dem Allerheiligsten zu verweilen, eine Kerze zu entzünden, sich ein Wort aus der Heiligen Schrift schenken zu lassen und Gebetsanliegen niederzulegen. Um 23.30 Uhr wird die Komplet gebetet. Es folgt eine stille nächtliche Gebetswache von Mitternacht bis 7 Uhr am Sonntagmorgen, 27. November 2016.  

Am Sonntagmorgen, 27. November 2016, werden um 7 Uhr, 8 Uhr, 10 Uhr und 11.45 Uhr die Sonntagsmessen im Hohen Dom gefeiert. Anschließend wird das Allerheiligste zu gestalteten Betstunden ausgesetzt: Begonnen wird mit einer Betstunde für die Verstorbenen um 13 Uhr. Es folgen Betstunden, die von Geistlichen Gemeinschaften (14 Uhr), der Paderborner Innenstadtgemeinde St. Liborius (15 Uhr) und den Ordensleuten (16 Uhr) vorbereitet und gestaltet werden. Die „Ewige Anbetung“ im Hohen Dom endet mit einem feierlichen Abschluss um 17 Uhr.      

Hintergrund: Ewige Anbetung  

Über das ganze Kirchenjahr hinweg werden mit der „Ewigen Anbetung“ die Anliegen der Kirche, des Erzbistums Paderborn und der Gemeinden in einer Gebetskette in die Pfarreien und Klöster der Erzdiözese Paderborn getragen. Die „Ewige Anbetung“ geht im Erzbistum Paderborn auf Bischof Konrad Martin zurück, der sie zum ersten Advent 1857 einführte. In seinem damaligen Hirtenschreiben heißt es: „Vom ersten Advents-Sonntage an soll die ewige Anbetung ununterbrochen bei Tag und bei Nacht in Unserer Diöcese fortdauern, dergestalt, daß immer die eine Kirche oder Gemeinde die andere in der Anbetung des Allerheiligsten ablöse in der von Uns festgesetzten Reihenfolge und nach dem einer jeden Kirche und Gemeinde zugemessenen Zeitmaße.“  

Heute wird die „Ewige Anbetung“ im Erzbistum im Sinne einer „täglichen Anbetung“ begangen. Das Erzbistum Paderborn folgt damit der Weisung des Apostels Paulus, der die Thessalonicher in einem Brief mahnt, ohne Unterlass zu beten (1Thess 5,17).